Assistent/in für Innenarchitektur

Die vier Wände, in denen wir leben und arbeiten, nennt man gelegentlich auch die dritte Haut des Menschen. Als Assistent/in für Innenarchitektur kannst du aktiv dazu beitragen, dass man sich in seiner Haut auch wohlfühlen kann! In diesem Ausbildungsberuf setzt du Gestaltungsentwürfe von Innenarchitekten und –architektinnen oder Designerinnen und Designern in detaillierte Pläne um und nutzt dazu spezielle CAD-Programme. Du beschäftigst dich mit Ausschreibungen und der Vergabe von Bauleistungen, koordinierst und dokumentierst die Ausführung der Arbeiten. Deine kreative Ader kannst du natürlich auch ausleben. Du berätst Kunden in Fragen der Inneneinrichtung – Materialien, Farben, Beleuchtung und Bodenbeläge – und hast dabei deren individuelle Bedürfnisse genau im Blick.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Die Berufsfachschulen wählen die Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.

Arbeitszeit: Du arbeitest zu den üblichen Bürozeiten.

Gehalt: Die schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Schulen fallen Kosten an, z. B. für Schulgeld oder Aufnahme- und Prüfungsgebühren.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Der Beruf ist körperlich nicht anstrengend.
  • Du kannst planen, gestalten und kreativ sein – ein gutes Gefühl!
  • Feinmotorik ist in diesem Beruf wichtig. Wenn du deine Hände und Finger nur eingeschränkt bewegen kannst, wird es schwierig.
  • Du brauchst außerdem gute Augen. Du musst Farben richtig erkennen und auch räumlich gut sehen können. Lass dich im Zweifelsfall ärztlich beraten.
  • Du arbeitest viel am Schreibtisch und Bildschirm. Mit ausreichend Bewegung in deiner Freizeit beugst du den typischen Bürobeschwerden (z. B. Verspannungen, Rückenschmerzen) vor.

Ausbildungsinhalte

Du hast theoretischen und praktischen Unterricht. Dabei geht es u. a. darum, wie man Entwurfsideen entwickelt und Entwürfe anfertigt. Du lernst geometrisch und perspektivisch korrekt zu zeichnen – freihändig und per CAD. Außerdem beschäftigst du dich mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Farben, verschiedenen Baustoffen sowie Entwürfen und Einrichtungen von Räumen des privaten und öffentlichen Lebens. Weitere Themen sind: Innenausbau von Gebäuden, Haustechnik, Statik von Innenausbaukonstruktionen sowie baurechtliche Grundlagen. Last but not least geht es auch um die Konstruktion von Möbeln, Bau- und Kunstgeschichte sowie um Industriedesign.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Assistent/in für Innenarchitektur (PDF)

  • Als staatlich geprüfte/r Assistent/in für Innenarchitektur kannst du dich bei vielen unterschiedlichen Arbeitgebern bewerben, z. B. in Büros für Innenarchitektur oder bautechnische Gesamtplanung, bei Raumausstattern, bei Messe- und Ausstellungsveranstaltern oder auch bei Möbelherstellern.
  • Im Bereich der Architektur und Innenarchitektur liegt BIM (Building Information Modelling) im Trend. Das ist eine Software, die dreidimensionale digitale Gebäudemodelle erstellt und so die Gebäudeplanung und Ausführung einfacher und kostengünstiger macht.
  • Jemand, der sich als Gestalter/in der Fachrichtung Farbtechnik und Raumgestaltung weiterbildet oder sich sogar ein Studium der Innenarchitektur vorstellen kann.
  • Ein Experte, der sich auf die Einrichtung von Eishotels spezialisiert hat und in Alaska, Grönland oder Norwegen unterwegs ist.
  • Star-Assistent/in eines Weltraumausstatters.

Dos

  • Eine vollständige und ordentliche Zeugnismappe vorlegen – gute Noten in Mathematik, Werken/Technik und Kunst inklusive.
  • Du zeichnest, dekorierst gerne oder hast ein anderes kreatives Hobby? Das hört man gerne!
  • Begründen können, warum du für diesen Beruf geradezu geboren wurdest.

Don‘ts

  • Zu spät kommen.
  • Sagen, dass du am PC die totale Niete bist.
  • Nach einer Steckdose fragen, weil du gerne erst einmal dein Handy aufladen würdest.

Es gibt keine vorgeschriebene Kleidung. Generell gilt im Büro: ordentlich und gepflegt.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Gestalte dein Zimmer um!

Nimm dein Zimmer mal kritisch unter die Lupe, dann formuliere dein persönliches Ziel. Möchtest du zum Beispiel den verfügbaren Platz besser nutzen? Soll eine andere Deko her? Kannst du deinen Arbeitsplatz optimieren? Wenn du das Ziel bestimmt hast, kann es losgehen. Überlege, was du ändern kannst, was du dazu brauchst und wie du dein Konzept am besten umsetzt. Tipp: Plane realistisch und fange erst mit der Umsetzung an, wenn wichtige Fragen geklärt sind. Brauchst du zum Beispiel Unterstützung beim Umräumen, benötigst du bestimmte Werkzeuge und Hilfsmittel oder fallen Kosten an?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.