Frieren – Das hilft gegen kalte Hände und Füße

Minusgrade und Schmuddelwetter machen vielen Menschen zu schaffen. Kalte Füße, rote Nase und leichtes Frösteln gehören zu den ständigen Begleitern. Wappnen Sie sich gegen die Kälte – es lohnt sich. Dann können Sie unbeschwert auf Eisbahn, Skipiste und Rodelhang frische Luft und Wintersonne tanken.

Egal, wie das Wetter ist: Die Temperatur im Inneren unseres Körpers beträgt etwa 37 Grad. Denn wir Menschen sind in der Lage, unsere Kerntemperatur unabhängig von der Außentemperatur konstant zu halten. Damit auch in einer kalten Umgebung die lebenswichtigen inneren Organe warm gehalten werden können, verengen sich die Blutgefäße in den "Außenstellen" des Körpers – so wird die Wärmeabgabe nach außen reduziert. Das trifft unter anderem Hände, Kopf und Füße: Sie werden schlechter durchblutet – wir frieren.

Beim Frieren sind Frauen übrigens im Nachteil: Sie haben eine größere Hautoberfläche, die der Kälte mehr Angriffsfläche bietet. Zudem verfügt der männliche Körper über mehr wärmende Muskelmasse, das am besten durchblutete Gewebe des Menschen.

Abhärten und bewegen

Das einfachste Gegenmittel gegen kalte Hände und Füße ist Bewegung. Statt mit kalten Füßen auf die verpasste Straßenbahn oder den Bus zu warten, wärmen Sie sich durch den Fußmarsch zur nächsten Haltestelle auf.

Die beste Vorsorge gegen Frieren ist Abhärten, zum Beispiel in der Sauna mit anschließendem Abreiben im Schnee oder eiskaltem Tauchbad. Auch wer viel draußen ist, trotzt der Kälte besser. Hundehalter sind hier klar im Vorteil, denn sie sind regelmäßig und bei jedem Wetter an der frischen Luft.

Wichtig ist auch die richtige Kleidung: Vlies oder Daunen isolieren besonders gut, außerdem sollte die Jacke wasserabweisend sein.

Auf warmen Füßen durch den Winter

So lustig es klingt: Gut durchblutete und warme Füße sorgen für eine ebenso gut durchblutete Nasenschleimhaut. Und das hält die Schnupfenviren fern. Wichtigstes "Hilfsmittel", um erst gar keine kalten Füße zu bekommen, ist das richtige Schuhwerk. Darauf sollten Sie achten:

  • Zu enge Schuhe und Strümpfe gehören in die Mottenkiste, nicht an die Füße. Alles, was die Durchblutung hemmt, lässt die Füße frösteln!
  • Beim Schuhkauf unbedingt darauf achten, dass nicht nur das Obermaterial wasserabweisend ist, sondern auch für eine ausreichende Belüftung und einen guten Austausch zwischen frischer Luft von außen und erwärmter Luft im Schuh gesorgt ist.
  • Füße nicht den ganzen Tag im Schuh belassen und erst nachts zum Schlafengehen herausholen. Sonst lautet das Ergebnis: Fußgeruch und müde Glieder. Wenn der Luftaustausch nicht mehr funktioniert, erwärmen sich die Füße zu stark und beginnen zu schwitzen. Die entstehende Feuchtigkeit kann im Schuh nicht verdunsten, die Füße fühlen sich kalt und feucht an und unser Körper reagiert ähnlich einer Unterkühlung. Daher Zuhause möglichst schnell die Schuhe aus und in bequeme Hausschuhe schlüpfen.
  • Wer seine Füße bewegt, hält sie warm: Probieren Sie es unterwegs mit Fußgymnastik. Einfach auf die Zehenspitzen stellen, dann bis zum Fußballen absenken – mehrmals wiederholen. Bei längerem Sitzen die Beine nicht übereinanderschlagen; auch hier wird die Blutzirkulation gebremst. Zwischendurch die Füße kreisen lassen.

Doch mal kalte Füße?

Schnelle Hilfe bei Eisfüßen bieten Wechselbäder. Eine große Schüssel mit warmem Wasser füllen, eine zweite mit kaltem. Jetzt abwechselnd die Füße hineinstellen: Fünf Minuten warm baden, dann für zehn Sekunden ins kalte Wasser. Das ganze zweimal, aufgehört wird immer mit dem kalten Reiz. Zum Schluss die Füße mit einem Handtuch abfrottieren.

Wem nachts die Füße kalt werden, sollte beim Schlafen warme Wollsocken tragen. Oder vorm Zubettgehen mit den Händen erst beide Füße durchkneten, dann die Badewanne zur Hälfte mit kaltem Wasser füllen, darin auf und ab schreiten wie ein Storch. Anschließend die Tropfen abstreichen und mit noch feuchten Füßen ins Bett gehen, warm zudecken.

Auch die Massage mit einem Fußroller oder einer Trockenbürste oder ein Fußbad mit ätherischen Ölen erweitern die Gefäße und fördern die Durchblutung. Im Idealfall sollten Füße auf diese Art zweimal in der Woche verwöhnt werden. Zudem belebt eine regelmäßige Fußpflege müde Glieder und beugt Fußpilzerkrankungen vor.

Wenn das alles nicht hilft und Ihnen ständig die Füße frieren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Niedriger Blutdruck, Herzfehler oder Diabetes können sich in eisigen Füßen zeigen. Auch Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen sind mögliche Ursachen für dauerhaft kalte Füße. Wer stark raucht und zuviel Kaffee trinkt, riskiert ebenso kalte Füße wie jemand, der sich zu wenig bewegt. Verengte Gefäße lassen die Extremitäten schlechter durchbluten.

Unsere Top 5 gegen Frost

  • Lachen: Wer viel lacht, stört sich weniger an eiskalten Händen. Das wurde inzwischen sogar wissenschaftlich erforscht.
  • Heißgetränke: Heiße Tassen wärmen schon beim Anfassen. Sind sie dann noch mit Ingwertee, heißer Schokolade mit Chili oder einem Gewürzkaffee mit Nelken, Kardamom und Zimt gefüllt, kann uns die Kälte nichts mehr anhaben.
  • Suppe: Auch Suppen und Eintöpfe sind wahre Frostkiller! Eine Hühnersuppe mit Ingwer, Thaicurry, Knoblauch, Chili und Pfeffer vertreibt nach einer ausgedehnten Winterwanderung auch den letzten Kälteschauer.
  • Kopfbedeckung: Gut, dass Mützen zurzeit wieder "in" sind. Dass die meiste Körperwärme über den Kopf verloren geht, ist zwar ein typischer Gesundheitsmythos. Trotzdem schützen eine warme Kopfbedeckung sowie Schal und Handschuhe vor eisiger Kälte. Also her mit Mütze & Co.!
  • Zwiebel-Look: Zwiebeln sind ganz schön clever – machen wir's wie sie! Mehrere dünnere Bekleidungsteile statt eines mega-dicken Pullovers lautet die Devise. So frieren wir nicht auf dem Weg zur Arbeit und schwitzen auch nicht im Büro.