Gebäudereiniger/in

Du möchtest gerne mal hinter die Fassaden deiner Stadt schauen und am liebsten auch mal hoch hinaus? Du legst Wert darauf, dass alles hygienisch und blitzblank ist? Als Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin wirst Du an vielen unterschiedlichen Einsatzorten gebraucht und stellst dich echten Herausforderungen. Zum Beispiel wenn es darum geht, Spiegelfassaden von Büros oder Hochhausfronten auf Hochglanz zu bringen, Züge zu reinigen, Schädlinge zu bekämpfen oder Hygienekonzepte in Krankenhäusern umzusetzen. In der dreijährigen Ausbildung zum Gebäudereiniger erwirbst du umfangreiches Spezialwissen über Reinigungsgeräte, Reinigungsmittel und welche Flächen welche Pflege benötigen. Arbeitssicherheit und Umweltschutz werden dabei groß geschrieben.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss.

Arbeitszeit: Meist im Schichtdienst, da viele Gebäude außerhalb der Öffnungszeiten gereinigt werden.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 605–670 Euro
  • 2. Jahr: 735–815 Euro
  • 3. Jahr: 855–950 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist immer in Bewegung – ein großer Vorteil gegenüber Berufen, die am Schreibtisch ausgeübt werden.
  • Du trainierst deine Kondition, wenn du zum Beispiel größere Glas- oder Fassadenflächen reinigst.
  • Manche Tätigkeiten können deine Wirbelsäule oder Gelenke belasten, zum Beispiel beim Reinigen schwer zugänglicher Stellen.
  • Du musst schwindelfrei sein, da du eventuell auch auf Hebebühnen arbeitest.
  • Die Reinigungsmittel können deine Haut oder Atemwege reizen.

Ausbildungsinhalte

Der Berufsalltag des Gebäudereinigers ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Du lernst, Verschmutzungen auf verschiedenen Oberflächen zu beurteilen und die passende Reinigungsmethode und die entsprechenden Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemittel auszuwählen. Weitere wichtige Themen sind die fachgerechte Entsorgung von Chemikalien, Maßnahmen zum Explosionsschutz sowie die Betriebssicherheit beim Einsatz von Fassadenbefahranlagen und Hubarbeitsbühnen. Außerdem erfährst Du, welche Hygienevorschriften bei Reinigungsarbeiten in Gesundheitseinrichtungen, wie Krankenhäusern, zu beachten sind. Auch wirst du zum Profi in Sachen Schädlingsbekämpfung. Ob Ratten, Silberfischchen oder Wespennest – man wird dir für deine kompetente Hilfe sehr dankbar sein!   

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Gebäudereiniger/in (PDF)

  • Im Jahr 2012 beschäftigte die Branche über eine halbe Million Menschen.
  • Wegen der regelmäßigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten wurde die Glaskuppel auf dem Berliner Reichstagsgebäude im Jahr 2016 viermal für jeweils fünf Tage geschlossen.
  • In Zukunft wird es Drohnen geben, die Außenfassaden oder Schiffsrümpfe putzen können.
  • Ein selbständiger Gebäudereiniger mit vielen zufriedenen Kunden.
  • Ein Profi für Flugzeugreinigung.
  • Ein YouTube-Star, der die höchsten Gebäude der Welt reinigt.

Dos

  •  Dich im Vorfeld über das Unternehmen informieren, bei dem du dich bewirbst.
  • Interesse an dem Beruf zeigen und Fragen stellen.
  • Erklären, warum Dir Hygiene und Sauberkeit wichtig sind.

Don‘ts

  • Als erstes nach den Verdienstmöglichkeiten fragen.
  • Sagen, dass du dir nicht gerne die Finger schmutzig machst.
  • Dich als Faulpelz outen.

Arbeitskleidung und bei Bedarf Schutzkleidung

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Bring eure Küche auf Vordermann!

Nimm eure Küche mal kritisch unter die Lupe. Wo sitzt der Schmutz und welche Utensilien brauchst du für die Reinigung? Wie gehst du am besten vor: Was säuberst du zuerst, was zum Schluss und welche Flecken müssen vorbehandelt werden? Was musst du bei der Säuberung des Kühlschranks beachten? Wenn du einen Plan und alle notwendigen Geräte hast, heißt es: Arbeitskleidung an und los geht‘s!    

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.