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Landwirtschaftlich-technische/r Assistent/in

In der Natur arbeiten oder doch lieber im Labor? Das Tolle an diesem Beruf ist, dass beides geht: Landwirtschaftlich-technische Assistenten und Assistentinnen sind drinnen und draußen im Einsatz. Als Laborfachkräfte untersuchen sie u. a. die Zusammensetzung und Qualität landwirtschaftlicher Produkte. Sie beschäftigen sich mit den Auswirkungen landwirtschaftlicher Bewirtschaftung und Produktion (Nutztierhaltung, Pflanzenanbau etc.) sowie mit vielen anderen agrarwirtschaftlichen Fragestellungen. Dazu wenden sie unterschiedliche Laborverfahren an. Für manche Tätigkeiten, z. B. Versuche, Probenentnahmen oder Kontrollen, sind sie auf dem Feld oder im Tierstall unterwegs. Das ist genau deine Welt? Mit dieser Ausbildung stehen dir alle Türen offen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 2 Jahre

Schulabschluss: Die Berufsfachschulen haben eigene Auswahlkriterien. Meist wird ein mittlerer Schulabschluss erwartet.   

Arbeitszeit: Die Arbeitszeiten können unregelmäßig sein. Wenn z. B. Züchtungen überwacht werden müssen, können Nacht- oder Wochenenddienste erforderlich sein.

Hier erfährst du, wie du fit bleibst bei Schichtarbeit.

Gehalt: Die Ausbildung wird nicht vergütet. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) möglich.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Dieser Beruf verbindet praktische und theoretische Tätigkeiten. So bleiben Körper und Geist in Bewegung.
  • Im Labor trainierst du deine Feinmotorik und deine Beobachtungsgenauigkeit.
  • Leidest du unter Allergien (z. B. Heuschnupfen, Tierhaare)? Dann lass dich ärztlich beraten, ob du diesen Beruf ausüben kannst.
  • Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik, nicht korrigierbarer Sehschwäche oder chronischen Infektionskrankheiten kommt der Beruf möglicherweise nicht in Frage. Lass dich auch in diesem Fall ärztlich beraten.

Ausbildungsinhalte

In der theoretischen und praktischen Ausbildung beschäftigst du dich mit drei großen Themenbereichen: labortechnische Grundlagen, Analysen und Technologien, Pflanzenbau und -produktion sowie Tierzucht, -haltung und Milchwirtschaft. Im ersten Themenbereich lernst du beispielsweise die agrar- und landwirtschaftstechnischen Mess- und Untersuchungsverfahren kennen sowie Verfahren der Molekularbiologie und Gentechnik. Im zweiten Themenkomplex erfährst du u. a. wie man pflanzliche Lebens- und Futtermittel, Böden, Düngemittel und Wasser analysiert und deren Qualität kontrolliert sowie Inhaltsstoffe oder auch Rückstände feststellt. Du beschäftigst dich mit Pflanzenwachstum und typischen Krankheiten und Schädlingen von Acker- und Zierpflanzen und erfährst, wie man mit biologischen oder chemischen Mitteln dagegen vorgehen kann. Auch Versuche im Gewächshaus und auf dem Feld sind Teil der Ausbildung. Im dritten Themenschwerpunkt geht es um Aufzucht, Haltung, Krankheiten und Pflege von Nutztieren, also Pferden, Schweinen, Rindern, Schafen und Kleintieren. Behandelt werden praktische Fragen der Milchverarbeitung sowie Kontrollverfahren in der Lebensmittelproduktion.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Landwirtschaftlich-technische/r Assistent/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Stelle deine eigene Butter her!

Es muss ja nicht gleich ein Labor zum Üben sein – eine Küche geht auch. Als angehender landwirtschaftlich-technischer Assistent beschäftigst du dich auch mit praktischen Fragen der Milchverarbeitung. Also stell doch einfach mal deine eigene Butter her! Kauf dir im Laden oder beim Bauer um die Ecke frische Sahne mit einem möglichst hohen Fettgehalt. Dann nimmst du dir einen Mixer und schlägst die Sahne, bis sich kleine Butterflöckchen bilden. Wenn du keinen Mixer hast, kannst du auch einen Schneebesen nehmen. Das geht zwar nicht so schnell, bringt aber deutlich mehr Muckis. Wenn du fleißig rührst, setzt sich irgendwann eine Flüssigkeit ab. Das ist Buttermilch, die du abschütten und anderweitig verwenden kannst. Gib die Butterflöckchen in ein Sieb und knete sie solange weiter, bis alle Buttermilch ausgetreten ist. Du kannst die Butter anschließend noch ein wenig salzen oder mit Kräutern verfeinern. Am besten gleich aufessen oder im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Guten Appetit!

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.