Fachkraft für Hygieneüberwachung

Kühlschrank-Keime in der Schulmensa, schmutzige Toiletten im Kindergarten oder verunreinigtes Wasser im Hallenbad – das geht ja wohl gar nicht! Wenn du aktiv zum öffentlichen Gesundheitsschutz beitragen möchtest, solltest du dich zur Fachkraft für Hygieneüberwachung ausbilden lassen. Dann stellst du sicher, dass die gesetzlichen Hygienevorschriften eingehalten werden. Bei Ortsbesichtigungen und Betriebskontrollen nimmst du Proben und führst Messungen durch – zum Beispiel auch in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen oder in Einrichtungen der öffentlichen Wasserversorgung. Du ermittelst bei Verstößen, um die Bürger vor Gesundheitsgefahren zu schützen und berätst auch in Fragen der Seuchenhygiene.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 3 – 4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)

Schulabschluss: Es wird meist ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Die Berufsfachschulen wählen die Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. 

Arbeitszeit: Du arbeitest in der Regel werktags zu den üblichen Bürozeiten. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gehalt: Die schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Schulen fallen Kosten an, z. B. für Schulgeld oder Aufnahme- und Prüfungsgebühren.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Ausbildung macht dich zu einem Hygieneprofi. Dein Wissen hilft dir, gesund zu bleiben und z. B. Infektionsgefahren rechtzeitig zu erkennen.
  • Du bist häufig unterwegs, um die Einhaltung der gesetzlichen Hygienevorschriften vor Ort zu kontrollieren. So wird es nie langweilig und du bleibst in Bewegung.
  • Bei Vor-Ort-Terminen kann auch mal Infektionsgefahr bestehen. Mit der richtigen Schutzkleidung passiert dir nichts.
  • Du hast gelegentlich mit unangenehmen Gerüchen oder Schädlingen zu tun und solltest daher nicht empfindlich sein.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung hast du theoretischen und praktischen Unterricht. Dabei lernst du viel über Infektions-, Umwelt-, Lebensmittel- und Ernährungshygiene sowie Arbeits- und Sozialhygiene. Du vertiefst dein Wissen in den Naturwissenschaften und steigst auch in die Arzneimittellehre ein. Außerdem steht Instrumenten-, Geräte- und Materialkunde auf dem Stundenplan. Im Rahmen von Praktika wendest du das Gelernte praktisch an. Bei Kontrollbesuchen prüfst du zum Beispiel, ob die Hygienevorschriften in öffentlichen Gebäuden eingehalten werden. Du führst Messungen durch und entnimmst Proben, die du an das zuständige Labor weiterleitest. Du lernst, wie man protokolliert, Berichte verfasst und Hygienepläne erstellt. Deine kommunikativen Fähigkeiten werden ebenfalls geschult, da auch die Beratung von Bürgern und Unternehmen zu deinem künftigen Aufgabenbereich gehört.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fachkraft für Hygieneüberwachung (PDF)

  • Im menschlichen Verdauungstrakt gibt es gesundheitsfreundliche und gesundheitsschädigende Bakterien. Die guten Bakterien helfen dem Körper, die krankmachenden Bakterien zu bekämpfen.
  • Antibiotika wirken nur bei Bakterieninfektionen – gegen Viren sind sie machtlos.
  • Rund eine Million Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr eine Lebensmittelvergiftung. Oft sind Keime im Kühlschrank schuld.
  • Jemand, der im öffentlichen Gesundheitswesen seinen Traumberuf findet und Gesundheitsgefahren abwendet.
  • Ein Hygieneprofi, der die Prüfung zum/zur Umweltschutzfachwirt/in oder einen Bachelorabschluss im Studienfach Gesundheitswissenschaft, Public Health, anstrebt.
  • Autor/in des Horrorromans „Als die Leberwurst grün wurde“.

Dos

  • Von deinen Lieblingsfächern in der Schule berichten: Chemie und Biologie.
  • Dich als verantwortungsbewussten Menschen darstellen, z. B. indem du über deinen Ordnungssinn, deine Mitarbeit im Haushalt oder über deine Freizeitgestaltung sprichst.

Don‘ts

  • Ungepflegt oder schlampig gekleidet erscheinen.
  • Erzählen, dass du Ratten als Haustiere hältst.

Hygienebeauftragte tragen im Büro Alltagskleidung. Bei Vor-Ort-Terminen trägst du bei Bedarf Schutzkleidung (z. B. Arbeitskittel oder Einweghandschuhe zum Schutz vor Infektionen).

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Was ist eine Pandemie?

 

Das Wort Epidemie für Seuche kennt jeder. Doch was ist eigentlich eine Pandemie? Recherchiere im Internet, was damit gemeint ist. Welche Pandemien hat es in den letzten Jahren gegeben und mit welchen Maßnahmen hat man versucht, sie einzudämmen? Bestimmt hast du auch noch eigene Ideen, wie man die Ausbreitung von gefährlichen Massenerkrankungen verhindern kann. Wie könntest du als Hygienefachkraft künftig dafür sorgen, dass die Menschen in deiner Stadt gesund bleiben?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.