Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Wie wird der Fisch zum Stäbchen oder die Schokolade zum Riegel? Wie kommt der Joghurt in den Becher oder die Limo in die Flasche? Wenn du dich zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik ausbilden lässt, kannst du diese Fragen kompetent beantworten. In diesem Beruf stellst du aus unterschiedlichsten Rohstoffen an automatisierten Maschinen und Anlagen Lebensmittelfertigprodukte her. Du befüllst die Anlagen nach festgelegten Rezepturen und überwachst neben der Qualität der Produkte auch die gesamte Produktion bis hin zur Verpackung. Arbeitsplätze gibt es in Betrieben der Fisch-, Fleisch- oder Obst- und Gemüseverarbeitung, in industriellen Großbäckereien und Molkereibetrieben sowie in der Getränke- oder Süßwarenindustrie.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Mit einem mittleren Bildungsabschluss erfüllst du auf jeden Fall die Erwartungen des Ausbildungsbetriebs. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung. 

Arbeitszeit: Industrieanlagen laufen meist rund um die Uhr. Schichtdienst ist daher üblich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 618–741 Euro
  • 2. Jahr: 701–900 Euro
  • 3. Jahr: 818–1.065 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Das ist kein Schreibtischjob: In diesem Beruf bleibst du immer in Bewegung.
  • Im Produktionsbetrieb trainierst du deine Beobachtungsfähigkeit und deine Reaktionsschnelligkeit.
  • Du erfährst etwas über die Zusammensetzung und Zubereitung von Nahrungsmitteln.
  • Bei der Arbeit an laufenden Maschinen besteht Unfallgefahr. Wenn du dich strikt an alle Sicherheitshinweise hältst, kann nichts passieren.
  • Manchmal bist du Temperaturschwankungen ausgesetzt, z. B. wenn du dich zwischen Kühlräumen und temperierten Räumen bewegst. Mit Bewegung an der frischen Luft stärkst du deine Abwehrkräfte.
  • In Industriebetrieben wird oft im Schichtbetrieb gearbeitet. Mit ausreichend Schlaf und Sport steckst du die wechselnden Arbeitszeiten gut weg.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte bereitzustellen und nach festgelegten Rezepturen für die weitere Verarbeitung vorzubereiten. Dabei beachtest du wirtschaftliche und fertigungstechnische Anforderungen sowie die vielfältigen Vorgaben des Qualitätsmanagements. Auch erfährst du, wie man die Qualität von Zutaten und Produkten prüft und diese qualitätserhaltend nach logistischen Gesichtspunkten lagert. Damit die Produktion immer im Gang bleiben kann, sorgst du auch für Nachschub, indem du den Materialbedarf ermittelst, Waren bestellst und annimmst. Und natürlich steuerst und überwachst du den Produktionsprozess nach verfahrenstechnischen und betrieblichen Vorschriften sowie die fachgerechte Verpackung der Produkte. Du lernst, wie man Störungen in den Maschinen feststellt und was in diesem Fall zu tun ist.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fachkraft für Lebensmitteltechnik (PDF)

  • Fertiggerichte werden immer beliebter. Nur rund 30 Prozent der Deutschen kochen laut einer Studie der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) noch regelmäßig selbst.
  • Die Ernährungsindustrie gehört zu den umsatzstärksten Industriezweigen in Deutschland.
  • Die erste Konservendose aus Metall ließ sich der Brite Peter Durand 1810 patentieren. Der Dosenöffner wurde allerdings erst 50 Jahre später erfunden.
  • Der oder die beliebteste Auszubildende der Firma.
  • Jemand, der die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Lebensmittel im Blick hat.
  • Der Erfinder einer neuen Rezeptur für Tiefkühlpizza.

Dos

  • Gute Noten in Mathematik, Chemie und Biologie mitbringen.
  • Deine Stärken darstellen: Sorgfalt, technisches Verständnis und schnelle Entscheidungsfähigkeit.
  • Über dein Interesse an Lebensmitteln sprechen.

Don‘ts

  • Zu spät kommen.
  • Keine Antwort darauf haben, warum du dich gerade bei dieser Firma beworben hast.
  • Sagen, dass du keine Fertigprodukte magst.

Im Umgang mit Lebensmitteln und Industrieanlagen sind vielfältige Vorschriften und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, z. B. Hygienevorschriften. Dazu zählt auch das Tragen von Schutzkleidung wie Hygienekittel, Handschuhe, Mundschutz und Kopfbedeckung.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Wie kommt der Spinat in die Packung?

Mal eben im Supermarkt eine Packung Tiefkühlspinat kaufen – das ist schnell erledigt. Doch welchen Weg legt der Spinat zurück, bevor er im Topf landet? Deine Gedankenreise startet auf dem Feld mit der Ernte. Was passiert danach? Was ist im Hinblick auf Hygiene, Lagerung und Transport zu beachten, damit das Gemüse frisch bleibt? Welche Produktionsschritte sind bei der Verarbeitung zu beachten? Wie kommt der Spinat in die Tiefkühltheke? Ob Tiefkühlgemüse oder Tütensuppe: Wenn du dich für diesen Beruf entscheidest, spielst du eine entscheidende Rolle in einem spannenden Lebensmittel-Produktionsprozess.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.