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Ergotherapeut/in

Du bist einfühlsam, kommunikativ und bringst viel Geduld mit? Du arbeitest gern mit Menschen und hast keine Berührungsängste gegenüber beeinträchtigten Personen? Dann ist die Ausbildung zum Ergotherapeuten/zur Ergotherapeutin genau das Richtige für dich. Das griechische Wort „Ergon", das „Handeln“ oder „Tun" bedeutet, beschreibt den Schwerpunkt der vielseitigen Tätigkeit von Ergotherapeuten recht gut. Ergotherapie kommt beispielsweise zum Einsatz nach Schlaganfällen, Unfällen, rheumatischen Erkrankungen oder bei Behinderungen. Durch Spiele, Übungen und zahlreiche Hilfsmittel unterstützen Ergotherapeuten Patienten dabei, ihr Leben wieder weitgehend selbst in die Hand zu nehmen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Mit einem mittleren Bildungsabschluss bringst du ideale Voraussetzungen für diese Ausbildung mit. Gesetzlich ist aber keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.  

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018): Während der schulischen Ausbildung erhält man keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung Kosten an, zum Beispiel Schulgeld, Aufnahme­ und Prüfungsgebühren. Gegebenenfalls entstehen weitere Kosten, zum Beispiel für Lernmittel, Berufskleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für die auswärtige Unterbringung.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du fühlst dich gut, denn es macht glücklich, anderen Menschen helfen zu können.
  • Du bist viel in Bewegung.
  • Dein Einsatz wird häufig mit Lob und Dankbarkeit belohnt – das steigert die Arbeitszufriedenheit.
  • Die Arbeit kann ganz schön anstrengend sein, zum Beispiel wenn du erwachsene Menschen bei Gehversuchen stützt.
  • Der Umgang mit gesundheitlich beeinträchtigten Menschen kann nervlich belastend sein.
  • Du hast engen Kunden- und Körperkontakt – achte in der nasskalten Jahreszeit auf entsprechende Schutzmaßnahmen.

Ausbildungsinhalte

Schwerpunkte in der Ausbildung bilden die Bereiche Anatomie und Physiologie, Krankheitslehre, Psychologie und Pädagogik sowie ergotherapeutische Verfahren. Nur wenn du weißt, wie genau der menschliche Körper funktioniert, kannst du auch wirksam helfen. Neben den anatomischen Kenntnissen bekommst du handwerkliche Fähigkeiten und Fingerfertigkeiten vermittelt. Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernst du, Patienten durch handwerkliche oder musikalische Tätigkeiten zu aktivieren und zu mobilisieren und Methoden, mit denen deine Patienten ihre motorischen Funktionsfähigkeiten verbessern oder wiedererlangen können. Du erfährst außerdem, wie du deinen Patienten bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens helfen kannst.

Darüber hinaus stehen weitere wichtige Themen auf dem Stundenplan, unter anderem Maßnahmen zur Wiedereingliederung ins Berufs- und Arbeitsleben und therapeutisch handwerkliche und gestalterische Techniken.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Ergotherapeut/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Wie kommst du mit einem Gipsverband durch den Alltag?

Stell dir vor, du bist ordentlich ausgerutscht und hast dir einen Knochenbruch im rechten Arm zugezogen. Lass dir von einem Freund oder einer Freundin deinen Arm verbinden und lege ihn in eine Schlinge. Versuche den Arm fest am Körper zu halten, ihn nicht zu bewegen und erprobe deinen Alltag. Überlege, wie du dir zum Beispiel ein Brot schmieren kannst und welche Hilfsmittel du benötigst, damit das Brettchen nicht wegrutscht. Welche Dinge kannst du alleine aus dem Kühlschrank nehmen? Bei welchen benötigst du Hilfe? Wie sieht es in deiner näheren Umgebung aus? Was kannst du so bewältigen und wo brauchst du entsprechende Hilfsmittel?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.