Vorsorgen zahlt sich aus

Viele kennen es aus eigener Erfahrung: Gern möchten wir unserer Gesundheit etwas Gutes tun. Doch dann scheitert die Anmeldung zur Vorsorge am alltäglichen Stress oder einfach daran, dass ein mahnender Leidensdruck fehlt.

Die Liste der gesetzlichen Vorsorgeleistungen ist lang: Über 30 verschiedene Untersuchungen und Impfungen stehen Ihnen zur Erhaltung Ihrer Gesundheit zur Verfügung. Ganz einfach mit Vorlage Ihrer IKK-Gesundheitskarte. Damit Sie da nicht den Überblick verlieren, bietet die IKK classic einen besonderen Vorsorgeservice.

Exklusiv für Sie: Der persönliche Erinnerungsservice

Die IKK classic engagiert sich dafür, dass möglichst jeder Versicherte die für ihn wichtigsten Vorsorgeangebote nutzt. Wir erinnern Sie an die Auffrischung von Impfungen, Check-up- Untersuchungen und Krebsvorsorge. Frauen ab 20 und Männer ab 28 Jahren erhalten entsprechend dem Vorsorgekalender im Abstand zwischen zwei und fünf Jahren Post von uns. Junge Eltern erinnern wir an die Vorsorgetermine für den Nachwuchs. So können Sie rechtzeitig einen Termin bei Ihrem Arzt vereinbaren und dabei gesundheitlich und finanziell profitieren:

Früherkennung nutzen – Risiken minimieren

Dass sich frühzeitige Diagnosen lohnen, wird insbesondere beim Blick auf die Sterberate bei Herz- und Kreislauf-Erkrankungen deutlich: Auch aufgrund verbesserter Vorsorge, wie des Check-ups, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten merklich reduziert. Selbst bei Krebserkrankungen nimmt die Sterblichkeit durch moderne Präventions- und Therapiemöglichkeiten weiter ab. Natürlich lässt sich Krebs durch Vorsorgeuntersuchungen nicht verhindern. Vielmehr ist hier Früherkennung das Ziel: Krebsrisiken zu senken, indem Vorstufen oder frühe Stadien entdeckt werden, bei denen eine Behandlung Erfolg verspricht. Generell gilt: wachsam bleiben. Zwischen zwei Vorsorgeuntersuchungen können manchmal Jahre vergehen. Wer in dieser Zeit Verdächtiges bei sich oder seinen Lieben bemerkt, sollte nicht zögern, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Wer bereits Erfahrungen mit Vorsorgeuntersuchungen gesammelt hat, weiß, dass Ängste unbegründet sind und der Nutzen immer überwiegt. Vor allem junge Eltern erfahren dies hautnah, wenn sie ihr Kind von der Geburt bis zur Einschulung begleitet wissen: ob Impfschutz oder aktueller Entwicklungsstand – alles ist lückenlos im gelben Untersuchungsheft dokumentiert.

Gesundheitsbewusst leben – Bonus sichern

An diese hilfreiche Dokumentation knüpft die IKK classic mit dem Bonusheft an – ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Mit nur vier Aktivitäten sind Versicherte ab 18 Jahren im Bonusrennen. Auch Ihr Nachwuchs kann sich über eine Aufbesserung seines Taschengelds freuen. Hier reicht bereits die Beteiligung an drei Maßnahmen. 100 Euro können mit dem IKK Bonus jährlich ausgezahlt werden, bei Kindern (bis 18 Jahre) 60 Euro.  

Das Bonusheft sollte deshalb bei Ihren Arztbesuchen immer mit dabei sein. Erfahren sie mehr vom IKK Bonus.

Vorsorgemuffel auf dem Rückzug

Dank des innovativen und attraktiven Vorsorgekonzepts der IKK classic ist der regelmäßige Gang in die Arztpraxis bei vielen Versicherten zur Selbstverständlichkeit geworden. Gerade Männer werden gesundheitsbewusster und holen daher auch in Sachen Vorsorge auf. Doch bei den Teilnahmequoten gibt es immer noch viel Luft nach oben. Darum: Vereinbaren Sie doch mal wieder einen Vorsorgetermin und genießen Sie das gute Gefühl, für die eigene Gesundheit aktiv geworden zu sein!

Angebote, die Sie kennen sollten

Hau(p)tsache: größtes Organ unter Kontrolle

Auch wenn Hautkrebs nur ein Prozent aller Todesfälle bei Krebs ausmacht – in den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen in Europa fast verdoppelt. Jährlich sterben rund 3.000 Menschen in Deutschland daran. Meist verursacht durch zu viel UV-Bestrahlung der Sonne oder im Solarium, streut ein malignes Melanom, die gefährlichste Form des Hautkrebses, bereits in einem frühen Stadium Metastasen. Unerkannt wird es schnell unheilbar.

Damit dies nicht geschieht, untersucht der für das Hautkrebs-Screening zertifizierte Haus- oder Hautarzt bei Personen ab 35 Jahren alle zwei Jahre das größte Organ des Menschen mit aller Genauigkeit: per Lupe oder Aufsichtmikroskop komplett vom Kopf bis zu den Zehen, besonders auch an schwer einsehbaren Stellen wie dem Rücken. Meist dauert diese unkomplizierte Hautinspektion nicht länger als 15 Minuten. Da in jedem Bereich der Haut Krebs entstehen kann, also auch unter den Nägeln, sollte am Tag der Untersuchung auf Nagellack verzichtet werden. Gleiches gilt fürs Schminken, denn heller Hautkrebs ist im Gesicht unter einer Make-up-Schicht nur schwer zu entdecken.

Fallen Muttermale oder Leberflecke durch Farb- oder Formveränderung auf, können sie bei Verdacht auf Bösartigkeit oder auch im Zweifelsfall durch einen kleinen Eingriff ambulant entfernt und anschließend feingeweblich untersucht werden. Besonders wichtig ist ein Hautkrebs-Screening bei hellhäutigen Menschen, Strahlenpatienten, Personen mit vielen Muttermalen, familiärer Vorbelastung oder auch nach vielen Sonnenbränden in Kindheit und Jugend.

Mehr zur Hautkrebsvorsorge

Unser Interviewpartner Stefan Kirchner ist leitender Oberarzt und Facharzt für Gastroenterologie, Proktologie und Innere Medizin im Diakoniekrankenhaus Friederikenstift Hannover.

Wie begründet ist die Angst vieler Patienten vor Schmerzen oder Komplikationen bei einer Darmspiegelung?
Sowohl aus meiner tagtäglichen praktischen Arbeit als auch aus wissenschaftlichen Untersuchungen kann dieses Vorurteil klar widerlegt werden. Die Darmspiegelung, also eine Koloskopie, gilt als sehr genaues und gleichzeitig sehr sicheres Verfahren – in der Regel bei völliger Schmerzfreiheit.

Was passiert bei der sogenannten „Darmkrebsvorsorge“?
Seit 2002 gibt es in Deutschland eine Darmkrebsvorsorge. Hier können sich Personen ab 55 Jahren einer Koloskopie unterziehen, die meist ambulant durchgeführt wird und etwa 30 Minuten dauert. Nachdem die Patienten ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament erhalten haben, sieht der Gastroenterologe mittels des vollständig flexiblen Video-Koloskops den gesamten Dickdarm ein, oft sogar auch den unteren Teil des Dünndarms. Ist etwas auffällig, wird eine Gewebeprobe entnommen. Selbst das Entfernen von Polypen erfolgt auf diese Weise sicher, schnell und schmerzlos. Bei unauffälligen Befunden findet nach 10 Jahren eine weitere Darmspiegelung statt.
Zur Früherkennung von Darmkrebs gehört ebenfalls der Test auf verborgenes Blut im Stuhl: Von 50 bis 54 Jahren erfolgt die Kontrolle der Stuhlproben zunächst jährlich, ab 55 Jahren – alternativ zur Darmspiegelung – im Abstand von zwei Jahren. Bei jüngeren Menschen mit Darmproblemen kommt auch der Stuhltest zum Tragen. Generell gilt: Sind Testbefunde positiv, wird meist eine Darmspiegelung durchgeführt.

Was wünschen Sie sich in diesem Zusammenhang für die Zukunft?
Darmkrebs ist hierzulande die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und Männern. Bekannt ist zum Beispiel, dass etwa 25 Prozent der Darmkrebspatienten eine familiäre, also erbliche Belastung haben. Hier ist auch Eigeninitiative der Patienten gefordert, damit eine frühzeitige Koloskopie, möglichst 10 Jahre vor Erkrankung des erstgradig Verwandten, durchgeführt werden kann – bei anschließend weiteren engmaschigen Kontrollen. Generell betrachtet wäre natürlich eine höhere Akzeptanz der Vorsorgeuntersuchungen innerhalb der Bevölkerung, besonders im Bereich der Darmspiegelungen, wünschenswert.

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Selbst ist die Frau: Ab 20 jährlich zur Untersuchung

Bereits bei jungen Frauen ab 20 Jahren wird jährlich eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Nach dem Anamnesegespräch folgen Tastuntersuchung und Scheidenspiegelung per Kolposkop: Durch die 10- bis 40-fache Vergrößerung dieses Geräts können selbst minimale Veränderungen an Muttermund und Scheidenwänden erkannt werden. Auch ein Abstrich der Schleimhautzellen vom äußeren Gebärmuttermund sowie dem Gebärmutterhals (Zervix) wird schmerzfrei entnommen, um im Labor auf Zellveränderungen untersucht werden zu können. Der Abstrich ist nach seinem Erfinder, dem griechischen Arzt Papanicolaou benannt und spürt unter der Kurzform „PAP-Test“ Gebärmutterhalskrebs bereits in der Vorstufe auf.

Zusätzlich werden ab dem 30. Lebensjahr jährlich Brust und Lymphknoten auf Veränderungen untersucht und abgetastet. Darüber hinaus übernimmt die IKK classic die Kosten für Kurse zur MammaCare-Methode, in denen Frauen das richtige Ertasten der eigenen Brust erlernen, bzw. bietet eigene MammaCare-Kurse an.

Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, wurde vor zehn Jahren das Mammographie-Screening eingeführt. Auf diese spezielle Röntgenuntersuchung, die feinste Details der Brustdrüsen abbildet, haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch. Neben der schriftlichen Einladung, sich in einer zertifizierten Screening- Einheit untersuchen zu lassen, gibt es darüber hinaus zusätzliche Informationen zum Untersuchungsablauf. Im Anschluss an die Untersuchung wird das Röntgenbild von zwei unabhängigen Untersuchern begutachtet und das Ergebnis innerhalb von sieben Werktagen an die jeweilige Teilnehmerin verschickt. Falls nötig, erfolgt gleichzeitig eine Einladung zu einer weiteren diagnostischen Abklärung.

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Ein Mann, ein Wort: Vorsorge ab 45

In Sachen Prostata sollten sich auch Männer ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich einer Kontrolle unterziehen. Selbst ohne Krebserkrankung hat fast jeder zweite Mann in der Altersgruppe ab 50 Jahren Probleme mit der Prostata, die sich häufig als erschwertes Harnlassen äußern. Meist sind diese zwar gutartigen Ursprungs – dennoch gilt: Krebs kann im Bereich der Prostata gänzlich ohne Beschwerden wachsen und er ist die häufigste Tumorart bei Männern. Daher umfasst die jährliche Untersuchung neben Fragen zu Veränderungen oder Beschwerden auch eine Begutachtung sowie eine schmerzfreie Tastuntersuchung des äußeren Genitals, der Prostata sowie der Lymphknoten. Im Anschluss an die Untersuchung erfolgt wie bei allen anderen Vorsorgeuntersuchungen auch eine Beratung und Befundmitteilung durch den behandelnden Arzt.

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