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Chemielaborant/in

Schon im Chemieunterricht hattest du bei jedem Versuchsaufbau als Erste/r die Schutzbrille auf der Nase und hast begeistert mit verschiedenen Proben hantiert? Experimente nutzt du für den wissenschaftlichen Beweis deiner Theorien und dokumentierst akribisch deine Ergebnisse? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Chemielaborant/in genau das Richtige für dich. In diesem Beruf analysierst du organische und anorganische Stoffe mithilfe chemischer Verfahren, arbeitest mit exakten Messergebnissen und optimierst Syntheseverfahren verschiedener Präparate. Du merkst, dass die Chemie stimmt? Dann auf ins Labor zu Reagenzglas, Pipette und Kittel.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer:  3,5 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit Hochschulreife haben die besten Chancen.  

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags. In größeren Labors ist auch Schichtarbeit möglich.

Gehalt (Stand: 01.03.2018)*: 

  • 1. Jahr: 897–942 Euro
  • 2. Jahr: 955–1.028 Euro
  • 3. Jahr: 1.028–1.117 Euro
  • 4. Jahr: 1.070–1.195 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du trainierst deine Geschicklichkeit und wirst von Experiment zu Experiment besser.
  • Durch deine hohe Aufmerksamkeit und Präzisionsarbeit steigerst du deine Gehirnleistung.
  • Du hast einen verantwortungsvollen Job – das ist gut für dein Selbstwertgefühl.
  • Du arbeitest mit gefährlichen Chemikalien – trage unbedingt die vorgeschriebene Schutzkleidung.
  • Die meiste Zeit verbringst du in geschlossenen Räumen – versuche, in deiner Freizeit viel an der frischen Luft zu sein.
  • Genaues Beobachten und Präzisionsarbeit kann sehr anstrengend sein – achte auf regelmäßige Pausen.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche Labor- und Messgeräte es gibt, wobei sie eingesetzt werden und wie du sie verwendest. Das Einhalten von Umwelt- und Arbeitssicherheitsvorschriften sowie der korrekte Umgang mit Gefahrstoffen gehört genauso zu den Lehrinhalten wie das Herstellen von chemischen Lösungen, Präparaten und anorganischen Verbindungen. Du lernst, wie du Stoffe zentrifugierst, extrahierst und reinigst. Auch führst du mikrobiologische und biochemische Arbeiten aus wie zum Beispiel das Bestimmen von Keimzahlen oder das Isolieren von Nukleinsäuren. Während der Ausbildung kannst du dein Wissen, je nach Ausbildungsbetrieb, in verschiedenen Richtungen vertiefen, beispielsweise in präparativer Chemie oder laborbezogener Informationstechnik.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Chemielaborant/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Alltagsexperiment

Die Chemie begegnet dir auch im Alltag. Untersuche beispielsweise, welche Farbspektren sich in deinen Finelinern verstecken. Bereite deinen Versuch vor und lege dir Filzstifte, Küchenrolle, eine Pipette und ein Glas Wasser zurecht. Male einen dicken Punkt auf das Küchenpapier und träufle einen Tropfen Wasser darauf. Dokumentiere, was bei unterschiedlichen Farben geschieht und überlege, warum sie sich so verhalten.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.