Fachkraft im Gastgewerbe

Servieren geht über Studieren – findest du? Dann ist eine Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe für dich genau die richtige Wahl. In diesem Beruf bist du bestens aufgehoben, wenn du gerne mit Menschen zu tun hast. Ob im Restaurant, an der Bar oder im Frühstücksraum eines Hotels: Du nimmst Bestellungen entgegen, servierst Speisen oder schenkst Getränke aus. Dabei bist du immer freundlich und zuvorkommend. Nicht nur, weil es dann mehr Trinkgeld gibt, sondern weil das einfach deine Art ist. Deine Kreativität kannst du ebenfalls ausleben – bei der Tischdekoration, dem Garnieren von kalten Platten oder dem Anrichten von Buffets. Zudem sind Fachkräfte im Gastgewerbe im Zimmerservice der Hotellerie gern gesehen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 2 Jahre

Schulabschluss: Gesetzlich wird keine bestimmte Schulbildung verlangt. Mit einem Hauptschulabschluss erfüllst du die Erwartungen des Ausbildungsbetriebs voll und ganz.

Arbeitszeit: Du solltest dich auf wechselnde Arbeitszeiten einstellen. Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit sind in der Gastronomie üblich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 459–740 Euro
  • 2. Jahr: 574–830 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bewegst dich viel.
  • Gehirnjogging gehört auch zum Job: Du musst Bestellungen im Kopf behalten und Rechnungsbeträge korrekt kassieren.
  • Die Tätigkeit ist körperlich anstrengend.
  • Bisweilen kann es hektisch werden, da brauchst du gute Nerven.

Ausbildungsinhalte

Als Fachkraft im Gastgewerbe bist du das Aushängeschild deines Betriebs. Deshalb wirst du in der Ausbildung zum guten Gastgeber. Du lernst, wie man sich Gästen gegenüber verhält – von der richtigen Begrüßung über die Beratung bei der Getränke- und Speisenauswahl bis hin zum professionellen Servieren. Du erfährst, wie man Bestellungen weitergibt, wie man Zahlungsvorgänge bearbeitet und wie man mit Kundenreklamationen umgeht. Zudem wirst du geschult im Umgang mit den in deinem Bereich eingesetzten Geräten und Maschinen. Und auch das gehört dazu: Gasträume reinigen, pflegen und herrichten.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fachkraft im Gastgewerbe (PDF)

  • Im deutschen Gastgewerbe sind über zwei Millionen Menschen beschäftigt.
  • 90 Prozent der zufriedenen Gäste geben ein Trinkgeld. Etwa die Hälfte gibt 5 Prozent des Rechnungsbetrages.
  • Jemand, der zum/zur Restaurantfachmann/-frau oder Restaurantmeister/in aufsteigen möchte.
  • Eine Berühmtheit auf dem Gebiet des kreativen Serviettenfaltens.
  • Strahlender Sieger der „Kristallglas-Polier-Olympiade“.

Dos

  • Deine Leistungs- und Einsatzbereitschaft betonen.
  • Von deinen Stärken berichten: Kopfrechnen, Mitdenken, Zupacken.
  • Dich als kommunikativ und kontaktfreudig darstellen.

Don‘ts

  • Einen unmotivierten Eindruck machen.
  • Schlecht gekleidet und ungepflegt erscheinen.
  • Klarstellen, dass du nur von 9 bis 17 Uhr zur Verfügung stehst.

Meist trägst du Arbeitskleidung, die dich als Servicekraft erkennbar macht.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Meistere einen Servier-Parcours! 

Beim Servieren sind Kraft und Geschicklichkeit gefragt. Du musst dich mit vollen Tabletts sicher durch Tischreihen hindurch bewegen, spielenden Kindern ausweichen und dafür sorgen, dass Speisen und Getränke wohlbehalten bei den Gästen ankommen. Besorge dir ein Tablett, auf das du verschiedene (sicherheitshalber besser unzerbrechliche) Sachen stellst, und baue einige Hindernisse auf. Dann transportiere das Tablett durch diesen Parcours hindurch. Am Ende „servierst“ du deinen unsichtbaren Gästen die Gegenstände. Natürlich so elegant wie möglich. Vergiss nicht zu lächeln!

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.