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Endlich Nichtraucher werden

Überzeugende Gründe für den Abschied vom blauen Dunst gibt es genug – zum Beispiel, weil man sein Geld sinnvoller ausgeben möchte, weil man seinen Kindern ein Vorbild sein will und natürlich auch, weil einem die eigene Gesundheit wichtig ist. Mit der richtigen Strategie und Unterstützung gelingt es meist besser. Und wir fragen einen Experten, ob die E-Zigarette dabei eine Hilfe ist.

Schätzungsweise die Hälfte aller Raucher möchte gerne mit ihrem Laster aufhören. Statistisch gesehen gelingt es aber gerade einmal jedem Siebten, dem Griff zur Zigarette aus eigener Kraft zu widerstehen. Je mehr persönliche Gründe Sie haben, um mit der Qualmerei aufzuhören, umso entschlossener gehen Sie zur Sache! Wir bieten Ihnen noch ein paar Argumente gegen den blauen Dunst und vor allem Tipps, damit Sie Ihren Vorsatz erfolgreich in die Tat umsetzen. 

Warum Aufhören schwierig ist

Der Abschied vom Glimmstängel fällt den meisten Rauchern extrem schwer. Denn die körperliche Abhängigkeit wird noch durch erlernte Verhaltensweisen verstärkt. In bestimmten Schlüsselsituationen - zum Beispiel in fröhlicher Runde, beim Kaffeetrinken, nach dem Essen, in der Kneipe oder nach dem Sex - sorgt Nikotin für eine erhöhte Ausschüttung von "Wohlfühl"-Botenstoffen: Es entstehen besondere Glücksgefühle. Raucher lernen durch tausendfache Wiederholung, dass das Schöne im Leben durch die Zigarette noch veredelt wird. Damit wird die Entwöhnung kompliziert. Der Süchtige muss nicht nur die körperliche Abhängigkeit überwinden. Sein Gehirn muss außerdem lernen, dass Bier und Latte Macchiato auch ohne Glimmstängel schmecken - und dass Konzentration und Leistung, Entspannung und Geselligkeit ohne Nikotin genauso gut möglich sind. Die Erfolgsquote eigenständiger Aufhörversuche ist deshalb gering: Höchstens fünf von 100 Rauchern schaffen es ganz alleine, auf Dauer von der Kippe loszukommen.

Bewährte Hilfen verbessern die Ausstiegschancen erheblich: Zu den wirksamsten Methoden zählt die Verhaltenstherapie in einer Gruppe. Diese besteht meist aus etwa acht Personen. Meistens genügen maximal 10 Sitzungen. Etwa ein Drittel der Treffen erfolgt vor dem vereinbarten Schlusspunkt-Termin; unmittelbar danach helfen Mechanismen der Selbstkontrolle und Belohnungsstrategien. In einer abschließenden Stabilisierungsphase werden alternative Verhaltensweisen und Strategien zur Rückfallvermeidung erlernt.

Wer einer Gruppentherapie skeptisch gegenübersteht, kann den Ausstieg auch mit Hilfe einer strukturierten Selbsthilfe-Anleitung schaffen. Entsprechende Handbücher geben Hilfestellung – die erforderliche Disziplin liefern sie leider nicht. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Unterstützung, zum Beispiel mit Medien oder einem Nichtraucher-Telefon.

Gute Vorbereitung auf ein rauchfreies Leben

  • Unterstützung: Informieren Sie Freunde, Bekannten und Familienangehörigen über Ihren Entschluss. So geraten diese nicht in Versuchung, Ihnen eine Zigarette anzubieten.
  • Motivation: Machen Sie eine Liste aller Gründe, warum Sie mit dem Rauchen aufhören möchten. Hängen Sie diese gut sichtbar an den Stellen auf, an denen Sie üblicherweise geraucht haben.
  • Organisation: Entsorgen Sie restliche Zigaretten sowie Streichhölzer und Feuerzeuge. Verbannen Sie die Aschenbecher aus Ihrem Blickfeld. Gönnen Sie sich eine professionelle Zahnreinigung. Waschen Sie Vorhänge und Kissen, damit sie nicht mehr nach Rauch riechen. Lüften Sie Kleidung und Wohnung ordentlich durch.
  • Einkauf: Viel trinken ist jetzt wichtig. Halten Sie also genügend Mineralwasser bereit. Versorgen Sie sich gegen etwaige Hungergefühle mit viel frischem Obst der Saison. Deponieren Sie überall dort zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons, wo Sie früher Zigaretten hatten.

IKK-Angebote

Ob Sie mit professioneller Hilfe in einem Nichtraucherkurs oder durch das Erlernen einer Entspannungstechnik erfolgreich zum Nichtraucher werden – die IKK classic unterstützt Sie bei Ihrem Vorhaben. In unserem umfangreichen Kursangebot findet sich bestimmt auch für Sie der passende Gesundheitskurs. Im Rahmen Ihres Gesundheitskontos bezuschussen wir die Teilnahme an vielen Kursen.