Entspannung mit Methode

Stress gehört für die meisten von uns zum Alltag. Gut wenn man weiß, wie sich gegensteuern lässt. Entspannungsübungen helfen beim Abschalten und Zur-Ruhe-Kommen.

Und nicht nur das: Wer eine Methode wie Yoga, Tai Chi oder Autogenes Training erlernt, kann damit auch gezielt innere Blockaden lösen. Diese sind oft die Ursache für Verspannungen und körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen. Regelmäßig angewendet, sind Entspannungstechniken ein Weg zu mehr Ausgeglichenheit und innerer Balance. Am besten, Sie probieren aus, welche Entspannungstechnik zu Ihnen passt.

Der Klassiker aus Indien

Beim Yoga wird hierzulande vor allem das körperbetonte Hatha-Yoga praktiziert. Es beruht auf einem System von Körperhaltungen und Bewegungen, die mit Atemtechniken, kombiniert werden. Yoga verhilft zu einem Zustand völliger Entspannung. Dadurch werden unter anderem Verspannungen gelöst und der Bewegungsapparat gestärkt. Besonders bei Rückenproblemen zeigt Yoga gute Erfolge. Auch mentale Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit und Kreativität verbessern sich. Die verschiedenen Übungen im Sitzen, Liegen oder Stehen finden auf einer rutschfesten Matte statt. Yoga kann etwa ab dem zehnten Lebensjahr erlernt werden.  

Schattenboxen mit Entspannungseffekt

Die langsamen, fließenden Bewegungen des Tai Chi haben meditativen Charakter und sollen zum Abbau von Spannungen beitragen. Obwohl es ursprünglich aus der Kampfkunst des Kung stammt, ist es bei uns eher als ganzheitliche Entspannungsmethode bekannt. Im Zentrum der Übungen steht jeweils die so genannte Form, ein festgelegter Ablauf aufeinander folgender Bewegungen, den „Bildern“. Tai Chi zielt vor allem auf die Dehnung und Streckung der Wirbelsäule ab. Muskeln und Sehnen werden gleichmäßig und sanft beansprucht, Haltungsfehler vermindert und das Gleichgewicht geschult. Unterstützt von der richtigen Atemtechnik sorgt das Training für Entspannung und bessere Konzentration. Weil es die Beweglichkeit verbessert, aber auf sportliche Extreme verzichtet, ist es auch für Ältere empfehlenswert.

Mit alter Körperkunst zu neuer Kraft

Qi Gong besteht aus ruhigen, fließenden Bewegungen und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Daher eignet es sich für jeden, auch für ältere und geschwächte Menschen oder chronisch Kranke. Es umfasst Bewegungs- und Atemübungen, die dem Körper Kraft und Vitalität zurückgeben sollen. Die Übungen sind vor allem auf Atmung, Körperhaltung, Vorstellungskraft abgestimmt und können im Liegen, Sitzen und Stehen durchgeführt werden.

Absage an den Stress

Autogenes Training ist ein autosuggestives Verfahren, bei dem sich der Übende mit Hilfe einfacher Formeln („mein rechter Arm ist schwer“) in einen Entspannungszustand versetzt. Es ist hilfreich für Menschen aller Altersgruppen, die an Nervosität oder unter Stress leiden. Autogenes Training führt zu mehr Ausgeglichenheit und innerer Ruhe. Geübt wird im Liegen oder in der „Droschkenkutscherhaltung“. Autogenes Training sollte am besten in einem Kurs unter Anleitung eines erfahrenen Trainers erlernt werden. Für Kinder werden oft spezielle Kurse angeboten.

Druck loslassen

Bei der Progressiven Muskelentspannung (auch Progressive Muskelrelaxation oder PMR) wird durch willkürliches Anspannen und Loslassen einzelner Muskelgruppen der gesamte Körper in einen entspannten Zustand gebracht. Der Wechsel zwischen Halten und Loslassen führt dazu, dass die Muskelspannung während eines Übungsablaufs unter das normale Niveau sinkt. Die Durchblutung verbessert sich, die Atmung wird tiefer, der Übende fühlt sich ruhig und entspannt. Bei Bluthochdruck, Schlafstörungen und Stress kann man mit PMR gute Erfolge erzielen. Die Übungen werden im Liegen ausgeführt, sind leicht erlernbar und für jedermann geeignet.

5 Tipps, um den Stress auszubremsen

Der kleine Spaziergang in der Mittagspause, die Laufrunde im Park oder sich auf dem Heimweg vom Job hin und wieder mal mehr Zeit nehmen - das sind nur einige Möglichkeiten, um den Stresspegel eines Tages zu senken.

Je mehr Sie sich für einen Tag vornehmen, umso mehr setzen Sie sich unter Druck. Meist schafft man dann weit weniger als man vorhatte. Schätzen Sie realistisch ein, wieviel Zeit Sie haben.

"Viele Hände bringen ein schnelles Ende", weiß der Volksmund. Verteilen Sie Aufgaben.

Auch unbewältigte Konflikte sorgen für Stress und oft wird aus der Mücke ein Elefant. Besser: Gehen Sie gemeinsam dem Problem auf den Grund. Das tut allen Beteilgten gut.

Das kann die Tasse Tee am Nachmittag oder ein anderes kleines Ritual im Alltag sein. Vielleicht auch hin und wieder ein ganzer Tag zum Seelebaumeln lassen. Hauptsache, Sie denken auch einmal an sich.

Die richtige Technik erlernen

Damit Sie von den positiven Effekten der verschiedenen Entspannungstechniken profitieren, erlernen Sie diese am besten unter sachkundiger Anleitung. Gelegenheit dazu haben Sie in einem Entspannungskurs oder bei den IKK Aktiv-Tagen. Beides können Sie über das Gesundheitskonto der IKK classic finanzieren.