Startklar für den Schulanfang

Sie werden Schulanfänger, Erstklässler, Abc-Schützen oder I-Dötzchen genannt. Eines ist ihnen gemeinsam – die Freude auf den allerersten Schultag. Lernen macht Spaß, ist aber auch eine große Aufgabe für kleine Leute. Helfen Sie Ihrem Kind beim Start in den neuen Lebensabschnitt.

Die Schultüte: Nicht nur Süßes für die Süßen

Was wäre der erste Schultag ohne eine Zucker- oder Schultüte? Meist bleibt es nicht bei einer - auch Verwandte und Freunde bringen so eine süße Überraschung mit. Schön, wenn in der Zuckertüte auch noch ein paar andere Überraschungen stecken. Sprechen Sie sich mit Verwandten und Freunden ab, was in die Tüte kommen soll. So wird es eine bunte und nicht nur süße Freude für den Schulanfänger.

  • Praktisches: Lunchbox, Buntstifte, witzige Radiergummis, Wecker, Hausaufgabenheft mit der Lieblingsband, eine Geldbörse zum Umhängen...
  • Zum Spielen und Basteln: Mikado, Jojo, Lego-Steine, Puzzle, Knetmasse, Kartenspiele, Strickliesel, Springseil...
  • Leichte Naschereien: Studentenfutter, Russisch Brot, Vollkornkeks, Puffreis, Popcorn...

Die Brotdose: Die Mischung macht's

Ein gutes Frühstück ist die Grundlage, damit es in der Schule gut läuft. Es füllt die Energievorräte auf und liefert die notwendige Kraft für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit am Morgen. Leider geht fast die Hälfte der Schüler aus dem Haus, ohne ausreichend gefrühstückt zu haben.

Das Pausenfrühstück gibt dann den Energieschub für die zweite Hälfte des Vormittags. Frühstück und Pausenbrot zusammen sollten ein Drittel des Tagesbedarfs an Energie und Nährstoffen liefern.

Vier Zutaten brauchen ein ausgewogenes Frühstück und ein gesundes Pausenbrot: Getreide, Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse und ein Getränk.
Wichtig sind auch die kleinen „Geheimnisse“, damit das Pausenbrot nicht unausgepackt im Mülleimer landet. Abwechslung, Mitspracherecht der Kinder und witzige Verpackungen sind der Schlüssel zum Erfolg. 

  • Gemüse schmeckt auch Gemüsemuffeln, wenn Sie es in witzige Formen schneidet oder aus verschiedenfarbigen Paprikastreifen einen Strauß macht und mit einem Band aus Schnittlauch zusammenbindet.   
  • Nehmen Sie unterschiedliche Brotsorten – auch bunt belegtes Knäckebrot kann schmecken. Oder verwenden Sie zwei verschiedene Brotsorten, z.B. oben Toastbrot und unten Mischbrot.
  • Bestreichen Sie das Brot statt mit Wurst mal mit Frischkäse und geraspelter Möhre. Kleine Fladenbrote lassen sich mit Rohkost, Mozzarella oder Kräuterquark füllen. Salatblätter, Tomaten, Gurken, Radieschen oder Ei peppen den Belag zusätzlich auf.  

Noch abwechslungsreicher wird es in der Brotbüchse mit unseren schnellen Rezepten für gesunde und kindgerechte kindgerechte Brotaufstriche (PDF). Probieren Sie es aus!

Der Ranzen: Täglicher Begleiter Ihres Kindes

Beim Ranzenkauf treffen Ihre Vernunft und die Wünsche Ihres Schulkindes aufeinander. Achten Sie beim Ranzenkauf nicht nur auf Design und Preis, sondern auch auf das Etikett. Hier finden Sie Angaben, ob das favorisierte Modell auch die DIN 58124 erfüllt: Dann hat der Ranzen ein geringes Eigengewicht, ist haltbar, wasserabweisend, körpergerecht und damit rückenschonend sowie mit Reflektoren ausgestattet.

  • Wählen Sie den Ranzen gemeinsam mit Ihrem Kind aus. Nehmen Sie sich dafür Zeit. Lassen Sie "Probe tragen", um Größe und Passform zu überprüfen.
  • Achten Sie auf mindestens vier Zentimeter breite, gepolsterte Tragegurte. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Tragegurte passend und gleichmäßig eingestellt sind.
  • Ein Ranzen mit leuchtenden Farben und breiten Reflektorstreifen sorgt auf dem Schulweg für mehr Sicherheit.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Schulranzen nicht über einer Schulter oder gar in der Hand trägt, sondern auf dem Rücken.
  • Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte der Ranzen die Konturen des Kindes nicht überragen, also nicht seine Beweglichkeit einschränken.
  • Rucksäcke und Tragetaschen sind ungeeignet, Trolleys eher unpraktisch
  • Leichter wird der Schulranzen auch, wenn Sie Ihrem Kind beim Packen helfen: Was braucht es wirklich? Alles nicht unbedingt Notwendige sollte zu Hause bleiben. Können Sport- oder Bastelutensilien in der Schule deponiert werden? 

Der Schulranzen sollte ohne Bücher, Hefte und Federmappe nicht mehr als ein Kilogramm wiegen. Wie viel der gepackte Ranzen Ihres Kindes wiegen darf, hängt von seinem Körpergewicht ab.

Das richtige Ranzengewicht

Achten Sie beim Kauf des Schulranzens auf ein "Leichtgewicht", das nicht mehr als ein Kilogramm auf die Waage bringt.

Als Faustregel für den gepackten Ranzen gilt: Kinder sollten nicht viel mehr als zehn Prozent des eigenen Körpergewichts auf dem Rücken tragen. Stellen Sie Ihr Kind einmal mit und einmal ohne gepackten Ranzen auf die Personenwaage. Die Differenz sagt Ihnen, ob die Schultasche das richtige Gewicht hat.

So viel darf der Ranzen wiegen

Körpergewicht Ranzengewicht

18 - 23 Kilogramm

2,2 - 2,8 Kilogramm

24 - 28 Kilogramm

2,9 - 3,4 Kilogramm

29 - 33 Kilogramm

3,5 - 4,0 Kilogramm

34 - 38 Kilogramm

4,1 - 4,6 Kilogramm

39 - 43 Kilogramm

4,7 - 5,2 Kilogramm

44 - 48 Kilogramm

5,3 - 5,8 Kilogramm

49 - 53 Kilogramm

5,9 - 6,4 Kilogramm

54 - 58 Kilogramm

6,5 - 7,0 Kilogramm

Der Schulweg

Üben, üben, üben

Eine der wichtigsten Elternaufgaben vor dem Schulstart ist die Vorbereitung des Schulwegs. Da Schulanfänger oftmals Gefahrenquellen im Straßenverkehr übersehen, sollten Eltern ihr Kind in den ersten Wochen auf dem Weg zur Schule begleiten.

Kinder können weder die Entfernung noch die Geschwindigkeit von Fahrzeugen einschätzen. Außerdem lassen sie sich gern ablenken. Lotsen Sie Ihren Sprössling sicher durch den Verkehr - mit klaren Anweisungen, viel Übung und einigen Vorsichtsmaßnahmen. Sprechen Sie über das richtige Verhalten im Straßenverkehr mit Ihrem Kind, auch wenn es kein Schulanfänger mehr ist.

Um den Straßenverkehr aus Sicht eines Kindes zu erleben, sollten Sie ruhig einmal in die Hocke gehen. Wer einige Köpfe kleiner ist, muss schon sehr genau hinsehen, um andere Verkehrtsteilnehmer wahrzunehmen. Ob Ihr Kind zu Fuß zur Schule geht, mit dem Rad fährt oder Bus und Bahn nutzt, Vorsicht ist überall geboten.

Tipps für einen sicheren Schulweg

Kinder können weder die Entfernung noch die Geschwindigkeit von Fahrzeugen einschätzen. Außerdem lassen sie sich gern ablenken. Lotsen Sie Ihren Sprössling sicher durch den Verkehr - mit klaren Anweisungen, viel Übung und einigen Vorsichtsmaßnahmen.

  • Sicherheit geht vor: Nicht immer ist der kürzeste Schulweg auch der sicherste. Ihr Kind sollte die Straße möglichst nur an Ampeln und Fußgängerüberwegen überqueren. Prägen Sie Ihrem Kind den Merksatz "Stehen bleiben - Schauen - Gehen" ein. 
  • Schulweg üben: Gehen Sie den Schulweg zu den üblichen Schulzeiten. So lernt Ihr Kind die "echten" Verkehrsbedingungen kennen. Üben Sie nicht nur den Weg zur Schule sondern auch den Heimweg. Gehen Sie den Schulweg gemeinsam mit Ihrem Kind bis er sicher sitzt - mindestens sieben Mal. Auch ein Rollentausch trainiert. Hier führt das Kind die Eltern zur Schule und weist auf Gefahrenquellen hin.
  • Ausreichend Zeit einplanen: In der Eile vergessen Kinder meist alle Sicherheitshinweise. Ihr Kind sollte etwa eine Viertelstunde vor Unterrichtsbeginn in der Nähe des Schulgebäudes sein. Wenn Sie verschlafen haben: Hetzen Sie Ihr Kind nicht nur Schule. Schreiben Sie lieber einen Entschuldigungszettel. Sicherheit geht vor.
  • Mit Bus und Bahn: Üben Sie den Schulweg auch, wenn Ihr Kind mit Bus oder Straßenbahn fahren muss. Zuerst machen Sie eine gemeinsame Probefahrt. Dann fährt Ihr Kind allein und Sie erwarten es an der Haltestelle. Wichtig ist, dass Ihr Kind immer rechtzeitig an der Haltestelle ist und nicht unter Zeitdruck über die Straße rennen muss. Üben Sie auch das Verhalten an der Haltestelle: erst an den Bus oder die Bahn herantreten, wenn der Bus zum Stehen gekommen ist und die Türen geöffnet hat. Nach dem Aussteigen muss Ihr Kind immer warten, bis der Bus weggefahren ist und erst dann die Fahrbahn überqueren - möglich am nächsten Fußgängerüberweg oder einer Ampel.
  • Verhalten im Straßenverkehr: Auch das Verhalten an Zebrastreifen und Ampeln sollte geübt werden. Eltern müssen ihrem Kind vermitteln, dass auch an vermeintlich sicheren Straßenübergängen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Wichtig zu wissen: Kinder brauchen nicht nur länger als Erwachsene, um die Straße zu überqueren, sondern reagieren auch in Problemsituationen wesentlich langsamer. Im Durchschnitt brauchen sie die zweieinhalb- bis dreifache Zeit.
  • Achten Sie auf die richtige Kleidung: Kaufen Sie - vor allem für die dunkle Jahreszeit - helle Kleidung. Motorisierte Verkehrsteilnehmer können Kinder so wesentlich besser wahrnehmen. Einige Hersteller rüsten Kinderkleidung mit reflektierenden Materialien aus. Das sieht nicht nur chic aus, es ist vor allem sicher. Reflektoren am Schulranzen bieten zusätzliche Sicherheit.
  • Zeigen Sie Beispiele: Machen Sie Ihr Kind auf falsche Verhaltensweisen von Erwachsenen oder älteren Kindern sowie auf mögliche Gefahrenquellen aufmerksam. Und vor allem: Seien Sie Ihrem Kind - besser noch allen Kindern - selbst Vorbild beim Überqueren der Straße.
  • Mit dem Rad zur Schule: Mit dem Fahrrad zur Schule sollte Ihr Kind frühestens im dritten oder vierten Schuljahr. Helm und verkehrssicherer Zustand sind natürlich selbstverständlich. Ob Schulweg oder in der Freizeit: Auf Straßen haben Kinder mit Fahrrad oder Roller mindestens bis zum achten Lebensjahr auf keinen Fall etwas verloren. Die reflektierenden Warnwesten gehören inzwischen zur Standardausrüstung für Autofahrer und sind meist für wenig Geld erhältlich. Falls keine Jacke mit reflektierenden Elementen zur Hand ist, kann Ihr Kind so eine Weste auch über der Straßenkleidung tragen. So sind kleine Radfahrer besser zu erkennen.

Infos zum Schulstart

Mit dem ersten Schultag beginnt ein neuer Lebensabschnitt für kleine ABC-Schützen. Gemischte Gefühle wie Vorfreude und Unsicherheit sind da ganz normal. Wie Eltern Ihrem Kind den Schulstart erleichtern können, lesen Sie in unserer kostenlosen Broschüre "Endlich geht's los! Tipps für die erste Klasse" (PDF).