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Heilerziehungspflegehelfer/in

Menschen zu helfen, liegt dir im Blut. Mit anderen Hand in Hand zu arbeiten und etwas Sinnvolles zu tun, erfüllt dich mit Freude? Für dich ist es ein Leichtes, ältere Menschen oder Jugendliche mit einer körperlich oder geistigen Beeinträchtigung für Musik oder Bastelarbeiten zu begeistern? Als Heilerziehungspflegehelfer/in unterstützt du den Heilerziehungspfleger dabei, Menschen aller Altersgruppen mit verschiedenen Beeinträchtigungen zu pflegen, zu fördern und anzuleiten.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulisch

Dauer: Vollzeit: 1-2 Jahre, Teilzeit: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit Hauptschulabschluss werden gern gesehen. Die jeweiligen Ausbildungsstätten wählen die Bewerber zusätzlich nach eigenen Kriterien aus – je nach Bundesland wird beispielsweise eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufstätigkeit vorausgesetzt und ein Führungszeugnis oder eine Bescheinigung der gesundheitlichen Eignung verlangt.

Arbeitszeit: Du arbeitest im Schichtdienst. In vielen Einrichtungen gehören Wochenendarbeit oder Nachtbereitschaft zum Beruf dazu.

Kosten: Eine schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Berufsschulen fallen Kosten wie Schulgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren an – je nachdem, ob du dich für eine öffentliche oder eine private Berufsschule entscheidest. Der praktische Teil allerdings wird häufig vergütet, informiere dich hier bei den jeweiligen Ausbildungsstellen.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist immer in Bewegung und verrichtest unterschiedliche Tätigkeiten, das hält dich fit.
  • Die Menschen sind meist sehr dankbar für deine Arbeit, das tut der Seele gut.
  • Du wechselst zwischen spielen, kochen, musizieren und sportlichen Aktivitäten – das fördert auch deine Gehirnleistung.
  • Du wirst mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und -schicksalen konfrontiert, das kann seelisch sehr belastend sein. Versuche hier, einen gesunden Abstand zu wahren und über deine Empfindungen zu sprechen.
  • Du hilfst Patienten bei der Körperpflege – achte hier auf Schutzmaßnahmen wie Einweghandschuhe oder Mundschutz, um die erhöhte Ansteckungsgefahr zu minimieren.
  • Die Arbeit ist teilweise körperlich sehr anstrengend, achte hier auf einen Ausgleich, zum Beispiel mit Sport in deiner Freizeit.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche körperlichen und geistigen Einschränkungen oder psychischen Erkrankungen es gibt, wie sie entstanden sein können und wie man damit umgeht. Dabei liegt der Fokus darauf, wie du den Patienten helfen kannst, ihr Lebensumfeld zu gestalten, soziale Kontakte zu knüpfen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Du lernst, wie du die Fachkräfte dabei unterstützt, verschiedene Patienten in Krankenhäusern, Heimen oder in häuslicher Umgebung zu pflegen. Du wirst darin unterrichtet, Bedürfnisse und Fördermöglichkeiten bei Beeinträchtigten zu erkennen, einen dazu passenden Plan zu erstellen und diesen umzusetzen. Dabei schärfst du deine musisch-kreativen Fähigkeiten genauso wie die spielerisch-gestalterischen. Auch das Umgehen mit Konfliktsituationen, beispielsweise mit Angehörigen oder Patienten selbst, stehen auf dem Lehrplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Heilerziehungspflegehelfer/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Blick in die Praxis

Nutze einen Teil deiner nächsten Ferien dazu, dich freiwillig in einer Wohnstätte für geistig Beeinträchtigte zu engagieren. Erkläre der Leitung, was du beruflich vorhast und bitte darum, dass sie dich je zwei Tage bei der Freizeit-/Alltagsgestaltung und bei der Pflege mitlaufen lassen. Diese Praxistage geben dir einen sehr guten Eindruck, was dich in deiner Ausbildung erwartet. Nutze, wenn möglich, immer die Gelegenheit, dich mit dem Personal auszutauschen, sie können dir wertvolle Tipps für die Zukunft geben.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.