Darmkrebs – kein Tabuthema

Der jährliche Zahnarztbesuch ist für die meisten selbstverständlich. Auch der Check-up ab 35 oder die Früherkennung von Hautkrebs werden zunehmend häufiger genutzt. Erheblichen Nachholfebedarf gibt es bei der Früherkennung von Darmkrebs. Doch auch hier gilt: Früherkennung kann Leben retten.

Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe sind nach allen vorliegenden Daten sowohl der Stuhl-Blut-Test für Männer und Frauen ab 50 Jahren als auch die Darmspiegelung ab 55 Jahren sinnvolle Maßnahmen zur Darmkrebs-Früherkennung. Bei Frauen und Männern mit einer erblichen Belastung für Darmkrebs kann über das Angebot des Stuhl-Blut-Tests und der Darmspiegelung hinaus ein spezielles und engmaschigeres Früherkennungsprogramm sinnvoll sein. Die IKK classic übernimmt die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen.

Mehr Wissen – mehr Akzeptanz – mehr Sicherheit

Darmkrebs ist eine Krankheit, die auch heute noch mit Missverständnissen und falschen Peinlichkeiten behaftet ist. Noch immer wissen viele Menschen nicht, dass Darmkrebs im Frühstadium keine Symptome verursacht und rechtzeitig erkannt bei den meisten Menschen heilbar ist. Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs und dessen Vorstufen.
Deshalb lassen Sie sich von Ihrem Arzt den Eingriff erklären. Entscheiden Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe für die Darmkrebsvorsorge. Damit können Sie sich und Ihrer Familie viel persönliches Leid ersparen.

Drei Videos für Ihre Darmgesundheit

1. Fitness für den Darm

Fitness und Ernährungsprofi Patric Heizmann bringt Ihren Darm in Schwung - mit Bewegungsinseln, die sich bequem in den Alltag einbauen lassen.

Beispielsweise können Sie beim Zähneputzen durch die Wohnung laufen oder vor dem Fernseher Liegestütze machen. Zu anstrengend? Patric Heizmann hält für jedes Fitnesslevel die geeignete Liegestütz-Variante parat. Kleine Änderungen der Lebensweise können viel bewirken: Treppe statt Fahrstuhl oder Spaziergang statt Spazierfahrt. Und auch im Büro können Sie sich mehr bewegen.

Patric Heizmann's Devise lautet schlicht: Wir müssen uns einfach mehr Bewegen!
Während Kinder 10.000 Schritte täglich laufen, schafft ein durchschnittlicher Erwachsener gerade einmal 1.500. Dabei freut sich der Darm über jede Bewegung. Denn: "Wenn die Beinchen laufen, dann läuft's auch besser mit der Verdauung", so Heizmann. 

2. Gesunde Ernährung – Gesunder Darm

Patric Heizmann, Bestsellerautor von "Ich bin dann mal schlank", erklärt in diesem Video, wie sich ein gesunder Darm positiv auf Ihre Stimmung auswirken kann. Stichwort: Glückshormon Serotonin. 

Dass Darmgesundheit ein spannendes Thema sein kann, beweist Patric Heizmann anschaulich. Oder wussten Sie etwa, dass im Darm mehr Bakterien leben als der menschliche Körper Zellen hat?

Wenn unser Darm drei Wünsche frei hätte, wären das laut Patric Heizmann: Ballaststoffe, Flüssigkeit und Gewürze. Warum das so ist und welches das Lieblingsessen der "guten" Darmbakterien ist, erfahren Sie im Video.

3. Kochtipps für einen gesunden Darm

Ernährungsexperte Patric Heizmann verrät Ihnen in wenigen Minuten, wie Sie Ihrem Darm etwas Gutes tun können – indem Sie die kleinen Darmhelfer einfach mal zum Essen einladen.

Zum Frühstück gibt es einen leckeren Smoothie mit vielen Vitaminen. Oder ein Vollkornmüsli mit Früchten, wenn Sie es lieber bissfest mögen. Mittags dann Gemüsecurry mit Reis, wobei das Gemüse stets der Chef auf dem Teller bleiben sollte. Reis, Nudeln, Kartoffeln und Brot sollten nach Heizmann nur Lückenfüller sein. "Dann kriegt sich der Darm vor lauter Freude gar nicht mehr ein", betont der Fitness- und Ernährungsprofi.

Weil es abends oft schnell gehen muss, hält Patric Heizmann für Sie ein Vier-Minuten-Rezept bereit: Zucchini-Schafskäse-Pfanne mit wertvollen Ballaststoffen und garantiert kohlenhydratfrei. Heizmann weiß: "Gesundes Essen kann so lecker, einfach und schnell zubereitet sein." Lassen Sie es sich schmecken! 

Vorsorge geht jeden an

Das Thema Darmkrebsvorsorge geht früher oder später jeden etwas an. Warum? Weil Darmkrebs jedes Jahr ca. 26.000 Menschen das Leben kostet und es jährlich ca. 63.000 Neuerkrankungen gibt. Damit ist Darmkrebs bei beiden Geschlechtern die zweithäufigste Krebsart.

Das Tückische an dieser "stillen" Krankheit ist, dass sie meist keine Beschwerden verursacht. Nur durch Vorsorgeuntersuchungen können Vorstufen entdeckt und entfernt werden, noch bevor sie zu Krebs werden. Eine Darmspiegelung kann also Leben retten! Denn sie ist die beste Methode zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebspolypen.

Die Häufigkeit von Darmkrebs nimmt mit dem Alter zu. Deshalb ist im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge jeder ab 55 Jahren dazu aufgerufen, an der Darmkrebsfrüherkennung teilzunehmen.

Mythen auf dem Prüfstand

Gerade bei sensiblen und tabuisierten Themen gibt es zahlreiche falsche Ansichten, die einer Aufklärung bedürfen. Damit mehr Menschen in Deutschland die Angebote zur Früherkennung von Darmkrebs nutzen, nehmen die Experten der Felix-Burda-Stiftung die zehn häufigsten Meinungen unter die Lupe.

FALSCH!  RICHTIG IST: Weil die Vorstufen einer Darmkrebserkrankung keinerlei Beschwerden machen, ist es sehr wichtig, sich über sein persönliches Risiko im Klaren zu sein. Denn rechtzeitig entdeckt und das meist in der Phase, in der keine Symptome auftreten, ist Darmkrebs bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilbar. Der größte Teil aller neuen Darmkrebsfälle wird bei Menschen im Alter von über 55 Jahren diagnostiziert. Liegt kein bekannter Risikofaktor vor, wird für diese Gruppe eine Vorsorgedarmspiegelung empfohlen. Alternativ kann ab einem Alter von 50 jährlich, bzw. ab 55 alle zwei Jahre ein Stuhlbluttest durchgeführt werden, der okkultes Blut im Darm und damit Anzeichen für Darmkrebs erkennt. Ist ein familiäres Risiko bekannt, d.h. gibt es Fälle von Darmkrebs bei mindestens einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder), sollte man bereits vor dem 55. Lebensjahr zur Vorsorge gehen. Empfohlen wird eine Spiegelung rund 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Verwandten. Neben einem erhöhten Auftreten von Darmkrebs in der Familie und erblichen Ursachen, gibt es noch weitere Faktoren, die das Risiko an Darmkrebs zu erkranken stark erhöhen. Leidet man unter Diabetes-Typ-2 und ist man insulinpflichtig, erhöht sich das Darmkrebsrisiko um 30% gegenüber der Normalbevölkerung. Sind Typ-2-Diabetiker zusätzlich übergewichtig, haben einen hohen Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte, steigt das Risiko noch einmal stark an. Auch Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sollten auf jeden Fall mit ihrem Hausarzt über ihr individuelles Darmkrebsrisiko sprechen. Regelmäßige Darmspiegelungen können bei diesen Risikogruppen schon in jungen Jahren notwendig sein.

FALSCH! RICHTIG IST: Gibt es Fälle von Darmkrebs in der Familie, besteht bei den direkten Familienangehörigen ein hohes Risiko selbst an Darmkrebs zu erkranken. Besteht jedoch kein familiäres Risiko, gibt es weitere Faktoren, die das Darmkrebsrisiko trotzdem stark erhöhen. Eine Risikogruppe, die bislang wenig beachtet wurde sind die Typ-2-Diabetiker. Nach neuesten Studien haben Diabetes-Typ-2 Patienten ein um circa 30 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung. Damit ist ihr Risiko gleich hoch wie das von Personen, in deren Familien Darmkrebs gehäuft vorkommt. Insulinpflichtige Diabetiker sind dabei besonders gefährdet. Sie haben ein mindestens doppelt so hohes Risiko an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, gegenüber nicht-insulinpflichtigen Diabetikern. Wer neben Diabetes-Typ-2 unter bauchbetontem Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten leidet, erhöht sein Risiko noch einmal mehr. Rauchen, Bewegungsmangel, ballaststoffarme und fettreiche Ernährung wirken sich zudem negativ auf das Darmkrebsrisiko aus. Außerdem: Es gibt immer einen "ersten" Darmkrebsfall in Familien.

FALSCH! RICHTIG IST: Die Darmspiegelung wird heute nahezu ausschließlich ambulant durchgeführt. Der Patient liegt während der circa 20 Minuten dauernden Untersuchung entspannt und zugedeckt auf einer Liege. Auf Wunsch erhält er eine Beruhigungs- oder Kurzschlafspritze. Die Kurzschlafspritze ist keine Narkose, der Patient fällt lediglich in einen kurzen und leichten Schlaf. So spürt er während der gesamten Untersuchung keinerlei Schmerzen. Durchgeführt wird die Untersuchung von einem Facharzt (Gastroenterologen). Wurde eine Kurzschlafspritze verabreicht, ist man den restlichen Tag nicht verkehrstüchtig. Ansonsten kann man schon kurz nach der Untersuchung den üblichen Tagesablauf wieder aufnehmen. Moderne Reinigungspräparate machen auch die Vorbereitung simpel und angenehm. Je nach Produkt trinkt man am Tag vor der Untersuchung 250 ml bis 2 Liter einer Trinklösung mit Zitronen-Geschmack und ausreichend klare Flüssigkeit. Eine gute Reinigung des Darms ist Voraussetzung für ein sicheres Untersuchungsergebnis.

FALSCH! RICHTIG IST: Für Menschen ohne ein familiäres Risiko ist eine Vorsorge-Koloskopie nur alle 10 Jahre ab dem Alter von 55 notwendig. Da sich Vorstufen zu Darmkrebs meist in einem Zeitraum von 7-10 Jahren entwickeln, kann man in der Zwischenzeit davon ausgehen, nicht an Darmkrebs zu erkranken. Dies gilt allerdings nur, wenn bei der Spiegelung der Befund negativ war, d.h. wenn keine Vorstufen von Darmkrebs (Polypen) gefunden wurden. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung ab 55 werden von den Krankenkassen übernommen. Für Menschen, bei denen Polypen gefunden und entfernt wurden, sowie bei Menschen mit einem erblichen oder familiären Risiko, oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, sind die Untersuchungszeiträume kürzer. Diese können, je nach vorliegender Diagnose, zwischen 2 und  6 Jahren variieren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Risikogruppen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen auch schon vor dem Alter von 50. bzw. 55. Daneben empfehlen Experten der Risikogruppe der Typ-2-Diabetiker altersunabhängig und vor allem im Vorfeld einer Insulintherapie zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Leiden Typ-2-Diabetiker zusätzlich an bauchbetontem Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten muss auf jeden Fall auch in jungen Jahren eine Koloskopie durchgeführt werden.  

FALSCH! RICHTIG IST: Viele Menschen glauben, von Darmkrebs kann man erst ab einem gewissen Alter betroffen sein. Das ist falsch! Leider ist Darmkrebs erblich und deshalb sind auch immer mehr junge Leute betroffen. Über 20.000 Menschen erkranken jedes Jahr allein aufgrund ihrer familiären Disposition - und dies oftmals bereits in jungen Jahren. Insgesamt wird jährlich bei 73.000 Menschen Darmkrebs neu diagnostiziert, 27.000 Patienten sterben an den Folgen. Es ist somit die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern und Frauen in Deutschland. Durch frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen kann man sich jedoch wirkungsvoll vor Darmkrebs schützen, da viele Vorstufen dieser Krebsart etliche Jahre brauchen, um ein tödliches Ausmaß zu erreichen.

FALSCH! RICHTIG IST: Männer erkranken etwa doppelt so häufig und im Durchschnitt sechs Jahre eher an Darmkrebs als Frauen. Dennoch gehen sie seltener zur Vorsorgespiegelung und meist erst, wenn Symptome auftreten. Dies hat erhebliche Folgen auf die Heilungschancen bei Männern, denn nur frühzeitig erkannt lässt sich Darmkrebs bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilen. Haben sich die Vorstufen von Darmkrebs bereits zu einem Karzinom entwickelt, ist eine Heilung oft nicht mehr möglich.Zum allgemeinen Risiko bei Männern kommt hinzu, dass diese stärker von zusätzlichen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol und bauchbetontem Übergewicht betroffen sind. Männer müssen sich daher über ihr erhöhtes Risiko der Darmkrebserkrankung bewusst werden und Vorsorgeangebote stärker nutzen.

FALSCH! RICHTIG IST: Darmkrebs kann durch Vorsorge sehr wirksam bekämpft werden. Die Heilungschancen von Darmkrebs liegen für die meisten Menschen bei 100%, wenn der Krebs im Frühstadium entdeckt wird. Deshalb ist es wichtig, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen und ab dem Alter von 55 Jahren die empfohlene Darmspiegelung (Koloskopie) durchzuführen. Alternativ kann ab einem Alter von 50 jährlich, bzw. ab 55 alle zwei Jahre ein Stuhlbluttest durchgeführt werden, der okkultes Blut im Darm und damit Anzeichen für Darmkrebs erkennt. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für diese Vorsorgeuntersuchungen auf. Personen in deren Familie Darmkrebs oder Darmpolypen (Vorstufen von Darmkrebs) aufgetreten sind, sollten darüber mit ihrem Hausarzt sprechen und bereits früher eine Vorsorgekoloskopie durchführen lassen. In der Regel sollen Menschen mit einem erhöhten erblichen Darmkrebsrisiko 10 Jahre vor dem ersten Befund von Darmkrebs oder Polypen innerhalb der Familie erstmals eine Darmspiegelung vornehmen lassen. 

FALSCH! RICHTIG IST: Die virtuelle Koloskopie kann die konventionelle Darmspiegelung als Vorsorgemethode gegenwärtig noch nicht ersetzen. Die virtuelle Koloskopie hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert, so dass sie für Menschen, die auf keinen Fall eine konventionelle Darmspiegelung durchführen möchten oder bei denen die Durchführung einer vollständigen Darmspiegelung aus physiologischen Gründen nicht möglich ist, eine gute Alternative darstellt. Statt der Betrachtung der Darmschleimhaut von innen mit dem schlauchförmigen Endoskop werden mit dem Computertomographen (CT) Schnittbilder des Darms erzeugt und mit einer speziellen Software zu einer dreidimensionalen Innenansicht des Darms zusammengesetzt. Auf dieser virtuellen Ansicht der inneren Darmwand heben sich Krebstumore und Polypen, die größer als ein Zentimeter sind, plastisch ab, so dass der Radiologe sie gut erkennen kann. Schwieriger wird es, wenn die Polypen kleiner als ein Zentimeter sind oder wenn sie ganz flach ohne den Stiel, auf dem die meisten Polypen aufsitzen, auf der Darmwand aufliegen. Dies kommt insbesondere auf der rechten Seite des Darms häufiger vor. Erwähnt werden muss auch die mit dem CT verbundene Strahlenbelastung, die bei neuen Geräten allerdings erheblich minimiert werden konnte. Hinzu kommt die Doppeluntersuchung, wenn Krebsvorstufen (Adenome) entdeckt werden, da diese nicht wie bei der konventionellen Darmspiegelung während der Untersuchung abgetragen werden können. Zum Entfernen der Krebsvorstufen muss dann zusätzlich auch noch eine konventionelle Darmspieglung gemacht werden. Meist muss dazu in einer radiologischen Praxis ein weiterer Termin vereinbart werden, da die Praxen von Radiologen und Gastroenterologen bisher nur im Ausnahmefall so kooperieren, dass ein sofortiger Anschlusstermin möglich ist. Für den Patienten heißt dies, dass er zweimal die Darmreinigung durchlaufen muss, da auch die virtuelle Koloskopie die komplette Darmreinigung verlangt. Die Kosten für die virtuelle Koloskopie betragen gegenwärtig mehr als das Doppelte der Kosten für die konventionelle Darmspiegelung und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

FALSCH! RICHTIG IST: Ein jährlicher Stuhlbluttest ab einem Alter von 50 ist sehr sinnvoll, um okkultes Blut im Darm erkennen zu können. Die Krankenkassen übernehmen für diese Altersgruppe die Kosten. Andererseits kann der Darmkrebs trotzdem unentdeckt bleiben, weil Polypen, die die Vorstufen von Darmkrebs sein können, nur ab einer bestimmten Größe und dann in Intervallen bluten. Deshalb muss auch jeder positive Stuhlbluttest durch eine Koloskopie abgeklärt werden. Nur so kann man sicher sein, dass keine Polypen oder andere Erkrankungen vorliegen. Eine mehrmalige Testung, z.B. so lange bis ein negatives Ergebnis vorliegt, darf laut ärztlicher Richtlinien auf keinen Fall geschehen. Die bisher sicherste und effektivste Methode, um Darmkrebs bzw. Vorstufen zu entdecken, ist die konventionelle Darmspiegelung.

FALSCH! RICHTIG IST: Rund 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entwickeln sich aus zunächst gutartigen Darmpolypen. Diese Entartung vom Darmpolyp zum Krebs (Karzinom) kann rund 10 Jahre dauern. Durch diesen langen Zeitraum der Entwicklung zu einem bösartigen Karzinom kommt der Früherkennung der Vorstufen eine besondere Bedeutung zu. Denn früh genug erkannt, ist Darmkrebs bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilbar. Die konventionelle Koloskopie ist dabei die wirkungsvollste und effektivste Methode zur Früherkennung. Denn wird bei einer Darmspiegelung ein Polyp entdeckt, kann dieser sofort entfernt werden.  

Weiterführende Portale zum Thema Darmkrebs

Interessenten und Betroffene finden im Internet zahlreiche Informations- und Beratungsangebote. Oft stehen auch Medien zum Download bereit. Eine kleine Auswahl