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Geomatiker/in

Deine neue Wohnung hast du auf den Zentimeter genau ausgemessen und liebst es, deine Möbel in 3-D-Planern hin- und herzuschieben? Mathe und Geometrie sind für dich keine Schreckgespenster, sondern wecken deinen Forscher- und Entdeckergeist? Perfekt – dann ist eine Ausbildung zum/zur Geomatiker/in genau das Richtige für dich. In diesem Beruf führst du Vermessungen durch oder wertest vorhandene geografische Daten aus. Diese Geodaten visualisierst du in dreidimensionalen Darstellungen oder multimedialen Anwendungen und berätst damit Kunden, zum Beispiel in Bezug auf Standortplanungen. Wenn du gern strukturiert arbeitest und dich mit Computern auskennst, zeigt dein Kompass klar in Richtung Geomatik.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife haben die besten Chancen.  

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt:

Die monatliche Ausbildungsvergütung ist je nach Bundesland und Anstellung unterschiedlich, zum Beispiel:

Gehalt im Bereich Ingenieurbüros

  • 1. Jahr: 618 Euro
  • 2. Jahr: 775 Euro
  • 3. Jahr: 930 Euro

Gehalt im öffentlichen Dienst

  • 1. Jahr: 937 Euro
  • 2. Jahr 991 Euro
  • 3. Jahr: 1.041 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du trainierst deine Augen-­Hand-­Koordination und wirst mit jedem Einsatz besser.
  • Du musst dich körperlich nicht besonders anstrengen.
  • Der häufige Wechsel von Aufgaben und Arbeitssituationen hält dich körperlich und geistig fit.
  • Du arbeitest viel am PC – Sport in deiner Freizeit sorgt für ausreichende Bewegung.
  • Bei Vermessungsarbeiten bist du unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen ausgesetzt – achte hier auf die jeweils passende Kleidung.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung werden dir zunächst die Grundlagen des Raumbezugs, der Fotogrammetrie sowie der Fernerkundungsmethoden vermittelt. Du lernst, Vermessungsmethoden und -geräte anzuwenden, vorhandene Geodaten hinsichtlich Genauigkeit, Aktualität und Plausibilität zu überprüfen und diese in Karten und Datenmodellen mehrdimensional darzustellen. Wie Metadateninformationssysteme angewandt, Datenbankmanagementsysteme genutzt und Geodatendienste ausgewählt werden, gehört genauso zum Lehrinhalt wie das Modellieren, Harmonisieren und Integrieren von Geodaten sowie deren Transformation in andere Bezugssysteme. Auch lernst du, welche Unterschiede es zwischen regionalen, nationalen und internationalen Geodateninfrastrukturen gibt oder wie du die Lage, Größe und Form von Objekten anhand von fernerkundlichen Verfahren bestimmen kannst.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Geomatiker/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Wanderkarten selbst gestalten

Fertige für deine Freunde oder Familie eine Wanderkarte von eurer direkten Umgebung an. Beschreibe hier genau die topografischen Besonderheiten, gehe auf Erhebungen etc. ein, sodass du eine detaillierte Charakterisierung der Landschaft verfasst. Gestalte nun mit einfachen, klaren Skizzen eine visuelle Karte. Worauf musstest du beim Messen besonders achten? Gab es Schwierigkeiten? Könnte man mit anderem Handwerkszeug die Arbeit leichter gestalten?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.