Schwimmen

Spätestens wenn sich die Temperaturen der magischen 30-Grad-Grenze nähern heißt es: Pack die Badehose ein! Entdecken Sie aktiv den Fitmacher Wasser.

Ob im, am oder auf dem Wasser – das kühle Nass bietet unzählige Möglichkeiten. Da kommen große und kleine Wasserraten auf ihre Kosten. Da fällt es sicher keinem schwer, regelmäßig aktiv zu sein. Und wer sich an ein paar einfache Verhaltensregeln hält, kann den Sommerspaß unbeschwert genießen.

Sicher im Wasser

Laut einer Umfrage der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) kann etwa jeder vierte Erwachsene nicht oder nur schlecht schwimmen. Das lässt sich ändern – und es lohnt sich. Schwimmen ist ein effektives Fitnesstrainung für den gesamten Körper.

Ungeübte Schwimmer sollten bei der Wahl der Badestelle aufmerksam sein. Im Gegensatz zu Schwimmbädern und teilweise bewachten Meeresküsten sind viele Binnengewässer unbeaufsichtigt. Schilder wie "Baden verboten" oder "Schwimmen auf eigene Gefahr" werden oft nicht gebührend beachtet. Respekt sollten nicht nur ungeübte Schwimmer vor der Kraft des Meeres haben. In so manchem Badeparadies können sich unsichtbare Strömungen als Gefahr entpuppen. Verbotsflaggen am Strand und Absperrungen im Wasser sollte deshalb niemand ignorieren.

Auch der Sprung in unbekannte oder trübe Gewässer birgt Verletzungsgefahren. Untiefen, scharfkantige Gegenstände, alte Stege oder Pfähle unter der Wasseroberfläche sind tückisch. Und auch wer aus ein paar Metern Höhe ins kühle Nass springt, muss sich vergewissern, dass die Wasserfläche frei ist. Beim Aufprall auf Schwimmer oder Taucher kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Kopf und Wirbelsäule verletzt werden.

Für Kinder gibt es nichts Schöneres, als im Wasser herumzutollen. Wichtig ist, dass sie den richtigen Umgang mit dem nassen Element lernen. Das kann bereits ab dem vierten Lebensmonat beim Babyschwimmen geschehen. Hier steht zunächst nur eine Gewöhnung an das nasse Element im Vordergrund, doch das ist schon eine gute Voraussetzung fürs Schwimmen lernen. Mit fünf oder sechs Jahren sind die Kinder dann soweit, dass sie mit dem Unterricht beginnen können. Für Eltern von Kleinkindern ist der Badespaß mit erhöhter Aufmerksamkeit verbunden – auch im Planschbecken und flachen Gewässern. Lesen Sie mehr zum Thema Wassersport für Kinder.

Schwimmalternativen: Ab aufs Wasser

Im Sommer laden zahlreiche Sportarten zum Mitmachen ein. Ob Rudern, Segeln oder Surfen, ob eher gemütlich oder leistungsorientiert – auf dem Wasser wird jede sportliche Aktivität zum Naherholungstripp mit Fitnesseffekt.

Rudern ist ein idealer Sport, um das Bewegungsdefizit aus dem Berufsleben auszugleichen. Es trainiert Bauch- und Rumpfsmuskulatur und wirkt so Haltungsschäden entgegen – vorausgesetzt, man trainiert mit der richtigen Technik. Außerdem haben Herz- und Stoffwechselerkrankungen schlechte Chancen. Beim Surfen werden vor allem Gleichgewicht und Koordination trainiert. Segeln ist ein idealer Teamsport.

Für viele Wassersportarten braucht man eine recht kostenintensive Ausstattung. Da macht die Mitgliedschaft in einem Sportverein durchaus Sinn. Außerdem profiteren Einsteiger vom Know-How erfahrener Wassersportler. Ein Führerschein ist nur für Boote mit Motorisierung vorgeschrieben. Unabhängig davon sollte jeder die gängigen Verkehrsregeln auf dem Wasser kennen.

Voller Magen schwimmt nicht gern

Nach einer reichhaltigen Mahlzeit ist eine Badepause angebracht. Der Blutkreislauf ist mit Verdauen beschäftigt, wodurch die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist und die Muskeln unter Umständen nicht genügend mit Sauerstoff versorgt werden. Krämpfe können die Folge sein. Auch bei Übermüdung oder Hunger ist der Körper nicht voll belastbar. Und egal ob am Strand oder bei einer zünftigen Poolparty – besser schwimmt es sich ohne Alkohol.

Viel Bewegung an frischer Luft macht bekanntlich hungrig. Mit der richtigen Zwischenmahlzeit lassen sich die Energievorräte auffüllen. Erfrischend, süß, voller Vitamine und leicht sind Obst und Gemüse. Bei körperlicher Anstrengung und sommerlichen Temperaturen braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit. Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees sind auch beim Badevergnügen die besten Durstlöscher. Vorsicht vor eiskalten Getränken, Alkohol und Kaffee.

Vorsicht ist besser

Kälteschock beim Wassersprung

Zur Erfrischung an einem heißen Tag ins kalte Nass springen – herrlich, aber nicht ungefährlich. Besser ist es, sich allmählich abzukühlen. Ist der Körper erhitzt, sind die Blutgefäße weit gestellt. Bei plötzlichem Kälteschock durch das Wasser ziehen sie sich blitzartig zusammen. Der Kreislauf wird dadurch enorm belastet und die Fähigkeit, die Luft anzuhalten, sinkt. Dadurch steigt die Gefahr des Ertrinkens um ein Vielfaches. Verlassen Sie das Wasser auch sofort, sobald Sie frieren.

Quälgeist Qualle

Gerade in heißen Sommern tauchen sie an Europas Küsten auf: Quallen. Die an Nord- und Ostsee vorkommenden durchsichtigen Ohrenquallen sind lästig, aber harmlos. Der Kontakt mit den orangefarbenen Feuerquallen schmerzt. In südlichen Gefilden sind jedoch auch Leuchtquallen zu Hause, deren Berührung äußerst schmerzhaft sein kann. Erste Hilfe: Essigwasser in maximal 5-prozentiger Verdünnung; Süßwasser verschlimmert die Beschwerden. Kommt die Quallenart "portugiesische Galeere" in Strandnähe, gilt absolutes Badeverbot.

Zu viel Hitze auf dem Kopf

Wenn die pralle Sonne zu lange auf den Kopf scheint, droht – vor allem bei Kindern und Menschen mit wenig oder blondem Haar – ein Sonnenstich. Ein hochroter Kopf, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen sind ernstzunehmende Anzeichen. Der Patient sollte sofort in den Schatten, der Kopf hochgelagert und mit feucht-kalten Tüchern gekühlt werden. Wird der Betroffene bewusstlos, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. In jedem Fall sollte der Notarzt verständigt werden, denn ein Sonnenstich kann lebensgefährlich sein.

  • Wer die Baderegeln der DLRG berücksichtigt, ist auf den Schwimmspaß bestens vorbereitet.
  • Wo ist das nächste Schwimmbad? Entdecken Sie Erlebnis-, Frei- und Hallenbäder in Ihrer Region.
  • Auch die Wasserqualität trägt zum ungetrübten Badespaß bei. Informationen finden Sie zum Beispiel beim ADAC.