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Gestalter/in für visuelles Marketing

Erwischst du dich manchmal dabei, wie du beim Stadtbummel an einem aufwändig dekorierten Schaufenster hängen bleibst und die äußerst gelungene Präsentation bewunderst? Lässt du dich gerne inspirieren und blätterst stundenlang in Zeitschriften zum Thema Wohnen und Dekorieren? Dann leb dich da aus, wo Dekoration und Gestaltung im Fokus stehen und du dein handwerkliches Geschick gut einbringen kannst: Die Ausbildung zum Gestalter/zur Gestalterin für visuelles Marketing ist spannend und vielfältig und bietet dir hervorragende Perspektiven. Gestalter für visuelles Marketing entwickeln nicht nur Gestaltungskonzepte für die Präsentation von Waren und Dienstleistungen, sie bearbeiten auch Grafiken am PC, stellen Materialien in der Werkstatt her und kalkulieren für Kunden die Kosten eines Auftrags.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual


Dauer:
3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Arbeitszeit: In der Regel arbeitest du werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 645–805 Euro
  • 2. Jahr: 710–905 Euro
  • 3. Jahr: 830–1.045 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Der Job bietet fast jede Art der Bewegung: laufen, stehen, hocken, sitzen. Das hält dich fit und aktiv.
  • Die Abwechslung zwischen starrer PC-Arbeit, handwerklicher Tätigkeit und Beratung schont deine Augen und deinen Rücken.
  • Du verbringst die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Tanke in deiner Freizeit viel frische Luft und Sonne.
  • Es besteht ein etwas erhöhtes Unfallrisiko, weil du gelegentlich auf Leitern arbeiten musst. Achte hier immer auf festes Schuhwerk und versuche, achtsam und nicht unter Stress zu arbeiten.

Ausbildungsinhalte

Zu Beginn deiner Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing lernst du, wie visuelle Verkaufsförderung in Unternehmen eingesetzt wird. Dir wird gezeigt, wie Waren, Produkte und Dienstleistungen präsentiert werden – vom Entwurf über die Planung bis hin zur Umsetzung. Der Umgang mit Werkstoffen, Werkzeugen und Geräten wird dir vermittelt. In der Berufsschule lernst du das Gestalten von Flächen und Räumen sowie das Herstellen von Objekten – Kalkulation und die Anwendung von IT-Systemen stehen ebenfalls auf dem Programm.

Die kaufmännischen Aspekte deiner Ausbildung stehen im zweiten Ausbildungsjahr im Mittelpunkt, beispielsweise die kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie der Umgang mit Kunden. In der Berufsschule wird dir gezeigt, wie du sensorische Gestaltungsmittel, wie zum Beispiel Akustik, Licht und Farbe, einsetzt und Werbeobjekte kalkulierst. Außerdem lernst du, Präsentationsräume zu gestalten und Events zu organisieren.

Weitere Schwerpunkte in der Berufsschule sind:

  • Werken und Technik, um Dekorationselemente selbst anfertigen zu können;
  • Kunst, um Farben und Formen perfekt als Gestaltungsmittel einzusetzen;
  • Mathematik, um zum Beispiel den Materialbedarf exakt zu kalkulieren;
  • Englisch, um nicht auf dem Schlauch zu stehen, wenn internationale Kunden einen Extrawunsch haben.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Gestalter/in für visuelles Marketing (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Erkundige dich nach Praktikumsmöglichkeiten!
Die Arbeitsbereiche eines Gestalters für visuelles Marketing sind so vielfältig wie die Kunden, für die Dekorationen umgesetzt werden. Damit du gute Einblicke bekommst und merkst, was dir besonders viel Spaß bereitet und wo deine Stärken liegen, bieten Kaufhäuser oder Möbel- und Bekleidungsgeschäfte Praktikumsmöglichkeiten an. Recherchiere im Internet, schreibe eine Initiativbewerbung oder erkundige dich zum Beispiel bei dem Filialleiter, ob du einen Blick hinter die Kulissen werfen und den Gestaltern für visuelles Marketing über die Schultern schauen darfst.

Durch ein Praktikum erkennst du wunderbar, ob die Branche zu dir passt oder du dich doch lieber noch einmal umorientierst. Auf jeden Fall macht sich ein Praktikum gut in deinem Lebenslauf. Dass du schon einmal Betriebsluft schnuppern konntest, gefällt deinem künftigen Chef mit Sicherheit.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.