Katerkiller

Bye, bye Brummschädel! Ob Silvester, Karneval oder Geburtstagsparty – nicht selten folgt auf die beste Partylaune ein übler Kater mit Kopfschmerz, Übelkeit und Kraftlosigkeit. Damit der Tag danach erträglicher wird, haben wir hilfreiche Katerkiller und Vermeidungsstrategien zusammengefasst. Keine Bange – wer diese beherzigt, muss nicht zur Spaßbremse werden, ganz im Gegenteil.

Ausreichend schlafen

Zu wenig Schlaf und zu viel Alkohol – da sind Kopfschmerzen garantiert. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist meist ohnehin gestört. Starten Sie besser ausgeruht statt ausgepowert in die Partynacht.

Sauerstoff tanken

Durch den Aufenthalt in verrauchten Räumen entsteht möglicherweise Sauerstoffmangel. Bewegung, beispielsweise Tanzen, und gelegentliches Tanken von Frischluft beugen einem Sauerstoffmangel vor, der den Katerkopfschmerz verstärken kann.

Richtig trinken

Süße alkoholische Getränke bescheren häufiger einen Brummschädel als beispielsweise Weinschorle oder Bier. Vor allem in Cocktails, Beerenwein und Likör steckt viel Zucker.

Meiden Sie außerdem konzentrierte Alkoholika; vor allem Produkte, die während der Herstellung verschnitten (also: vermischt) werden. Dazu zählen beispielsweise Brandy, bestimmte Whiskysorten („blended“) und billige Rotweine.

Gut, dass gute Stimmung auch ohne Hochprozentiges aufkommt. Und je länger die Party dauert, umso häufiger sollten Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen „getankt" werden, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers einigermaßen aufrechtzuerhalten. Denn Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit.

Geräusche dämpfen

Im Alltag werden viele Geräusche als Lärm empfunden, in der Freizeit ist das meist ganz anders. Laute Musik, Tröte und Böller oder der platzende Luftballon stören beim Karneval oder zu Silvester wohl nur die wenigsten. Gönnen Sie Ihren Ohren ein bisschen Schonung: Kleine Gehörstöpsel sind kaum zu sehen und dämpfen den Geräuschpegel.

Guten Appetit

Süßigkeiten und Knabberzeug haben es ganz schön in sich. Damit nach der Party die böse Überraschung auf der Waage ausbleibt, startet man am besten nicht hungrig in die Festivität. Dann fällt es gleich viel leichter, bei den Naschereien weniger oft zuzugreifen.

Küsschen, Küsschen

Tolle Stimmung und nette Leute – doch bitte nicht zu viel Sorglosigkeit. „Gib AIDS keine Chance“ und "Machs mit“ – diese Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollte man seiner Gesundheit zuliebe natürlich auch in der ausgelassensten Feierlaune beherzigen.

Hand drauf

Begrüßen Sie Ihre Mitmenschen gerne mit Handschlag? Dann sollten Sie künftig lieber einen Begrüßungskuss auf die Wange verteilen. Denn durch Händeschütteln werden viel häufiger Erkältungs- und Magen-Darm-Viren übertragen als beim Küssen. Natürlich wird dennoch kaum jemand alle und jeden küssen wollen. Das behält man sich ja meist nur denen vor, die man wirklich mag. Dann hat das Küsschen einen weiteren positiven Effekt für die Gesundheit: Glückshormone pur! Der Glücksbotenstoff Serotonin steckt zwar auch in Schokolade, aber leider hat er da die bekannten Nebenwirkungen.

Linderung am „Tag danach“

Vielleicht haben Sie unsere Tipps zur Vorbeugung nicht ausreichend umgesetzt und liegen am nächsten Morgen mit einem Brummschädel im Bett? Dann empfehlen wir folgende Erste Hilfe-Tipps:

  • Wenn es Sie nun nach Rollmöpsen und sauren Gurken gelüstet, dürfen Sie zugreifen und Ihren Elektrolythaushalt ausgleichen. Noch besser: ein Frühstück mit Vollkornprodukten, Eiern und frischem Obst.
  • Durst löschen Sie mit Fruchtsaftschorle, keinesfalls mit alkoholischen Getränken. Das würde die Katerbeschwerden verzögern und verstärken. Verzichten Sie also besser auf das Sektfrühstück.
  • Raus an die frische Luft! Eigentlich möchte man sich mit einem Kater am liebsten gar nicht bewegen, aber genau das ist falsch. Machen Sie, wenn möglich, einen Spaziergang. Die leichte Bewegung an der frische Luft bringt Ihren Stoffwechsel und Kreislauf wieder in Schwung.
  • Übrigens: Ein „Ausschwitzen“ des Katers in der Sauna kann gefährlich sein. Weil der Alkohol die Gefäße erweitert und die Anpassung des Kreislaufs beeinträchtigt, wird das Herz durch den Heiß-Kalt-Wechsel möglicherweise überfordert. Es gilt also: Mit einem Kater nicht in die Sauna!