Anlagenmechaniker/in

Du interessierst dich für Technik, bist handwerklich fit und kannst dich gut in komplexe Zusammenhänge hineindenken? Dann hast du ein besonderes Talent, das du beruflich sehr gut nutzen kannst. Wie wäre es mit einer Ausbildung als Anlagenmechaniker/in? In diesem Job stellst du Anlagen her, zum Beispiel für die Prozessindustrie, die Versorgungstechnik oder den Behälter- und Apparatebau. Du fertigst Einzelteile an und benutzt dabei u. a. computergesteuerte Fräs- und Zuschnittmaschinen, Schweißgeräte und Handwerkzeuge. Anschließend montierst du die Teile und prüfst, ob alles einwandfrei funktioniert. Du hältst die Anlagen instand, entwickelst sie bei Bedarf weiter und weist die Kunden vor Ort in die Bedienung ein.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre 

Schulabschluss: Eine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung gibt es nicht. Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Arbeitszeit: In größeren Betrieben ist Schichtarbeit üblich.

Gehalt im Bereich Handwerk:

  • 1. Jahr: 400–787 Euro
  • 2. Jahr: 450–830 Euro
  • 3. Jahr: 490–902 Euro
  • 4. Jahr: 535–957 Euro

Gehalt im Bereich Industrie:

  • 1. Jahr: 936–1.010 Euro
  • 2. Jahr: 987–1.057 Euro
  • 3. Jahr: 1.056–1.150 Euro
  • 4. Jahr: 1.094–1.212 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Manchmal hebst du schwere Teile oder montierst Dinge über Kopf. Das ist zwar anstrengend, gleichzeitig trainierst du so aber auch deine Muskeln und perfektionierst dein handwerkliches Geschick.
  • Die Tätigkeit ist so abwechslungsreich, dass es nie langweilig wird.
  • Du hast einen anspruchsvollen Beruf und kannst etwas, das nicht jeder kann. Das ist ein richtig gutes Gefühl.
  • Die Tätigkeit kann körperlich anstrengend sein.
  • Für die Arbeit auf Gerüsten musst du schwindelfrei sein.
  • Bei der Metallbearbeitung entsteht Metallstaub, beim Schweißen und Löten Rauchgase. Trage daher immer die vorgeschriebene Schutzkleidung.

Ausbildungsinhalte

In dieser Ausbildung sind handwerkliches Geschick und logisches Denken gefragt. Du lernst viele unterschiedliche Werks- und Hilfsstoffe kennen und wie man daraus Bauteile und Baugruppen herstellt. Dabei erfährst du, wie man Schweiß- und Montagepläne umsetzt und wie sich Rohre, Bleche und Profile warm und kalt umformen lassen. Auch andere Zeichnungen, wie Rohrleitungspläne, isometrische Darstellungen, Abwicklungen, Fundament- und Lagepläne oder Aufstellungspläne kannst du dank deiner Ausbildung problemlos verstehen und systematisch umsetzen. Weitere Ausbildungsinhalte sind z. B. Steuerungstechnik, Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Anlagen und Anlagenteilen sowie Sichtprüfungsverfahren, Störungsbehebung und betriebliche Qualitätssicherungssysteme. Auch das Thema Kundenorientierung kommt nicht zu kurz.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte zum Beruf Anlagenmechaniker/in (PDF)

  • Du wirst auch mit CNC-Maschinen arbeiten. CNC steht für „Computerized Numerical Control“. Gemeint sind frei programmierbare, rechnergestützte Werkzeugmaschinen, die mit hoher Präzision komplexe Formen automatisch herstellen.
  • Anlagenmechaniker sind gefragte Fachkräfte, die sich auf breite berufliche Einsatzmöglichkeiten freuen können.
  • Ein/e frischgebackene/r Anlagenmechaniker/in, der/die vielleicht in einem Metallbauunternehmen, in der Erdöl- und Erdgasförderung, bei Wasserwerken oder einem Energieversorger unter Vertrag steht.
  • Jemand, der als nächstes die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall oder einen Bachelorabschluss in Versorgungstechnik anstrebt.
  • Erfinder einer Anlage, die dank modernster Steuerungstechnik das Frühstück ans Bett befördert und hinterher alles wieder ordentlich aufräumt.

Dos

  • Deine Motivation in wenigen Sätzen zusammenfassen können.
  • Interesse am Unternehmen zeigen, indem du aufmerksam zuhörst und gezielte Fragen stellst.
  • Von Hobbys oder Interessen berichten, die dein handwerkliches Geschick und deine körperliche Fitness belegen.

Don‘ts

  • In Anzug und Krawatte zum Gespräch kommen.
  • Als erstes nach den Verdienstmöglichkeiten fragen.
  • Über Konflikte mit Eltern, Lehrern oder Mitschülern sprechen.

Schutzkleidung ist ein Muss, je nach Tätigkeit also Helm, Handschuhe, Gehörschutz, Schutzbrille oder z. B. auch Schweißerschutzkleidung und -schutzschild.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Sieh dir eine Anlagenskizze an!

Als Anlagenmechaniker/in musst du Skizzen lesen und verstehen können. Suche doch einfach mal im Internet auf gut Glück nach Anlagenskizzen aller Art. Schau dir Pläne von Kläranlagen, Sprinkleranlagen, Solaranlagen, Belüftungssystemen etc. an. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du musst die Zeichnungen gar nicht im Detail verstehen. Es geht vielmehr darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Anlagen aufgebaut sind. Fallen dir bei den Zeichnungen Dinge auf? Hast du Fragen? Prima, dann recherchiere am besten noch ein bisschen weiter. Vielleicht eignest du dir bei der Gelegenheit schon Wissen an, das dir bei deiner Berufswahl weiterhilft.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.