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Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Wenn die Heizung mal nicht funktioniert, weißt du, dass es meist nur ein kleiner Einstellungsfehler ist – du findest ihn und schon wird es wieder kuschelig warm im Haus. Schon früh hast du deinen ersten Elektronikbaukasten geschenkt bekommen und hast mit deinen Experimenten deine Eltern beeindruckt? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme genau das Richtige für dich. Du planst, installierst und wartest Lüftungs-, Heizungs-, Elektrizitäts- und Sicherungssysteme in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Schulen oder in Industrie- und Wohnanlagen. Du erklärst deinen Kunden die Funktionsweisen, kalkulierst Kosten und überwachst die Anlagen. Nutze deine Energie – und die Spannung entsteht wie von selbst.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss haben die besten Chancen.

Arbeitszeit: Grundsätzlich arbeitest du werktags. In größeren Unternehmen ist es möglich, dass du Schicht- oder Wochenend- sowie Bereitschaftsdienste hast.

Gehalt (Stand: 01.08.2018):

Bereich Immobilienwirtschaft

  • 1. Jahr: 900 Euro
  • 2. Jahr: 1.010 Euro
  • 3. Jahr: 1.120 Euro
  • Für das 4. Ausbildungsjahr liegen derzeit keine Informationen vor.

Bereich Industrie

  • 1. Jahr: 976–1.053 Euro
  • 2. Jahr: 1.029–1.102 Euro
  • 3. Jahr: 1.102–1.199 Euro
  • 4. Jahr: 1.141–1.264 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Deine Feinmotorik wird von Auftrag zu Auftrag ausgeprägter.
  • Komplexe Aufgaben sind das perfekte Gehirnjogging.
  • Du bist mit elektrischer Spannung in Kontakt – achtsames Arbeiten und das Einhalten von Vorschriften schützen vor potenziellen Gefahren.
  • Du wechselst häufig zwischen drinnen und draußen – gerade in der kühleren Jahreszeit steigt das Erkältungsrisiko. Stärke mit gesunder Ernährung und Sport dein Immunsystem.
  • Du arbeitest hin und wieder in Zwangshaltungen – ausreichend Bewegung in deiner Freizeit sorgt für den nötigen Ausgleich.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche gebäudetechnischen Anlagen es gibt, wie sie gewartet und Sollwerte justiert werden, wie Verschleiß entsteht und wie betroffene Teile ersetzt und die dazugehörigen Protokolle erstellt werden. Das Berechnen und Messen elektrischer Größen gehört genauso zu den Inhalten wie das Planen von Arbeitsabläufen und Terminen. Du lernst, wie du Baugruppen montierst oder auseinandernimmst, welche Schutzmaßnahmen beim Betreiben elektrischer Anlagen einzuhalten sind, wie du Hard- und Softwarekomponenten den Anforderungen entsprechend auswählst und in bestehende Systeme einbettest. Das Anwenden von Simulations- oder Visualisierungssystemen sowie das Auswerten und -tauschen von Prozessdaten oder das Optimieren der Gebäudesysteme stehen ebenfalls auf dem Lehrplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Entwirf einen Sparplan

Lass dir von deinen Eltern den Grundriss von eurer Wohnung oder eurem Haus geben oder fertige selbst eine Skizze an. Dann überlegst du, an welchen Stellen es durch einfache Änderungen möglich wäre, Heizkosten zu sparen. Ist beispielsweise die Haustür richtig abgedichtet, hängen die Gardinen über dem Heizkörper etc.? Recherchiere, ob es weitere Möglichkeiten gibt, um die Heizleistung zu steigern beziehungsweise welche Alternativen es gibt. Wie könntest du deine Eltern davon überzeugen, deine Verbesserungsvorschläge umzusetzen?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.