Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Deutschland gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Du kannst aktiv dazu beitragen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Als ausgebildete Fachkraft für Schutz und Sicherheit schützt du Personen, Objekte, Anlagen und Werte. Du schätzt Gefährdungspotenziale richtig ein und ergreifst im Notfall die richtigen Maßnahmen. Gebraucht wirst du an vielen Orten, zum Beispiel auf Bahnhöfen und Flughäfen oder an Veranstaltungsorten wie Messegeländen, Fußballstadien und Konzertsälen. Du berätst Kunden in Sicherheitsfragen und unterstützt bei der Installation und Inbetriebnahme von sicherheitstechnischen Einrichtungen. Je nach Tätigkeitsgebiet führst du Personenkontrollen oder Kontrollen in Gebäuden und Außenbereichen durch. Sicherheitsprofis sind auch gefragt, wenn es um Werttransporte oder Personenschutz geht. Wenn du verantwortungsbewusst, durchsetzungsstark und obendrein körperlich top-fit bist, triffst du mit dieser Berufswahl voll ins Schwarze.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis gibt es vor allem Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss.

Arbeitszeit: Schichtarbeit und Bereitschaftsdienst kennzeichnen diesen Beruf. Unregelmäßige Arbeitszeiten sind möglich, zum Beispiel im Personenschutz oder bei der Sicherung von Veranstaltungen.

Gehalt:

  • Jahr: 500–750 Euro
  • Jahr: 550–800 Euro
  • Jahr: 580–868 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • In diesem Beruf bist du immer in Bewegung.
  • Die Vielseitigkeit der Aufgaben macht Spaß – eine wichtige Voraussetzung für berufliche Zufriedenheit.
  • Schichtdienst kann den Biorhythmus beeinträchtigen.
  • Je nach konkreter Tätigkeit hast du u. a. mit alkoholisierten oder gewalttätigen Personen zu tun, die sich deinen Anweisungen widersetzen und vielleicht sogar handgreiflich werden wollen. In deiner Ausbildung lernst du, professionell damit umzugehen.

Ausbildungsinhalte

Diese Ausbildung macht dich zu einem Profi für Sicherheit. Du erfährst etwas über die Rechtsgrundlagen deiner künftigen Tätigkeit, z. B. Einsatzrecht und Strafrecht. Außerdem lernst du, mit welchen Maßnahmen sich Gefahren vorbeugend abwehren lassen, wie man Gefährdungspotenziale beurteilt und passende Sicherungsmaßnahmen einleitet. Du machst dich mit der Funktionsweise und dem Gefährdungspotenzial verschiedener Waffen sowie mit den Möglichkeiten der Eigensicherung vertraut. Weitere Themen in der Ausbildung sind: Kommunikation mit Kunden, Deeskalation in gefährlichen Situationen, Anwendung von Einsatzmitteln und Sicherheitstechnik, Gefahrenmeldung, Brandschutz, Dienstplangestaltung und wirtschaftliches Planen von betrieblichen Aufgaben.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fachkraft für Schutz und Sicherheit (PDF)

  • 2016 gab es in Deutschland über 6.300 Wach- und Sicherheitsdienstleistungsunternehmen. Damit hat sich die Zahl in den letzten zwei Jahrzehnten verdreifacht.
  • Die drei wichtigsten Bereiche im Wach- und Sicherheitsdienstleistungsmarkt sind Objektschutz, Flughafensicherheit sowie Notruf- und Serviceleitstellen.
  • In der Sicherheitsbranche werden zunehmend Drohnen eingesetzt, z. B. mobile Kameradrohnen im Werk- und Objektschutz. Sie übertragen Bilder in Echtzeit in die Sicherheitszentrale.
  • Der Stolz deiner Eltern, weil du zu denen gehörst, die Deutschland sicherer machen.
  • Jemand, der die Prüfung als Meister/in für Schutz und Sicherheit oder ein Studium im Studienfach Sicherheitsmanagement anstrebt.
  • Bodyguard eines Regierungsmitglieds oder einer anderen wichtigen öffentlichen Person.

Dos

  • Mit deinen Lieblingsfächern punkten: Wirtschaft/Recht, Deutsch und Sport.
  • Dich im Vorfeld um ein ärztliches Attest und ein behördliches Führungszeugnis kümmern, das deine gesundheitliche und charakterliche Eignung bestätigt.
  • Treibst du Sport, vielleicht sogar im Verein? Das kommt auf jeden Fall gut an.

Don‘ts

  • Sagen, dass du eher ein ängstlicher Typ bist.
  • Als deine größten Schwächen schnelle Reizbarkeit und mangelnde Sorgfalt angeben.
  • Dich über Videoüberwachung im öffentlichen Raum aufregen.

Als Sicherheitskraft trägst du uniformähnliche Dienstkleidung.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Gedankenspiel – entschärfe eine Konfliktsituation!

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit haben mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. Dabei kann es auch zu Konflikten kommen, beispielsweise mit gestressten Passagieren an Flughäfen oder Bahnhöfen, mit betrunkenen oder aggressiven Personen. Welche Konfliktsituationen fallen dir konkret ein? Welche Formen der Deeskalation gibt es? Welche Möglichkeiten hast du, wenn du mit Worten nicht weiterkommst? Ob deine Ideen richtig sind, erfährst du im Detail während deiner Ausbildung.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.