Fleischer/in

Du kannst es ruhig zugeben: Am liebsten würdest du heute noch an der Fleischtheke das berühmte „Scheibchen Wurst“ bekommen. Wenn du dafür aber schon ein bisschen zu groß bist, dann wechsele doch einfach die Seiten! Als Fleischer/in bereitest du Fleisch für den Verkauf vor und verarbeitest es zu leckeren Fleisch- und Wurstwaren weiter. Auch die Zubereitung von Feinkosterzeugnissen, Fertiggerichten oder Konserven gehört zum Job. Im Handel beraten Fleischer/innen auch die Kunden und bedienen an der Verkaufstheke. Auch das Schlachten von Tieren gehört dazu, wenn du dich für diesen Ausbildungsberuf entscheidest.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. 

Arbeitszeit: Die Arbeitszeit hängt von deinem Arbeitsbereich ab. Im Einzelhandel arbeitest du zu den üblichen Ladenöffnungszeiten. Generell ist Schichtdienst möglich.

Gehalt im Bereich Industrie und Handel

  • 1. Jahr: 684–710 Euro
  • 2. Jahr: 768–816 Euro
  • 3. Jahr: 816–918 Euro

 Gehalt im Bereich Handwerk

  • 1. Jahr: 310–720 Euro
  • 2. Jahr: 375–835 Euro
  • 3. Jahr: 465–1.025 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du kannst die Qualität von Fleisch beurteilen. Davon profitierst du auch privat.
  • Du bist viel in Bewegung. Die typischen Büro-Beschwerden, wie z. B. Nackenverspannungen, sind für dich kein Thema.
  • Du brauchst eine robuste Gesundheit, da du bei Kälte (Kühlräume), Hitze (Räucherräume, Wurstküchen) und auch bei Feuchtigkeit (Kochdämpfe) arbeitest.
  • Du kannst dich an scharfen Messern verletzen.
  • Schlachten ist nichts für schwache Nerven.

Ausbildungsinhalte

In der Fleischerausbildung geht es um die Wurst und um noch vieles mehr. Du lernst, wie man verschiedene Fleischsorten beurteilt, zerlegt und die Teilstücke für die weitere Verwendung vorbereitet (Portionieren, Würzen, Marinieren). Du beschäftigst dich mit der Herstellung und Haltbarmachung von Wurst, Hackfleischerzeugnissen und Füllungen und erfährst, wie man die Anlagen, Maschinen und Geräte bedient und reinigt. Außerdem lernst du etwas über die rechtlichen Vorschriften zur Lebensmittelhygiene, über das Thema Qualitätskontrolle und darüber, wie man Kunden fachgerecht bedient. Im Laufe der Ausbildung kannst du dich auch spezialisieren, z. B. auf Schlachten, Herstellen besonderer Wurst- und Fleischwaren, Kundenberatung und Verkauf.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Fleischer/in (PDF)

  • Im Durchschnitt verzehren die Deutschen knapp 60 Kilogramm Fleisch im Jahr.
  • Schweinefleisch ist die beliebteste Fleischsorte (rund 40 Kilogramm), gefolgt von Geflügel (knapp 12 Kilogramm) und Rind- und Kalbfleisch (knapp 9 Kilogramm).
  • Laut Ernährungsreport 2016 essen 47 Prozent der Männer in Deutschland täglich Fleisch. Bei den Frauen sind es 22 Prozent.
  • Ein/e angehende/r Fleischermeister/in.
  • Ein Kunden-Magnet, weil bei dir jeder ein „Scheibchen Wurst“ bekommt.
  • Gründer/in einer Bio-Metzgerei.

Dos

  • Betonen, dass du Wert auf Sauberkeit und Hygiene legst.
  • Dich als zupackenden, praktisch veranlagten Menschen darstellen.
  • Erzählen, dass du bei Sommerfesten am liebsten am Grill stehst.

Don‘ts

  • Militanter Vegetarier oder Veganer sein.
  • Sagen, dass du Tiere zwar essen, aber niemals schlachten würdest.

Du trägst Schutzkleidung, z. B. schnittfeste Handschuhe oder Schürzen. So schützt du dich vor Verletzungen.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Informiere dich über die Teilstücke vom Rind! 

Als Fleischer musst du natürlich fit in Fleischkunde sein. Informiere dich deshalb im Internet: Welche Teilstücke vom Rind gibt es? Für welche Zubereitungsart sind sie jeweils besonders gut geeignet?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.