Hauswirtschafter/in

Wenn du andere umsorgen kannst, bist du in deinem Element. Du magst Menschen, kochst und backst mit Leidenschaft, hast ein Händchen fürs Nähen und bügelst jede Knitterfalte weg. Runde Ecken gibt’s bei dir nicht, denn beim Putzen bist du pingelig. Wenn Hausarbeit deine Berufung ist, dann mach doch einfach einen Beruf daraus! Geschicklichkeit, Organisationstalent, Einfühlungsvermögen und rechnerische Fähigkeiten für die Haushaltsplanung solltest du mitbringen – alles andere wirst du in der Ausbildung zur Hauswirtschafterin oder zum Hauswirtschafter lernen. So kannst du deine Stärken perfektionieren und anderen Menschen gute Dienste leisten.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Im Ausbildungsbereich Hauswirtschaft stellen die Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Eine bestimmte Schulbildung ist aber gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Arbeitszeit: Das hängt vom Arbeitsbereich ab. In Privathaushalten sind Wochenend- oder Feiertagsarbeit möglich, in Großbetrieben Schichtdienst.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 640–660 Euro
  • 2. Jahr: 695–697 Euro
  • 3. Jahr: 755–760 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bleibst in Bewegung – das fördert die Fitness.
  • Du profitierst von deinem Wissen über gesunde, abwechslungsreiche Ernährung.
  • Einige Tätigkeiten sind körperlich anstrengend.
  • Du solltest keine Allergien (Lebensmittel, Reinigungsmittel) haben.

Ausbildungsinhalte

Für Hauswirtschafter/innen gibt es viele Einsatzorte. Du kannst beispielsweise in Großküchen, in der Hotellerie oder in Privathaushalten arbeiten. In der Ausbildung erwirbst du Schritt für Schritt vielfältiges Fachwissen: Grundtechniken der Speisenzubereitung, Raum- und Wäschepflege, Einsatz der dazu benötigten Maschinen und Geräte, Lagerung von Waren, Speisen- und Budgetplanungen. Du wirst auch deine Kommunikationsfähigkeit trainieren, sodass du dich bei deiner täglichen Arbeit auf unterschiedliche Menschen einstellen kannst. Außerdem lernst du, wie du Kinder oder pflegebedürftige Personen beim Essen und Trinken, beim Anziehen oder bei der Körperpflege unterstützen kannst.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Hauswirtschafter/in (PDF)

  • Laut „Ernährungsreport 2017“ essen die Deutschen am liebsten Fleisch, dicht gefolgt von Nudeln.
  • Etwa fünf Millionen Deutsche leiden unter Lebensmittelallergien. Es gibt nur wenige Lebensmittel, auf die fast niemand allergisch reagiert: Blattsalat, Artischocken und Reis.
  • Sauberkeit ist den Deutschen sehr wichtig. Dennoch putzen 67 Prozent zuhause weniger als drei Stunden pro Woche.
  • Auf dem besten Weg zur Meisterprüfung.
  • Ein Ernährungsexperte, der weiterlernen will, um sich für ein Studium der Ökotrophologie oder Diätetik zu qualifizieren.
  • Der gute Geist im englischen Buckingham Palace, der für das leibliche Wohl der Queen sorgt.

Dos

  • Von deinen Koch- und Backkünsten berichten.
  • Erzählen, wie du schon mal dein Organisationstalent unter Beweis gestellt hast.
  • Ordentlich und gepflegt erscheinen – du machst damit Werbung in eigener Sache!

Don‘ts

  • Kinder oder ältere Menschen als nervig bezeichnen.
  • Verknitterte Kleidung oder ungeputzte Schuhe tragen.
  • Schmutzige Fingernägel haben.

Deine Arbeitskleidung richtet sich nach der Art der Tätigkeit. Beim Kochen trägst du aus hygienischen Gründen zum Beispiel Kopfbedeckung und Schürze oder Vorbinder. Beim Reinigen schützt du deine Haut mit Gummihandschuhen.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Erstelle einen Speiseplan! 

 Nehmen wir an, du sollst den Mensaplan einer Grundschule für eine Woche erstellen. Welche Informationen benötigst du für diese Aufgabe? Wie viele Gerichte würdest du vorplanen und was musst du dabei bedenken (Allergien, Vegetarier, andere Religionen)? Wie müssen die Vorräte gelagert werden und was sollte davon als erstes verarbeitet werden? Welche organisatorischen Fragen stellen sich bei dieser Aufgabe noch?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.