Grillen mit Genuss

Wenn laue Sommerabende nach draußen einladen, fühlen sich viele Grillmeister in ihrem Element. Kommt da Lagerfeuerromantik auf oder schmeckt frisch Gebrutzeltes einfach nur besonders gut? Fakt ist, dass Grillen eine nährstoffschonende und fettsparende Art der Zubereitung ist. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, was und wie viel man sich beim Gartenfest oder dem Picknick schmecken lässt. 

Es muss nicht immer Bratwurst sein

Ein unbeschwerter Grillabend fängt mit der richtigen Auswahl an: Empfehlenswert ist mageres oder nur leicht fettdurchzogenes, gut abgehangenes Fleisch. Damit es schön saftig bleibt, legt man es ein paar Stunden in eine würzige Marinade ein. Bevor es auf den Grill geht, wird die Marinade wieder abgetupft.

Geeignet zum Grillen sind neben Würstchen, Schnitzeln, Koteletts, Nacken- und Filetsteaks vom Schwein, Rindersteaks sowie Brust oder Keulen vom Geflügel. Und auch Käse, zum Beispiel griechischer Feta oder Grillkäse - gerne auch fettreduziert.

Auch Fisch kann hervorragend zum Grillen verwendet werden. Bevorzugte Sorten bei Süßwasserfischen sind: Forelle, Aal, Lachs und Schleie. Bei Seefischen: Makrele, Seezunge, Steinbutt und Hering.

Viele Gemüsesorten können gut gegrillt werden, zum Beispiel Tomaten, Zucchini, Zwiebeln, Champignons, Auberginen, Paprika oder Möhren. Das Gemüse am besten in Stücke schneiden, auf Spießchen stecken, mit Öl einpinseln und in einer Grillschale auf den Rost legen. Feste Gemüse eventuell vorher blanchieren.

Die gute Nachricht für Leckermäuler: Sogar der Nachtisch lässt sich auf dem Grill zubereiten.
Wie wäre es zum Beispiel damit:

Rezept "Gefüllte Pfirsiche"

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Pfirsiche
  • 2 EL Preiselbeeren aus dem Glas oder Johannisbeerkonfitüre
  • 2 EL Crème fraîche
  • Honig
  • 50 g Mandelblättchen
  • 8 Zahnstocher

Zubereitung:

  • Pfirsiche häuten, halbieren und entkernen
  • Preiselbeeren und Crème fraîche verrühren
  • je eine Pfirsichhälfte mit der Masse füllen, andere Hälfte aufsetzen und mit zwei Zahnstochern fixieren
  • Schnittkanten mit Honig einpinseln und in Mandelblättchen rollen
  • Pfirsiche auf einer geölten Grillschale von beiden Seiten jeweils 3 bis 5 Minuten grillen, dabei ab und zu leicht hin und her bewegen

Grillrezepte à la Patric Heizmann

Fetakäse mit Tomaten

Die fleischlose Alternative für die Grillsaison heißt: Feta! Der griechische Schafskäse macht angenehm satt, ist gesund, lecker und schnell zubereitet – besonders in Kombination mit frischem Gemüse wie zum Beispiel Tomaten, Zwiebeln und Lauch.

Das Feta-Grillrezept von Fitness- und Ernährungsexperte Patric Heizmann gibt's im Video.

Süßkartoffel mit Chili-Quark

Wie wäre es einmal mit exotischem Gemüse für den Grill? Die aus Südamerika stammenden Süßkartoffeln sind prall gefüllt mit Nähr- und Vitalstoffen. Außerdem regulieren sie den Blutzuckerspiegel. Zusammen mit Magerquark als Eiweißquelle ergibt sich eine rund um gesunde Mahlzeit vom Grill.

Das Süßkartoffel-Grillrezept von Fitness- und Ernährungsexperte Patric Heizmann gibt's im Video.

Noch mehr Grillrezept-Ideen

Zum Dippen und Marinieren

Senf und Ketchup gehören zu Gegrilltem sicher immer dazu. Aber leckere Dipps und Marinaden macht das zusätzliche Würzen mit einer Grillsauce oft überflüssig. Experimentieren Sie einfach mutig mit Gewürzen, frischen Kräutern und anderen Zutaten!

Wenn’s besonders schnell gehen soll, greift mancher Grillmeister zu fertigen Dressings und Pulver für Dipps. Wesentlich besser schmeckt’s natürlich selbst gemacht. So lassen sich außerdem viele Kalorien sparen. Verrühren Sie Magerquark mit stillem Mineralwasser, etwas Jodsalz und Pfeffer, am besten aus der Mühle.
Mit frischen Kräutern und Gewürzen wird’s

  • Mediteran: Basilikumblätter und Thymian
  • Asiatisch: Currypulver, Kurkuma oder asiatische Gewürzmischung
  • Deutsch: Dill und Schnittlauch (nicht zu viel, sonst übertönt er den Dillgeschmack)
  • Griechisch: zerdrückter Knoblauch, fein geriebene Gurke (damit’s nicht zu dünn wird, etwas abtropfen lassen)

Auch die Möglichkeiten, Grillfleisch zu marinieren sind vielfältig: Für die Basis sind Öl, Rotwein, Bier oder Sherry besonders geeignet, weil dadurch gleichzeitig das Fleisch zarter wird. Zum Würzen können neben Kräutern und Gewürzen auch Fruchtsaft, Sojasauce, Senf, Zwiebeln oder Knoblauch verwendet werden. Das Fleisch sollte komplett von der Marinade umhüllt sein und mehrere Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen. Zu Fisch und Gemüse passen am besten Kräuter-Öl-Marinaden.

Gesund genießen

Gepökeltes, zum Beispiel Kasseler, Leberkäse, Schinkenspeck oder Fleischwurst gehört nicht auf den Rost. Es enthält Nitritpökelsalze, die direkt im Fleisch die Entstehung krebserzeugender Nitrosamine bewirken. Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren erkennt man  an der rötlichen Farbe. Wer beim Fleischer nachfragt, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wichtig ist auch, dass kein Fett in die Glut tropft, denn beim Verbrennen von Fett entstehen krebserregende Stoffe. Besser ist es, Aluschalen auf den Grill zu stellen. Die gibt es in jedem Supermarkt. Sie fangen das Fett auf. Und so manche kleine Leckerei lässt sich auch viel besser grillen. Stark verkohlte Stellen, egal ob bei Fleisch, Fisch, Obst oder Gemüse, sollten entfernt werden.

4 Grill-Tipps für mehr Sicherheit

  • Ob Sie sich für den beliebten Holzkohlegrill, ein Elektromodell oder einen mit Propangas betriebenen Grill entscheiden – auf jeden Fall muss das Gerät stabil sein. Da heißt es schon beim Kauf genau hinzuschauen. Für alle Grillsysteme gilt: Die Signets TÜV und GS bürgen für Qualität und stehen für ein Mindestmaß an Sicherheit.
  • Stellen Sie das Gerät nur auf einer ebenen Fläche auf. Achten Sie darauf, keine brennbaren Gegenständer in der Nähe des Grillplatzes aufzubewahren.
  • Verwenden Sie zum Anzünden der Holzkohle nur einen speziellen Grillanzünder. Brennspiritus oder Benzin können zu gefährlichen Verpuffungen führen. Zünden Sie das Grillfeuer am besten mit einem langen Streichholz an. Wer ein Feuerzeug benutzt, verbrennt sich schnell die Finger.
  • Wenn Ihre Jüngsten beim Grillen mithelfen wollen, dann nur unter Ihrer Aufsicht. Behalten Sie den Grill auch dann im Auge, wenn nichts mehr auf dem Rost liegt – die Holzkohle glüht lange Zeit nach und ist sehr heiß.