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Glasmacher/in

Immer den Durchblick zu haben, ist dir wichtig. Bei Aufgaben, die Konzentration und Sorgfalt erfordern, bist du sofort zur Stelle, gleichzeitig bist du aber auch ein kreativer Typ. Handwerklich zu arbeiten und ab und zu mit dem Feuer zu spielen liegt dir. Dann ist eine Ausbildung zum/zur Glasmacher/in das Richtige für dich. Hier werden beispielsweise Vasen, Schalen oder Kerzenhalter aus einer Kugel mundgeblasen und von Hand bearbeitet. Große Mengen an Trinkflaschen oder Einweckgläsern werden an vollautomatischen Maschinen hergestellt, die von Glasmachern bedient und gewartet werden. Wenn du also nicht nur Herzen zum Schmelzen bringen möchtest, sondern auch Glas, solltest du dich für diese Ausbildung entscheiden.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit Hauptschul- oder mittlerem Bildungsabschluss werden gern gesehen.  

Arbeitszeit: Je nachdem, wo du eine Anstellung findest, arbeitest du werktags oder im Schichtdienst.

Gehalt:

Die monatliche Ausbildungsvergütung ist je nach Bundesland unterschiedlich, zum Beispiel:

  • 1. Jahr: 643–680 Euro
  • 2. Jahr: 718–732 Euro
  • 3. Jahr: 817–837 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du stärkst deine Augen-Hand-Koordination und deine Geschicklichkeit.
  • Du kannst deine Kreativität ausleben und zwischen verschiedenen Tätigkeiten wechseln.
  • Du stellst schöne Dinge her und erfreust deine Kunden damit, das tut deiner Seele gut.
  • Zerbrochenes und flüssiges Glas erhöhen die Unfallgefahr – trage immer Schutzkleidung, um Verletzungen vorzubeugen.
  • Du bist heißen Temperaturen, Kälte und Feuchtigkeit ausgesetzt – sorge mit der richtigen Ernährung und ausreichend Sport für ein starkes Immunsystem.
  • Bei der Arbeit an Maschinen bist du erhöhtem Lärm ausgesetzt – mit dem passenden Gehörschutz kann nichts passieren.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche Glassorten es gibt, wie Glasartikel hergestellt und bearbeitet werden, wie fertige Artikel abgeschlagen und gekühlt werden und welche Regeln es bei der Zusammensetzung mehrerer Glasarten zu beachten gibt. Außerdem wird dir gezeigt, wie und bei welchen Temperaturen Glas schmilzt und worauf du bei der manuellen Bearbeitung achten musst. Auch das Planen und Wiederaufbereiten von Glasmengen oder wie Glasposten an einen vorgeblasenen Glasrohling angesetzt werden, stehen auf dem Lehrplan. Du lernst, wie du Glas formst, wie du Ursachen von Glas-und Arbeitsfehlern findest und beseitigst oder was beim Fertigformen bereits vorgefertigter Glasposten zu beachten ist. Eine Einführung in die verschiedenen Maschinen, die für die einzelnen Arbeitsschritte erforderlich sind, erhältst du ebenfalls.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Glasmacher/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Lerne von Glasprofis

Nimm an einem der vielen Kreativworkshops in den Sommerferien oder an der Volkshochschule teil. Lerne von Glaskunsthandwerkern, wie man im „Kleinen“ mit Glas arbeitet. Ein solcher Workshop vermittelt erstes praktisches Wissen zu Glasschneideverfahren oder zum Einschmelzen von Glasflaschen. Du lernst, wie du daraus auf einfache Art etwas Neues zaubern kannst. Nutze die Gelegenheit, mit Glasprofis zu sprechen, informiere dich über die Eigenschaften von Glas und wo es überall eingesetzt wird.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.