Schwangerschaft: Wenn der Storch seine Runde dreht

Die Regel ist ausgeblieben, das Herzklopfen steigt. Für manche Frauen ist der Schwangerschaftstest aus dem Drogeriemarkt ein ganz besonderes Ereignis, das mit dem Partner oder der besten Freundin gefeiert wird. Andere gehen lieber gleich zum Frauenarzt. Und wenn der Test positiv ist – wie geht es dann weiter?
Wann kommt eigentlich mein Baby?“ Das ist die erste Frage, die sich viele Frauen stellen. Dass eine Schwangerschaft 40 Wochen dauert, wissen wir alle. Aber wann beginnt sie eigentlich wirklich? Da die meisten Paare den genauen Empfängnistermin nicht kennen, rechnet man einfach 280 Tage ab dem Beginn der letzten Regel. Oder man nutzt einen Geburtsterminrechner im Internet.

Gut für die Mutter – gesund fürs Kind

Ab jetzt gilt es, für zwei zu denken: Was Sie tun, was Sie essen, wie Sie sich fühlen – alles hat Einfluss auf Ihr Kind. Aber übertreiben Sie es nicht mit der Fürsorge: Schwangerschaft ist die normalste Sache der Welt, keine Krankheit! Sorgen Sie gut für sich, denn wenn Sie sich wohlfühlen, entwickelt sich Ihr Baby auch gut.

Für zwei denken heißt übrigens nicht für zwei essen. Ihr Kalorienbedarf steigt nur um etwa 250 Kalorien pro Tag, das entspricht ungefähr einer Portion Früchtemüsli oder einem Käsebrot. Ernähren Sie sich gesund, ausgewogen und vollwertig, das ist die beste Basis für Ihr Kind. Verzichten Sie auf Alkohol und Tabak. Nichts spricht gegen eine Tasse Kaffee, um morgens oder nach dem Mittagessen in Schwung zu kommen. Ersetzen Sie im Tagesverlauf koffeinhaltige Getränke öfter mal durch einen Kräutertee.

Manche Schwangere will allerdings nicht für zwei essen, sondern leidet im Gegenteil sehr unter Übelkeit. Meist verschwindet dieses Unwohlsein, das auf die hormonelle Umstellung des Körpers zurückzuführen ist, etwa ab dem vierten Schwangerschaftsmonat von selbst. Vielen Frauen hilft es, mehrere kleine Mahlzeiten statt großer Hauptmahlzeiten zu essen. Auch eine Tasse Ingwertee morgens kann Wunder wirken. Wer allerdings an Gewicht verliert oder häufig erbrechen muss, braucht ärztliche Hilfe. Vor allem der Bedarf an dem für die Zellentwicklung wichtigen B-Vitamin, Folsäure sowie an Jod und Eisen ist in der Schwangerschaft höher als sonst. Möglicherweise wird Ihnen der Arzt die zusätzliche Einnahme empfehlen.  

Gute Angewohnheiten beibehalten

Natürlich sollen Sie nicht während der Schwangerschaft Ihren ersten Marathon laufen. Aber wer vor der Schwangerschaft sportlich war, der soll das auch weiterhin bleiben. Gehen Sie Ihrem Baby zuliebe auf Nummer sicher und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Für die, die sich beim Step-Training oder beim Karate jetzt fehl am Platz fühlen, gibt es spezielle Angebote wie Yoga für Schwangere oder besonders rückenschonende Gymnastik. Je mehr der Bauch wächst, umso lieber gehen viele Schwangere zum Schwimmen oder zur Aqua-Fitness. Auch wenn es mit Bauch beschwerlich ist: Bewegung tut in jedem Fall gut. Ihre IKK classic informiert Sie gern über spezielle Sportangebote für Schwangere.

Viele werdende Mütter wünschen sich gerade vor der Geburt des ersten Kinds noch eine Reise zu zweit. Egal ob nah oder etwas weiter weg, an den See, in den Bergen oder auf Balkonien, für ein Wochenende oder länger: Zu zweit lässt sich die Schwangerschaft gleich doppelt genießen. Der beste Zeitraum für Reisen ist zwischen der 14. und der 30. Schwangerschaftswoche. Aber natürlich können Sie, wenn Sie sich gut fühlen, auch davor oder danach verreisen. Tipp: Tragen Sie auf längeren Reisen im Auto oder im Flugzeug am besten Stütz- oder Reisestrümpfe. Das minimiert das Risiko einer Thrombose.

Auch beruflich müssen Sie sich, solange Sie sich gut fühlen, nur einschränken, wenn Sie nachts arbeiten oder mit gefährlichen Stoffen in Berührung kommen. Für Schwangere, die ansteckenden Krankheiten ausgesetzt sind (Krankenschwestern, Erzieherinnen etc.), gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber oder Ihre IKK classic!

Alle gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen und das Ausstellen des Mutterpasses sind für Versicherte der IKK classic selbstverständlich kostenlos. Ultraschall- und Laboruntersuchungen, insbesondere der Test auf Rötelantikörper, sind in regelmäßigen Abständen vorgesehen und schaffen Sicherheit für Mutter und Kind. Hierzu gehören unter anderem die Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor, Untersuchungen auf bestimmte Krankheiten sowie die Ermittlung des Eisengehalts im Blut. In manchen Fällen ist auch ein Zuckerbelastungstest erforderlich. Übrigens können Sie die Vorsorgeuntersuchungen nach Ihrer Wahl bei einer Hebamme oder in der Frauenarztpraxis oder auch im Wechsel bei beiden durchführen lassen. Lediglich der Ultraschall ist eine ärztliche Leistung und kann nicht von der Hebamme vorgenommen werden.

Eine Hebamme, die zu Ihnen passt, finden Sie meist über Empfehlungen aus dem Freundeskreis – oder Sie fragen bei Ihrer IKK classic nach. Zusätzlich zu den gesetzlich festgelegten Vorsorgeleistungen bieten manche Ärzte und Hebammen weitere Leistungen (IGeL) an. Bevor Sie sich dafür entscheiden, hinterfragen Sie bitte nicht nur die Kosten, sondern auch, warum Ihnen diese Untersuchungen empfohlen werden. Der bei vielen Schwangeren beliebte 3-D-Ultraschall ist zum Beispiel medizinisch völlig bedeutungslos. Ihr Kind entwickelt sich nicht schlechter, wenn Sie auf dieses „Baby-Fernsehen“ verzichten. Auch die verschiedenen Verfahren der Pränataldiagnostik (Fruchtwasserpunktion, Nackentransparenz, Organ-Ultraschall u. a.) sind nicht für jede Schwangere notwendig und sinnvoll. Bevor Sie sich für eine dieser Untersuchungen entscheiden, sprechen Sie mit einer Vertrauensperson und Ihrem Arzt ausführlich darüber, welche Konsequenzen eine nicht erwartete Diagnose für Sie haben könnte.

Medikamente während der Schwangerschaft

Treten im Laufe einer Schwangerschaft Schmerzen auf, stellt sich die Frage, ob ein Medikament eingenommen oder besser darauf verzichtet wird. Dass es sich auch auf das ungeborene Kind auswirken kann, dürfte spätestens seit der Contergan-Katastrophe Anfang der 1960er Jahre bekannt sein. In jedem Fall sollte vor der Einnahme von sonst eher harmlosen Mitteln – auch solchen gegen Kopf- oder Magenschmerzen – der Gynäkologe gefragt werden, um eine eventuelle Gefahr für das ungeborene Kind auszuschließen.

Ob ein Embryo empfindlich auf ein schädliches Medikament reagiert, hängt unter anderem von seinem Entwicklungsstadium ab. Zwischen der sechsten und zwölften Schwangerschaftswoche entstehen die einzelnen Organe des Babys. In diesem Zeitraum kann die Einnahme von Medikamenten kritisch sein. Auch später können bestimmte Präparate das Wachstum des Kindes beeinträchtigen. Zwar wird der Fötus im Laufe des zweiten Drittels einer Schwangerschaft unempfindlicher, doch auch später eingenommene Medikamente sind noch eine Gefahr für das Ungeborene: Im letzten Schwangerschaftsdrittel können sie sich auf den Ablauf der Geburt auswirken.

Schwangere sollten daher mithilfe des Arztes Nutzen und Risiken von Medikamenten sorgfältig gegeneinander abwägen. Arzneimittel, die nicht unbedingt notwendig sind, wie zum Beispiel gegen Husten, Verstopfung, Sodbrennen oder fieberfreie Erkältungen, sollten gemieden werden. Eine Vielzahl von Beschwerden lassen sich durch pflanzliche oder homöopathische Mittel bekämpfen: Heiße Zitrone, Kamille- und Fencheltee, Wadenwickel oder eine Kochsalzlösung können manche Tablette ersetzen.

Es gibt aber auch Schmerzen, die in jedem Stadium einer Schwangerschaft mit Medikamenten behandelt werden müssen. Zu starke Schmerzen sind nicht nur für die werdende Mutter nachteilig, sie können sich auch negativ auf die Entwicklung und das Wachstum des Babys auswirken. Das Risiko durch das eingenommene Präparat ist dann oft geringer als die Gefahren durch fehlende Behandlung. Selbst bei stärkeren Schmerzen lassen sich unter Anleitung eines Arztes Präparate finden, mit denen eine Schwangere behandelt werden kann.

In der Stillzeit gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie während der Schwangerschaft: Bewährte Medikamente sind aufgrund der größeren Erfahrung gegenüber neueren Produkten vorzuziehen. Ein einziges Medikament ist besser als die Kombination verschiedener Präparate und das Mittel sollte möglichst nicht in Alkohol gelöst sein. Weiterhin gilt: Während der Stillzeit sollte sorgfältig abgewogen werden, ob ein Medikament notwendig ist. Die junge Mutter sollte immer ihren Arzt fragen.

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist eine der häufigsten Begleiterkrankungen einer Schwangerschaft. Rund fünf Prozent aller Schwangeren entwickeln – oft unerkannt - diese Form der Zuckerkrankheit, eine sogenannte Kohlenhydrat-Stoffwechselstörung. Das heißt, bei diesen Frauen ist während der Schwangerschaft der Blutzuckerspiegel erhöht. Nach der Geburt verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes von selbst. Nur in seltenen Fällen verbirgt sich dahinter eine bisher unerkannte Diabetes mellitus Erkrankung.

Auswirkungen

Wird ein Schwangerschaftsdiabetes nicht oder zu spät erkannt, kann es neben einer erhöhten Fehlgeburtenrate bei dem Kind zu einer Reihe von Komplikationen kommen:

  • hohes Geburtsgewicht über 4.500 g (Makrosomie)
  • Cushingoid: Vollmondgesicht, Nackenfettpolster, tomatenrote Haut, dichter Haarschopf
  • Organreifestörungen: vergrößerte, aber unreife Organe
  • großes, aber wenig leistungsfähiges Herz
  • zu niedrige Blutzuckerwerte nach der Abnabelung
  • zu niedriger Kalziumblutspiegel mit Muskelkrämpfen

Vorsorge

Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sowie die Vermeidung der Risikofaktoren Übergewicht und falsche Ernährung beugen einem Schwangerschaftsdiabetes vor.

Grundsätzlich wird allen Frauen zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche ein oraler Glukosebelastungstest empfohlen. Ein Schwangerschaftsdiabetes verschwindet zwar oft von selbst, wenn das Kind auf der Welt ist. Dennoch haben Mutter und Kind langfristig ein deutlich erhöhtes Diabetesrisiko, wenn die Schwangere nicht behandelt wird.

Bei werdenden Müttern mit nicht beeinflussbaren Risikofaktoren, wie etwa Diabetes in der Familie oder früheren Fehlgeburten, sollte bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel ein Glukosebelastungstest durchgeführt werden.

Entstehung

Ein Schwangerschaftsdiabetes entsteht durch eine Störung in der Hormonproduktion.

Während der Schwangerschaft wird vermehrt Glukose freigesetzt, um dem Körper die nötige Energie zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig muss die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) vermehrt Insulin produzieren, damit die Glukose in die Zellen gelangt und die Blutzuckerkonzentration im Blut abgesenkt wird.

Bei einigen schwangeren Frauen ist die Bauchspeicheldrüse aber nicht zu dieser Mehrleistung fähig. Es entsteht ein Insulinmangel. In diesem Fall spricht man von einem echten Insulinmangel.

Bei dem größten Teil der Frauen kann die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion zwar erhöhen, die Zellen reagieren jedoch nicht auf diesen Insulinreiz, sodass der Blutzuckerspiegel nicht gesenkt werden kann. Man spricht hier von einem relativen Insulinmangel.

Diese Faktoren erhöhen das Risiko, an einem Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken:

  • Übergewicht
  • bestehende Diabeteserkrankungen in der Familie
  • eigenes Geburtsgewicht höher als 4000 Gramm oder zuvor bereits ein Kind mit einem Gewicht von über 4000g geboren wurde
  • wiederholten Fehlgeburten
  • Schwangerschaften nach dem 30. Lebensjahr
  • Nachweis von Glukose im Harn bei bestehender Schwangerschaft
  • Erhöhte Fruchtwassermenge

Therapie

Wurde ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, reicht häufig schon eine Ernährungsumstellung auf eine fettarme und ballaststoffreiche Kost aus, um das Problem zu beheben.

Führt die Umstellung der Ernährung allein jedoch nicht zum Erfolg und werden Zielwerte für den Blutzucker überschritten, so muss mit einer Insulintherapie begonnen werden. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen dienen der Verbesserung der Stoffwechseleinstellung und geben frühzeitig Auskunft darüber, ob eine Insulintherapie notwendig ist. Daher sollten die Betroffenen lernen, ihren Blutzuckergehalt selbst zu bestimmen und diese Werte auch protokollieren. Ärztliche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen sind bei Schwangerschaftsdiabetes besonders wichtig.

Nach Beendigung der Schwangerschaft muss sich die Betroffene darüber im Klaren sein, dass sie ein erhöhtes Diabetesrisiko hat. Daher sind Nachfolge-Untersuchungen im Abstand von 12 Monaten auch im Hinblick auf eine weitere Schwangerschaft zu empfehlen.

Rückenschmerzen

Werdende Mütter leiden vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte häufig unter Kreuzbeschwerden. Hauptursache ist neben dem zunehmenden Gewicht eine Fehlhaltung, die durch den zunehmend dickeren Bauch ausgelöst wird: Er zwingt die werdende Mutter regelrecht ins ungesunde Hohlkreuz.

Wer möglichst früh mit gymnastischen Übungen beginnt, kann dem vorbeugen. In der Schwangerschaftsgymnastik lernen Sie ganz gezielt Übungen, die den Rücken entlasten und die Muskulatur um die Wirbelsäule stärken.

Schwimmen gilt als besonders günstig. Wohltuend wirken auch ein warmes Vollbad oder die heiße Wärmflasche. Erleichterung bei akuten Beschwerden bringt außerdem der so genannte Katzenbuckel (meist im Vierfüßlerstand: abwechselnd den Rücken rund machen wie eine Katze, die einen Buckel macht, und anschließend wieder gerade strecken) - Schwangere liegen dabei am besten in der Seitenlage auf einer Unterlage, zum Beispiel einer Gymnastikmatte. Vorteilhaft ist es auch, wenn Sie sich zwischendurch möglichst oft kurz hinlegen, um die Wirbelsäule zu entlasten.
Darüber hinaus eignen sich sanfte Massagen durch den Partner, um Verspannungen in der Rückenmuskulatur zu lösen. Der Partner muss dabei aber vorsichtig sein: Eine Massage im Kreuzbeinbereich kann unter Umständen zu Kontraktionen (Zusammenziehung) der Gebärmutter führen. Also besser nur den mittleren und oberen Rücken massieren. Bei sehr starken Beschwerden, wenn der Schmerz in die Beine ausstrahlt oder wenn Taubheitsgefühle auftreten, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Er kann unter anderem ein stützendes Korsett verordnen, um den Rücken zu entlasten.

Neun Monate gehen schnell vorbei! Da heißt es, sich frühzeitig Gedanken über die Geburt und die Zeit danach zu machen. Einen Geburtsvorbereitungskurs empfinden viele Frauen als hilfreich. Hier lernen sie nicht nur das Wichtigste über den Geburtsvorgang selbst sowie Atem- und Entspannungstechniken, sondern auch über die ersten Tage mit dem Baby. Nicht wenige Teilnehmer knüpfen hier Freundschaften fürs Leben, denn auch später ist es immer wieder schön, sich mit Eltern etwa gleichaltriger Kinder auszutauschen. Hebammen, Geburtskliniken und andere Einrichtungen bieten Kurse für werdende Mütter oder für Paare an, abends über mehrere Wochen oder kompakt an einem Wochenende.  

Wie und wo Sie entbinden möchten, sollten Sie nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen entscheiden. Ob zu Hause, im Kranken- oder im Geburtshaus, im Sitzen oder Liegen, im Wasser oder Roma-Rad – das ist Ihre ganz persönliche Entscheidung. Finden Sie heraus, was für Sie wichtig ist und womit Sie sich wohlfühlen, und fragen Sie Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen. Erkundigen Sie sich frühzeitig nach den Möglichkeiten an Ihrem Wohnort. Wer so gut vorbereitet ist, kann sich entspannt auf den Geburtstermin freuen.

„Sie sollen guter Hoffnung sein!“

Interview mit Elke Pirrhs, 1. Vorsitzende des Hebammenlandesverbands Thüringen e.V.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen in Bezug auf das Kinderkriegen in den letzten Jahren? Obwohl das Kinderkriegen noch nie so sicher war wie heute, wird leider die Geburt oft nicht mehr als normales und gesundes Ereignis gesehen, sondern als Risiko. Das spiegelt sich auch in der hohen Kaiserschnittrate wider. Immer weniger Frauen bekommen immer später immer weniger Kinder.

Kann es sein, dass sich auch deshalb vieles verändert, weil Schwangerschaften nicht mehr so selbstverständlich sind wie noch vor 50 Jahren? Das ist sicher auch ein Grund. Fehlt doch oft der Familienverband als Vorbild. Im nahen Umfeld sind Schwangerschaften und das Leben mit Kindern seltener geworden. So erleben die werdenden Eltern mit ihrer eigenen Schwangerschaft oft erstmals die einhergehenden Veränderungen oder haben noch nie zuvor ein Neugeborenes in ihren Händen gehalten. Umso wichtiger sind die Angebote für Paare wie zum Beispiel der Geburtsvorbereitungskurs oder die Hebammenbetreuung. Diese Angebote vermitteln Sicherheit.

Es wird ja derzeit viel über Kaiserschnitte gesprochen. Immer mehr Frauen wünschen sich einen geplanten Kaiserschnitt. Wo sehen Sie Vor- und Nachteile? Nur sehr wenige Frauen wünschen sich schon zu Beginn der Schwangerschaft eine Kaiserschnittentbindung, und doch ist die Kaiserschnittrate in Deutschland sehr hoch. Wir Hebammen und auch die Ärzte möchten die Frauen in der Schwangerschaft durch Untersuchungen nicht verunsichern, sondern sie in ihrer Gebärfähigkeit ermutigen. Es ist gut, dass einer Gebärenden und ihrem Kind in Not oder bei bestimmten Indikationen durch einen Kaiserschnitt geholfen werden kann. Jedoch sollte immer die Notwendigkeit abgewogen werden. Ein Kaiserschnitt ist kein normaler Start in das Leben. Häufig ergeben sich Stillschwierigkeiten, sind die Frauen geschwächt und durch die Folgen der Operation beeinträchtigt.

Welche Botschaft möchten Sie werdenden Eltern gerne mit auf den Weg geben? Sie sollen guter Hoffnung sein! Suchen Sie sich frühzeitig eine Hebamme, die Sie während der Schwangerschaft, der Geburt, dem Wochenbett und der Stillzeit betreut. Eine ganzheitliche Betreuung ist hilfreich, damit Sie Ihren eigenen Weg fi nden und Schwangerschaft, Geburt sowie das Leben als junge Familie als besondere Zeit erleben können.

Patric Heizmann über Ernährung in der Schwangerschaft

Fitness- und Ernährungsexperte sowie zweifacher Vater Patric Heizman weiß, was sich der Embryo zum Thema Ernährung wünschen würde, wenn er drei Wünsche frei hätte...

Um die Ernährung in der Schwangerschaft ranken sich einige Legenden. Doch beileibe nicht jede Schwangere verspeist Gewürzgurken plötzlich gläserweise. Die meisten Schwangeren kennen hingegen Heißhungerattacken aus eigener Erfahrung. Der verbreitete Merksatz, eine schwangere Frau müsse mengenmäßig für zwei essen, gehört dagegen ins Märchenland verbannt.

So groß ist der Mehrbedarf gar nicht, den das Kind im Bauch der Mutter verursacht. Etwa 250 Kilokalorien täglich sind an zusätzlicher Energiezufuhr vonnöten. Schlemmen wie im Schlaraffenland ist bei Schwangeren daher nicht angesagt. Übergewichtige Mütter laufen gar Gefahr, in der Schwangerschaft an Diabetes zu erkranken, was wiederum beim Kind das Risiko für Diabetes- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben erhöht.

Eine regelmäßige Gewichtskontrolle hilft dabei, bei der Ernährung Maß zu halten. Eine gesunde Mutter bringt ab dem dritten Schwangerschaftsmonat pro Woche 400 bis 500 g mehr auf die Waage und nimmt so, ihrem Körperbau und Ausgangsgewicht entsprechend, zwischen 11 und 18 Kilo zu. Weniger sollte es in Hinblick auf die Nährstoffzufuhr auch nicht sein. Eine Diät in der Schwangerschaft ist ungesund für Mutter und Kind. Untergewichtigen Frauen dagegen ist anzuraten, eher noch etwas zuzunehmen.

Viel wichtiger als die reine Energiezufuhr ist für das Ungeborene die Versorgung mit ausreichenden Nährstoffen aus der Nahrung. Vor allem Eisen, Calcium, Jod, Folsäure, Vitamin C, D und der B-Komplex sind grundlegend für das gesunde Wachstum des Kindes und die Gesundheit der Mutter. Hier macht es also nicht die Menge, sondern die Auswahl der Lebensmittel.

Ausgewogen statt Junkfood

Schwangere, die sich überwiegend von Kuchen, Chips und ähnlich ungesunden Nahrungsmitteln ernähren, riskieren, dass ihr Kind ein Leben lang übergewichtig sein wird. Das gleiche gilt für stillende Mütter.

Frisches Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte und Lebensmittel aus Vollkorn haben hingegen eine verhältnismäßig hohe Nährstoffdichte bei einem niedrigen Energiegehalt. Die empfohlenen fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag können beispielsweise in Form von frischen Stücken, im Salat, als Obst- und Gemüsesaft oder auch Teil einer warmen Mahlzeit verzehrt werden.

Vorsicht ist bei rohem Fleisch und Rohwurst, wegen der Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion geboten, deren Erreger über Plazenta und Nabelschnur in den kindlichen Organismus gelangen können. Ebenso sollten Schwangere auf Rohmilch und Weichkäse aus Rohmilch verzichten, da Listerien, eine Bakterienart, auf das Ungeborene übertragen werden und – wie im Fall der Toxoplasmose – zu Früh- und Totgeburten führen können.

Sprechen Sie Ihre Ernährung am besten mit Ihrem Gynäkologen ab. Denn wenn es um die Nährstoffe geht, isst eine Schwangere eben doch für zwei.

Erhöhter Nährstoffbedarf

Der Bedarf an Calcium, Eisen, Jod und Folsäure ist in der Schwangerschaft erhöht.

Calcium ist wichtig für den Knochenaufbau, der sich beim Embryo ab der vierten Schwangerschaftswoche vollzieht. Erhöhen Sie die Calcium-Zufuhr in Form von fettarmer Milch sowie Hülsenfrüchten, Spinat, Broccoli, Mangold, Sojaprodukten, Sesam oder getrockneten Feigen.

Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs, über den die roten Blutkörperchen Sauerstoff in die Köperzellen transportieren. In der Schwangerschaft haben Frauen einen höheren Eisenbedarf, da mehr Blutzellen gebildet werden, um die Plazenta zu versorgen. Eisenmangel zeigt sich in Blässe, Müdigkeit und Anfälligkeit für Infekte. Eisenreiche Lebensmittel sind unter anderem Fleisch, Eigelb, verschiedene Gemüse, Nüsse, Kürbiskerne und Haferflocken. Unterstützt wird die Eisen-Aufnahme durch die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C – trinken Sie also beispielsweise Obstsäfte zum Essen. Tee, Kaffee und phosphatreiche Getränke wie Cola unterdrücken dagegen die Eisen-Aufnahme.

Jod

Jod wird beim Aufbau der Schilddrüsenhormone gebraucht, die Wachstum und Energiehaushalt des Körpers regeln. In der Schwangerschaft ist dieser Nährstoff besonders wichtig, weil er für den Aufbau von Nervenzellen im Fötus gebraucht wird. Studien aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass sich die Intelligenz von Kindern optimal entwickelt, wenn sie schon im Mutterleib, über das Blut der Mutter, ausreichend mit Jod versorgt werden.

Darum sollte zwei- bis dreimal in der Woche jodreicher Meeresfisch auf dem Speisezettel stehen und beim Kochen sollte jodiertes Speisesalz verwendet werden. Im Schnitt empfehlen Ärzte einer schwangeren Frau die Zufuhr von 230 bis 260 Mikrogramm Jod pro Tag. Dazu testen sie regelmäßig die Blutwerte der Schwangeren und verordnen ihr bei Bedarf die zusätzliche Einnahme von Jodtabletten.

Folsäure

Folsäure ist ein Vitamin, das für Teilung und Aufbau von Körperzellen notwendig ist und - genau wie Jod - bei der Entwicklung des kindlichen Gehirns eine Rolle spielt. Es ist zwar in vielen Lebensmitteln enthalten (in Blattspinat und anderem grünen Blattgemüse, Nüssen, Bohnen, Chinakohl, Fenchel, gerösteten Sojabohnen, Orangen), wird beim Erhitzen und bei langer Lagerung aber schnell zerstört und ist leicht in Wasser löslich. Darum sollten die Lebensmittel möglichst frisch zubereitet und ungekocht verzehrt werden. Falls die Versorgung mit Folsäure nicht gewährleistet ist, sollten Schwangere – nach Rücksprache mit ihrem Arzt – auf Zusatzpräparate zurückgreifen, die es im Handel zu kaufen gibt.

Folsäure senkt das Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen deutlich. Zahlreiche Studien belegen, dass eine frühzeitige und ausreichende Zufuhr bis zu 70 Prozent der Fälle von offenem Rücken, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Fehlbildungen des Gehirns beim Embryo vermeiden kann.

Frauen mit Kinderwunsch sollten spätestens beim Absetzen des Verhütungsmittels über die Einnahme von Folsäure mit ihrem Arzt sprechen. Der Grund: In den ersten vier Wochen der Schwangerschaft entwickeln sich zentrale Bausteine für das Nervensystem des Ungeborenen. Zu diesem Zeitpunkt aber wissen viele Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind.

In der Regel verschreibt der Frauenarzt Folsäure für die ersten drei Schwangerschaftsmonate. Fachgesellschaften empfehlen 600 Mikrogramm pro Tag. Frauen, die stillen, müssen ebenfalls auf ihre Versorgung mit dem Vitamin achten. Sie stellen ihrem Baby über die Muttermilch einen wichtigen Hilfsstoff für das Wachstum zur Verfügung.

Schwanger sein und Sport treiben? Ist die Schwangerschaft allein nicht schon ein wahrer Marathon? Tatsächlich ist das Kinderkriegen für den weiblichen Körper eine große Herausforderung. Es bedeutet aber nicht, dass auf Sport verzichtet werden muss. Wer vor der Schwangerschaft eine Sportskanone war, muss jetzt keine „Couch Potato“ werden. Und auch weniger trainierte Frauen können aktiv werden, ohne die Gesundheit des Kindes zu riskieren. Richtiges Training wirkt sich sogar positiv auf die Gesundheit der Mutter und des Babys aus. Die einzige Bedingung ist: Es ist schonend und regelmäßig.

Bewegung kurbelt den Kreislauf an. Mutter und Baby werden so besser mit Sauerstoff versorgt, Magen und Darm werden angeregt. Regelmäßiges Training mindert die Gefahr von Thrombosen und Wassereinlagerungen. Es kann sogar Vorteile bei der Entbindung verschaffen: Die Mutter benötigt weniger Schmerzmittel und verkraftet die Geburt viel besser.

Wer mit einem Baby-Bauch moderaten Sport treibt, tut auch etwas für die Schönheit. Sportliche Frauen bekommen seltener Schwangerschaftsstreifen. Spaziergänge und leichtes Walken beugen Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Regelmäßige Bewegung in der Schwangerschaft zahlt sich auch für die Figur aus und erleichtert es der werdenden Mutter, die empfohlene Gewichtszunahme von zehn bis zwölf Kilo einzuhalten.

Nicht nur der Körper, auch die Seele freut sich über die sportliche Betätigung. Denn beim Sport werden körpereigene Hormone (Endorphine) freigesetzt, die für einen emotionalen Aufschwung und gute Laune bei der Mutter sorgen. Die schaukelnden Bewegungen beruhigen das Kind.

In der Schwangerschaft sind vor allem Sportarten mit sanften Bewegungen empfehlenswert, die je nach Fitnesslevel und Schwangerschaftsmonat etwa 30 bis 60 Minuten ausgeführt werden: Walken, leichtes Joggen, Fahrrad fahren, Schwimmen, Yoga oder Aqua-Fitness.

Auf längere Zeit sollte der Puls beim Training nicht über 140 steigen. Ist keine Pulsuhr zur Hand, ist spätestens dann eine Verlangsamung des Tempos angesagt, wenn die Luft knapp wird. Wichtig ist es, auf die Körpersignale zu achten. Fühlt sich eine Bewegung seltsam oder unangenehm an, dann sollte das Training beendet werden. Bleibt das Gefühl bestehen, muss ein Arzt aufgesucht werden!

Nicht nur heftige und zu schnelle Bewegungen sollten gemieden werden, sondern auch Sportarten, bei denen Sturzgefahr besteht: Inline-Skating, Reiten, Eislaufen, Snowboarden oder Skifahren. Ungünstig ist auch Ballsport, da dort ein Verletzungsrisiko durch den Ballwurf besteht. Das Basketball-, Fußball- oder Volleyball-Training kommt also erst nach der Schwangerschaft wieder in Frage.

Vor und nach dem Training

Ob die körperliche Anstrengung gut tut oder schadet, darüber entscheiden auch individuelle Faktoren. Zuerst sollte der Arzt prüfen, ob Gegenanzeigen bestehen. Das könnten zum Beispiel erhöhter Blutdruck, Schilddrüsenstörung oder Gefäßverengung, eine Vorerkrankung und vorherige Komplikationen bei der Schwangerschaft sein. Bei zu früh beginnenden Wehen muss ebenfalls auf Sport verzichtet werden. Falsch ist allerdings die Annahme, dass Sport immer zu verfrühten Wehen führt. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Gebärmutter bereits sensibilisiert, also geburtsbereit ist.

Wichtig ist es, mit der Zeit die Trainingsphasen zu kürzen. Eine allgemeingültige Dauer für das Training gibt es nicht. Im ersten Drittel der Schwangerschaft kann die werdende Mutter, wenn es ihr gut tut, durchaus bis zu einer Stunde trainieren, im zweiten Drittel sollte sie das Training auf etwa 30 bis 40 Minuten reduzieren und in den letzten drei Monaten eventuell ganz einstellen. Auch in dieser Frage ist der Arzt bei allen Unsicherheiten oder Zweifeln der beste Ansprechpartner.

Nach dem Sport ist eine Ruhephase besonders wichtig. Sie hilft dem Körper sich zu entspannen und zu erholen.

Viele Frauen fühlen sich nach der Geburt nicht ganz wohl in ihrer Haut: Das Gewebe ist weich und locker, die Muskeln an Bauch und Po sind nicht mehr so straff wie früher, die Haut ist schlaff. Wegen der noch verbliebenen zusätzlichen Pfunde empfindet manche junge Mutter ihren Körper als unansehnlich und unförmig und wünscht sich ihre alte Figur zurück.

Die Rückkehr in den „Ursprungszustand“ jedoch sollte nicht mit einem Kraftakt, mit Diäten und intensivem Sport erzwungen werden. Vielmehr sollte man sich und seinem Körper ebenso lange Zeit geben, wie die Schwangerschaft gedauert hat, um sich auch physisch zu erholen. Junge Mütter sollten Schritt für Schritt mit einem sanften und konsequenten Fitness-Programm an ihrer Figur arbeiten. Wer die folgenden Empfehlungen beherzigt, hat gute Chancen, nach zehn Monaten am Ziel seiner Wünsche zu sein.

Zeit lassen

Wer eine unkomplizierte Geburt hatte, kann mit einem sanften Training wieder starten, sobald der Beckenboden gefestigt ist. Bei vielen Frauen ist nach drei Monaten dieser Zeitpunkt erreicht. War die Geburt kompliziert, empfiehlt es sich, mit dem Gynäkologen Rücksprache zu halten, ab wann Sport okay ist.

Egal, wann man mit dem Training beginnt – für jede Form von Sport gilt: Schonend anfangen, langsam aufbauen, lieber immer nur kurze Übungseinheiten durchführen, dafür aber regelmäßig mehrmals die Woche. Sanfte Sportarten sind zu bevorzugen, da hierbei die Gefahr einer Überforderung geringer ist. Wer vor der Geburt nicht sportlich war, sollte besonders vorsichtig sein.

Auch wenn Spazierengehen nicht als Sport im engeren Sinne zu bezeichnen ist, wirkt es doch ähnlich wie ein sanftes Ausdauertraining: Der Stoffwechsel kommt in Schwung. Auch wenn man den Kinderwagen zügig schiebt, purzeln die Pfunde. Spaziergänge tun zudem der Seele gut. Eine halbe bis ganze Stunde am Tag sollten junge Mütter daher die frische Luft genießen.

Ideale Sportarten für junge Mütter

Ideale Sportarten, um nach der Schwangerschaft wieder fit zu werden, sind Yoga und Pilates. Übungen, Entspannungselemente und Pausen sollten sich abwechseln. Vor allem am Anfang darf eine Trainingseinheit nicht länger als zehn Minuten dauern. Junge Mütter müssen aufpassen, dass sie ihren Körper nicht überdehnen.

Ebenfalls optimal für den (Wieder-)Einstieg sind Nordic Walking und Schwimmen, denn bei beiden werden die Gelenke geschont. Schwimmen hat den zusätzlichen Vorzug, dass das Wasser überzählige Pfunde trägt. Wichtig ist natürlich, dass der Wochenfluss  abgeklungen ist, weil sonst Infektionsgefahr droht. Außerdem müssen alle Schnitte (Dammschnitt, Kaiserschnitt) verheilt sein, bevor man die erste Bahn im Schwimmbad zieht.

Sobald man sich wieder fit fühlt, kann mit der Rückbildungsgymnastik wenige Tage nach der Geburt begonnen werden. Die richtigen Übungen lernt man in einem Kurs, der meist von einer Hebamme angeboten wird. Die Gymnastik fördert die Durchblutung in Beinen und  Becken, aktiviert den Kreislauf, stärkt den Rücken und trainiert ganz sanft die Bauchmuskeln. Wer zehn Minuten täglich übt, hat schon bald wieder seine „alte“ Bauchform.

Doch die Übungen können noch mehr: Sie stärken den Beckenboden. Diese Muskelplatte wird während der Schwangerschaft mit einem Vielfachen des sonstigen Gewichts belastet. Bei der Geburt selbst wird der Beckenboden gedehnt und vielleicht sogar verletzt.

Problemzonen

  • Inkontinenz: Sobald die Gebärmutter sich zurückgebildet hat, kann man mit einer gezielten Beckenbodengymnastik beginnen. Ein gesunder Beckenboden ist wichtig  für die Rückenmuskulatur und die inneren Organe. Er trägt zu einer besseren Haltung und damit zu einer guten Figur bei. Ein kräftiger Beckenboden lindert viele Beschwerden, unter denen junge Mütter leiden. Hierzu gehört an erster Stelle Inkontinenz. Außerdem können Spätfolgen der Geburt, die erst in den Wechseljahren auftreten – wie Scheiden- und Gebärmuttersenkung, Harn- und Stuhlinkontinenz – verhindert werden. Diese Spätfolgen drohen auch Frauen, die mit dem Sport wieder anfangen, bevor der Beckenboden gefestigt ist. Trainiert werden sollte mehrmals täglich. Da die Übungen sich ganz einfach in den normalen Tagesablauf einbauen lassen, fällt das nicht schwer.
  • Busen: Viele Frauen klagen nach der Stillzeit über einen schlaffen Busen. Wechselduschen, straffende Cremes und Übungen tragen dazu bei, Bindegewebe und Haut wieder zu festigen. Vor allem Wechselduschen haben einen Push-up-Effekt, weil sie die Gefäßwände trainieren und die Gewebefasern stärken. Hierzu sollte man jede Brust zirka eine Minute jeweils im Zehn-Sekunden-Takt abwechselnd warm und kalt abduschen. Unterstützen kann man den Effekt durch Cremes mit Silizium, Soja, Frauenmantel, Efeu und Tigergras. Auch wenn der Busen selbst keinen Muskel hat, macht es sich positiv bemerkbar, wenn der Brustmuskel gefordert wird. Eine einfache aber wirkungsvolle Übung besteht darin, die Handinnenflächen vor der Brust senkrecht zusammen zu legen und einige Sekunden gegeneinander zu drücken. Die Ellbogen zeigen dabei nach außen.

IKK-Extras für Familien

Wird aus einem Paar eine Familie, braucht diese einen kompetenten Partner an ihrer Seite. Lernen Sie die vielen Extras der IKK classic für Schwangere und junge Familien kennen. Zum Beispiel BabyCare: Dieses Vorsorgeprogramm hilft durch fundierte Analyse Ihrer Lebensgewohnheiten sowie durch Aufklärung und Information, mögliche Risiken Ihrer Schwangerschaft zu erkennen und einer Frühgeburt entgegenzuwirken. Außerdem finanzieren wir für Schwangere verordnete Mineralstoffe sowie die Hebammenrufbereitschaft.

Zusätzliche Schwangerschaftsvorsorge gibt Ihnen Sicherheit, dass Ihr Nachwuchs sich gesund entwickelt. Die IKK classic übernimmt dafür die Kosten. Unser Service: Wir erinnern Sie an alle wichtigen Früherkennungsuntersuchungen für Ihr Kind. So verpassen Sie keinen Termin beim Kinderarzt. Das lohnt sich doppelt – denn mit dem IKK Bonus gibt’s für Kinder 60 Euro ins Sparschwein.

Seit 03. März 2012 ist der Test auf Gestationsdiabetes Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser wird im 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat durchgeführt.

Informieren Sie sich über dieses und alle weiteren Angebote für Schwangerschaft und Geburt.

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