Berufskraftfahrer/in

Schon als kleines Kind hattest du einen riesigen Fuhrpark an Spielzeugautos, mit denen du stundenlang auf dem Spieleteppich rumgekurvt bist. Draußen auf der Straße bewunderst du das Können der Busfahrer oder LKW-Fahrer, die mit ihren 40-Tonnern auch in den schwierigsten Verkehrssituationen einen kühlen Kopf bewahren. Traust du dir das auch zu? Hast du Lust darauf, öfter mal auf Achse zu sein? Dann starte doch als Berufskraftfahrer/in durch. Ein Pluspunkt der Ausbildung: Im Praxisteil kannst du den Führerschein machen, falls du ihn noch nicht hast. 

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung. 

Arbeitszeit: Berufskraftfahrer müssen sehr flexibel sein. Im Fernverkehr ist man oft tagelang unterwegs. Im Linienverkehr ist Schichtdienst üblich.

Gehalt: 

  • 1. Jahr: 559–870 Euro
  • 2. Jahr: 580–920 Euro
  • 3. Jahr: 632–975 Euro

Gesundheits-Check Pro

Gesundheits-Check Kontra

  • Du bist immer auf Achse und kommst an die frische Luft.
  • Beim Be- und Entladen oder bei Wartungsarbeiten trainierst du deine Muskeln.
  • Du arbeitest häufig im Sitzen. Treibe also möglichst viel Sport in deiner Freizeit.
  • Du bist bei jedem Wind und Wetter unterwegs – beim Be- und Entladen bekommst du die Witterung hautnah mit.
  • Im Fernverkehr kommt ausgewogene Ernährung oft zu kurz. Mit reichlich Obst und Gemüse hältst du dich fit.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/in lernst du, wie im Nah- und Fernverkehr alles rund läuft. Du erfährst viel über die Funktionsweise von Fahrzeugen (Motor, Kraftübertragung, Fahrwerk, mechanische und elektrische Systeme) und lernst alles über das Thema Verkehrs- und Fahrgastsicherheit sowie die Absicherung von Unfall- oder Gefahrenstellen. Außerdem wirst du fit im Umgang mit Informations- und Kommunikationsgeräten, wie Fahrtenschreibern, Navigationsgeräten oder On-Board-Units zur Abrechnung von Mautgebühren. Während der Ausbildung kannst du ab einem Alter von 16,5 Jahren außerdem die Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen verschiedener Fahrzeugklassen erwerben.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Berufskraftfahrer/in (PDF)

 

  • LKW-Parkplätze werden aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens immer knapper an deutschen Autobahnen. Damit man im Fernverkehr die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten kann, wird derzeit in Bayern ein Parkleitsystem getestet, das Fahrer über eine App in Echtzeit über freie Parkplätze informiert.
  • Berufskraftfahrerinnen sind selten: Der Frauenanteil in der Branche liegt bei etwa 4 Prozent.
  • Ein Schulbusfahrer, den nichts aus der Ruhe bringt.
  • Jemand, der im LKW kreuz und quer durch Europa fährt.
  • Ein Privatchauffeur, der Promis in einer Stretchlimo zum roten Teppich bringt.

Dos:

  • Deine Stärken betonen: technisches Verständnis, Umsicht und Ruhe in stressigen Situationen, Konzentrationsfähigkeit.
  • Von deinen Fremdsprachenkenntnissen berichten.
  • Dein Interesse an anderen Ländern hervorheben.

Don’ts:

  • Gas und Bremse nicht unterscheiden können.
  • Deinen Wohnort niemals verlassen wollen.
  • Sagen, dass du Verkehrsregeln total überflüssig findest.

Je nachdem, wo du eingesetzt wirst, trägst du Schutzkleidung, z. B. Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Signalweste.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Plane eine Route von A nach B! 

Geh in Gedanken auf die Reise: Du sollst mit einem LKW eine Ladung Pizzatomaten in Sardinien abholen. Sieh nach, wo Sardinien genau liegt und wie du dorthin kommst. Ermittle mit einem Routenplaner aus dem Internet, wie lange du für die Strecke brauchst und welche Länder du durchfährst. Musst du Mautgebühren zahlen oder Fähren nehmen? Wie stellst du dir die Fahrt praktisch vor (Essen, Schlafen, Verständigung)?

 

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.