Fachkraft für Lagerlogistik

Smartphones aus Südostasien, Kiwis aus Neuseeland, Möbel aus dem Internet: Heute bekommt man fast jedes Produkt überall und jederzeit. Viele Menschen sorgen dafür, dass die moderne Welt nie stillsteht und wir auf nichts verzichten müssen. Als ausgebildete Fachkraft für Lagerlogistik bist du ein wichtiges Rad im Getriebe, denn du sorgst für reibungslose Abläufe. Waren annehmen, Lieferungen und Papiere kontrollieren, Produkte fachgerecht lagern und für den sicheren Transport  vorbereiten – all das und vieles mehr gehört zu diesem verantwortungsvollen Job. Digitale Helfer unterstützen dich dabei.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Das Gesetz schreibt keine bestimmte Schulbildung vor. Industriebetriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein. Handwerksbetriebe entscheiden sich vor allem für Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss.

Arbeitszeit: Je nach Branche und Betrieb unterschiedlich. Neben den geregelten Arbeitszeiten an Werktagen sind auch Schicht- oder Wochenenddienste möglich (z. B. bei verderblichen Waren oder im Online-Handel).

Gehalt:

  • 1. Jahr: 559–870 Euro
  • 2. Jahr: 580–920 Euro
  • 3. Jahr: 632–975 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Wenn du ein sportlicher Typ bist, kannst du in diesem Beruf deine Ausdauer weiter trainieren.
  • Du bist ein Teamplayer und wirst gebraucht – ein gutes Gefühl!
  • Du arbeitest meist in Lagerhallen mit Kunstlicht. In großen Hallen kann es im Winter auch mal ganz schön kalt und zugig sein. Also nicht vergessen, in deiner Freizeit Sonne und frische Luft zu tanken – das stärkt die Abwehrkräfte.
  • Mit gesundheitlichen Einschränkungen (Muskelschwächen, nicht korrigierbare Sehschwäche, Herz- und Kreislaufproblemen) solltest du diesen Beruf nicht wählen.

Ausbildungsinhalte

Die moderne Lagerwirtschaft ist eine logistische Meisterleistung, zu der Fachkräfte für Lagerlogistik einen wichtigen Beitrag leisten. In der Ausbildung lernst du Schritt für Schritt die logistischen Planungs- und Organisationsprozesse vom Wareneingang bis zum Warenausgang kennen. Digitale Datenerfassungsgeräte helfen dir dabei. Da du auch für das Be- und Entladen von Gütern zuständig bist, wirst du in die Bedienung von Fördersystemen, Hebezeugen und Gabelstaplern eingewiesen. Neben der körperlichen Arbeit ist auch Köpfchen gefragt: In der Ausbildung geht es auch darum, Auslieferungstouren zu planen, die günstigste Versandart zu ermitteln oder die innerbetrieblichen Informations- und Materialflüsse von der Beschaffung bis zum Absatz zu optimieren. Du wirst auch deine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen, da es in der Lagerlogistik meist international zugeht.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fachkraft für Lagerlogistik (PDF)

  • Im Jahr 2014 unterschrieben 24.696 Personen einen Ausbildungsvertrag als Fachkraft für Lagerlogistik.
  • Bisher ist nur etwa jede 10. Fachkraft für Lagerlogistik weiblich. Dabei ist die Arbeit körperlich auch nicht anstrengender als z. B. im Verkauf, weil zahlreiche Maschinen die Hebe- und Transportarbeiten erleichtern.
  • In der Logistik gibt es spannende Entwicklungen – etwa Transport-Drohnen oder sogenannte „Wearables“. Das sind mobile Computersysteme zum Anziehen, zum Beispiel Handschuhe mit eingebauten Mini-Computern.
  • Ein angehender Meister für Lagerwirtschaft.
  • Das Gesicht einer Werbekampagne für Lagerlogistik.
  • Mitarbeiter des Monats in der Niederlassung deines Arbeitgebers in New York, Rio oder Tokio.

Dos

  • Von deinen Fremdsprachenkenntnissen und deinem guten Zahlenverständnis berichten.
  • Deine Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Ordnungssinn hervorheben.
  • Von deinen sportlichen Aktivitäten erzählen.

Don‘ts

  • Ein Bewegungsmuffel sein.
  • Einen Blackout haben, wenn du deine Stärken darstellen sollst.
  • Null Ahnung haben, was die Firma macht, bei der du dich gerade vorstellst.

Das hängt vom Einsatzort und den Sicherheits- und Hygienevorschriften ab. Manchmal reichen Sicherheitsschuhe zur normalen Kleidung, um Verletzungen zu vermeiden. Manchmal ist darüber hinaus spezielle Schutzkleidung notwendig, etwa bei Gefahrgütern.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Prüfe und optimiere deinen Schrank! 

Wirf einen kritischen Blick in deinen Schrank: Ist alles sinnvoll angeordnet und platzsparend verstaut? Wo siehst du Optimierungsmöglichkeiten? Was kann aussortiert werden und wohin damit?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.