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Diätassistent/in

Du bist schon immer darauf bedacht, dich gesund zu ernähren und Sport zu treiben? Du verfolgst Blogs zu gesunden Lebensweisen und den neuesten Rezepttrends? Diätassistenten und Diätassistentinnen erstellen Therapiepläne nach ärztlichen Vorgaben, halten Vorträge zur Prävention von ernährungsbedingten Krankheiten, beraten und erläutern die Auswirkungen einer ungesunden Lebensweise. Sie kennen sich mit dem menschlichen Organismus und der Zusammensetzung von Lebensmitteln aus. Du möchtest Menschen zu einem neuen Körper- und Lebensgefühl verhelfen und liebst es, neue Dinge auszuprobieren? Perfekt, dann steht demnächst die Diätassistenten-Ausbildung auf deinem Plan.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: schulisch, mit staatlicher Abschlussprüfung

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. In der Regel hat ein mittlerer Schulabschluss die besten Chancen. Die Berufsschulen haben jedoch noch eigene Auswahlkriterien. 

Weitere Zugangsvoraussetzungen: In einigen Fällen werden zusätzliche Anforderungen für den Zugang zur Ausbildung gestellt:

  • ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung der Bewerber
  • mglw. Bescheinigung einer Hepatitis-B-Impfung
  • mglw. Führungszeugnis
  • Bescheinigung über Lehrgang des Gesundheitsamtes für den Umgang mit Lebensmitteln

Arbeitszeit: Für die theoretische Ausbildung lernst du werktags in der Berufsschule. Während deines Krankenhauspraktikums musst du mit unregelmäßigen Zeiten, Wochenend- und Schichtdiensten rechnen.

Gehalt: Eine schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Berufsschulen fallen Kosten wie Schuldgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren an – je nachdem, ob du dich für eine öffentliche oder eine private Berufsschule entscheidest. Hier findest du weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du treibst regelmäßig Sport während des Unterrichts.
  • Im Krankenhaus und nach abgeschlossener Ausbildung bist du viel in Bewegung.
  • Du kennst dich super mit gesunder Ernährung aus.
  • Du kommst evtl. mit Patienten in Berührung, deren Geschichte dich seelisch belastet.
  • Im Krankenhaus herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr – achte hier auf entsprechende Schutzmaßnahmen.
  • Durch häufiges Desinfizieren der Hände kann es leicht zu Hautreizungen kommen – hier ist auf eine ausreichende Pflege zu achten.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, wie sich die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen auf dessen Gesundheitszustand auswirken, wie du ihn dahingehend beraten kannst, einen geeigneten Ernährungsplan erstellst oder Kochkurse gibst. Vor allem der Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers stehen zu Beginn im Mittelpunkt – was wirkt sich wie wo aus? Du erfährst, aus welchen Inhaltsstoffen die verschiedenen Lebensmittel bestehen, welche Nährstoffe sie beispielsweise in sich tragen, und wie sie verstoffwechselt werden. Du eignest dir Wissen über spezielle Ernährungsbedürfnisse bei verschiedenen Krankheitsbildern, Altersgruppen, schwangeren oder stillenden Frauen, Sportlern oder Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften an. Später arbeitest du im engen Patientenkontakt – du lernst also ebenfalls, wie du Daten korrekt aufnimmst, Pläne erstellst und verständlich erklärst, welche Auswirkungen dieses oder jenes Essverhalten haben kann. Auch hältst du Vorträge, erarbeitest neue Rezepte oder führst ganze Kochkurse durch.

Für alle, die es genau wissen möchten, gibt es auf der Internetseite des Verbands der Diätassistenten weitere Informationen.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Beobachte dich selbst.

Führe eine Woche lang Tagebuch über deine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Vermerke hierbei, wie häufig, zu welchen Zeiten und was genau du isst. Ebenso erfasst du, wie dein sonstiger Tagesablauf aussieht – ob du viel sitzt, dich zwischendurch beim Yoga entspannst oder spazieren gehst. Dann überlegst du dir, ob und wie man diese Gewohnheiten verbessern könnte. Wäre es sinnvoll, einige Nahrungsmittel durch andere zu ersetzen? Hast du genügend Abwechslung in Ernährung und Bewegung?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.