Diamantschleifer/in

Diamanten sind ein Symbol für die ewige Liebe. Vielleicht verliebst du dich ja beim Weiterlesen auch in sie und möchtest mit ihnen beruflich eine Verbindung fürs Leben eingehen? Als Diamantschleifer/in hast du täglich mit dem hochkarätigsten Material der Welt zu tun. Mit Kennerblick kannst du lupenrein beurteilen, ob aus einem Diamanten ein Schmuckdiamant oder ein Diamantwerkzeug werden sollte. Mit äußerster Präzision und ruhiger Hand verleihst du ihm den passenden Schliff. Bis zur Fertigstellung kann dies – je nach Größe und Beschaffenheit des Diamanten – mehrere Tage oder sogar Monate dauern. Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Türen in der Schmuckindustrie oder bei Herstellern von Diamantwerkzeugen offen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Du kannst dich mit jeder Schulbildung bewerben.

Arbeitszeit: Die Arbeitszeiten richten sich nach deinem Arbeitgeber. In der Industrie ist Schichtarbeit möglich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 994 Euro
  • 2. Jahr: 1.057 Euro
  • 3. Jahr: 1.150 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Tätigkeit ist körperlich nicht anstrengend.
  • Du schulst deine Sinne und deine Feinmotorik.
  • Jeder fertig geschliffene Diamant ist ein Erfolgserlebnis. Glückshormone tun gut!
  • Bei der Arbeit bist du Maschinenlärm, Schleif- und Polierstaub sowie Dämpfen von Schleif- oder Reinigungsmitteln ausgesetzt.
  • Die Tätigkeit wird vor allem im Sitzen ausgeübt. Viel Bewegung in deiner Freizeit sorgt für den notwendigen Ausgleich.
  • Du brauchst voll funktionsfähige Arme und Hände sowie ein gutes Sehvermögen. Lass dich im Zweifelsfall ärztlich beraten.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du Diamanten auszuwählen, zu beurteilen und die weitere Bearbeitung zu planen. Du legst unter Anleitung u. a. die Schleif- und Polierhöchstgeschwindigkeiten fest sowie die optimale Schleifrichtung. Du erfährst, wie man Diamanten vorschleift, auf Ecken und Hauptfacetten schleift und poliert. Gleichzeitig wirst du fit gemacht im Umgang mit den benötigten Werkzeugen, Vorrichtungen, Modellen und Formen. In der Ausbildung lernst du, mit Messlupe und Messmikroskop umzugehen, denn zu deinen Aufgaben gehört es künftig auch, geschliffene Steine zu prüfen und zu messen. Außerdem erfährst du zum Beispiel, wie man beschädigte oder bereits geschliffene Diamanten nach- bzw. umschleift.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Diamantschleifer/in (PDF)

  • Alle Diamanten sind einige Milliarden Jahre alt. Die ersten Diamanten wurden vor etwa 3.000 Jahren in Indien gefunden.
  • Für einen polierten Diamanten von einem Carat müssen durchschnittlich 250 Tonnen diamanthaltiges Gestein abgebaut und verarbeitet werden.
  • Diamanten werden auf vier Kontinenten abgebaut. Australien ist der größte Produzent, gefolgt von Zaire, Botswana, Russland und Südafrika.
  • Jemand, der mit seinen Diamanten um die Wette strahlt.
  • Jemand, der eine Weiterbildung als Gestalter/in für Edelstein, Schmuck und Gerät ins Auge fasst oder sogar seinen Bachelor im Studienfach Schmuckdesign erwerben möchte.
  • Ein/e Diamantschleifer/in auf dem Weg nach New York oder Antwerpen – zwei der größten internationalen Schleifzentren.

Dos

  • Bringst du Vorkenntnisse im technischen Werken oder technischen Zeichen mit? Unbedingt erwähnen, das ist ein klarer Pluspunkt!
  • Von deinen Lieblingsfächern berichten: Physik, Mathematik, Chemie.
  • Dich als gewissenhaft und sorgfältig beschreiben.

Don‘ts

  • Durch ungeschliffenes Benehmen unangenehm auffallen.
  • Schmutzige Fingernägel haben.

Je nach Tätigkeit trägst du Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Arbeitsschürze.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Informiere dich über die 4 C!

Qualität und Wert eines Diamanten werden anhand von vier Kriterien bewertet. Experten sprechen von den 4 C: Carat, Clarity, Colour, Cut. Was genau ist damit gemeint?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.