Fitness-Trends für drinnen: Deep-Work, Fitbo & Co.

Wer sich regelmäßig auspowern möchte, braucht dafür auf jeden Fall „seinen“ Favoriten. Fündig werden Sie vor allem beim Kursprogramm im Fitnessstudio, in Sportvereinen oder durch einen Tipp im Freundeskreis. Ein ganz neuer Trend oder eher ein Klassiker? Ins Schwitzen kommen oder möglichst viel Fett verbrennen? Am besten Sie probieren selbst aus, was Ihnen Spaß machen und gut tun könnte.

Schon ausprobiert?

Sport ist Gesundheit, Entspannung und Bewegung – und auch die Entwicklung der Sportarten ist in Bewegung. Und nicht jeder neue Trend ist auch tatsächlich so neu. Manchmal sorgen schon ein paar kleine Abwandlungen für ein Plus an Spaß. Ausprobieren kann nicht schaden. Vorausgesetzt, der Trainer weiß worauf es ankommt.

Moderner als Yoga, funktioneller als Pilates soll der neue Body-Mind-Hit Antara® aus der Schweiz sein. Trainiert wird die Stütz- und Haltemuskulatur des Körpers durch die Wiederholung kleiner langsamer Bewegungen. In jeder Übungsfolge finden Stretching und Kräftigung zugleich statt. Ruhige Abläufe und die nach innen gerichtete Konzentration wirken meditativ. Ideal für einen flachen Bauch und starken Rücken – und gleichzeitig zur Entspannung.

Zum PiloxingR nehme man eine Portion Schlagkraft, gebe eine Menge Anmut dazu – und fertig ist der fettverbrennende Volltreffer. Zu schnellen Beats werden mit bis zu 500 Gramm schweren Boxhandschuhen Haken in die Luft geschlagen. Pilates-Elemente bearbeiten die tiefliegenden Muskeln. Verfeinert wird das Intervalltraining mit Tanzsequenzen. Weder zu sanft noch zu hart und auch Herz und Kreislauf kommen ordentlich in Schwung.    

Deep-Work soll die Fettverbrennung auf Touren bringen. Beim Trainingsprogramm wechseln sich Ausdauersequenzen mit koordinativ anspruchsvollen Kraftübungen und entspannenden Atemübungen ab. Trainiert wird übrigens barfuß, das stabilisiert die Fußgelenke.

Kondition durch Cardio-Kurse

Cardio-Training ist der Oberbegriff für alle Trainingsformen, bei der die großen Muskelgruppen durch Ausdauertraining in Bewegung gehalten werden. Das Herz- Kreislauf-System und die Lungenfunktion werden gestärkt. Die bekanntesten Formen sind: 

  • Aerobic: Zu flotter Musik werden kleine Choreografien ausgeführt, die Schrittfolgen mit Armbewegungen kombinieren. Am Anfang ist es nicht ganz einfach, sich zu koordinieren und dabei auch noch im Takt zu bleiben. Wer gern tanzt, sollte Kurse ausprobieren, die Aerobic mit Elementen aus dem Hip-Hop und anderen Tanzstilen verbinden.
  • Step-Aerobic: Hier wird eine kleine Stufe als Trainingsgerät eingesetzt. Schritt auf die Stufe, wieder hinunter und die Arme mitbewegen. Klingt simpel, erfordert aber durch die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten ein hohes Maß an Konzentration und Koordination. Wie beim Treppensteigen spürt man das Training besonders in den Beinen und im Po.
  • FitBo, Tae Bo, Kick Fit: Noch relativ neu ist der Trend, Elemente aus Aerobic und Boxen, Kick-Boxen oder Kampfsportarten zu verbinden. Arme und Beine werden durch Schlag- und Tritttechniken intensiv trainiert. Je nach Einflüssen variiert der Kursname.
  • Spinning, Cycling: Rad fahren in der Gruppe macht mehr Spaß und motiviert. Das funktioniert auch innen. Unter Anleitung eines Trainers wird gemeinsam bei unterschiedlichen Intensitäten geradelt – von starken Steigungen bis zum Sprint, natürlich mit Musik.

Muskelkraft aktivieren

Bei diesem Training geht es um einen Aufbau der Muskelmasse. Damit lassen sich beispielsweise chronische Beschwerden an der Wirbelsäule lindern oder komplett beheben. Auf dem Kursplan tauchen die Angebote meist unter diesen Namen auf:

  • BBP, BOP: steht für Bauch-Beine-Po und damit ist schon klar umrissen, worum es in diesen Kursen geht. Mit speziellen Übungen werden die Muskeln dieser Zonen trainiert, damit sie nicht mehr als „Problemzonen“ gelten.
  • Rückenfit: Kurse, die sich speziell auf eine Stärkung der Rückenmuskulatur konzentrieren.
  • Body Fit, Body Complete, Hot Iron: Kurse für das Training des ganzen Körpers. Während der Übungsstunde werden nacheinander alle großen Muskelgruppen aktiviert. Dabei kommen auch Hilfsmittel wie leichte Gewichte, Langhanteln und Therabänder zum Einsatz.

Vitalität für Körper und Geist

Körper, Atem und Geist in einen harmonischen Einklang zu bringen, ist das Ziel dieser Kurskategorie.

  • Yoga: Die Übungen dehnen und kräftigen die Muskeln und lösen Spannungen. Es gibt unterschiedliche Arten von Yoga. Die Schwerpunkte reichen von mentalen, meditativen Übungen bis hin zu dynamischen Bewegungsabläufen.
  • Tai Chi, Chi Gong: regen über sanfte Bewegungen den Energiefluss im Körper an. Während die Übungen des Tai Chi auf einer Kampfkunst basieren, liegen die Wurzeln des Chi Gong in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Beide Techniken sind für jeden geeignet und fördern neben der Beweglichkeit auch die Entspannung.
  • Pilates: kombiniert Dehn- und Kräftigungsübungen, um die Muskeln zu stärken und zu formen. Im Zentrum steht die Körpermitte mit Beckenboden, Zwerchfell und Muskeln an der Wirbelsäule, die stets angespannt ist. Das hat einen nachhaltigen Effekt auf eine verbesserte Körperhaltung.

Wichtige Hinweise

Nicht jeder Fitnesstrend ist für jeden geeignet. Im Zweifelsfall mit einem Arzt oder einem ausgebildeten Trainer das Für und Wider abwägen und eventuell nach Alternativen suchen.

Wesentlich effektiver als einseitiges Training ist die ausgewogene Mischung aus Ausdauer- und Kraftübungen.

Auch bei Fitnesskursen gilt: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen". Es braucht bei jedem etliche Trainingsstunden, bis Ausdauer und Koordination stimmen.