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Holzmechaniker/in

Den Beruf des Tischlers kennt jeder. Aber vom Holzmechaniker haben viele noch nichts gehört. Dabei arbeiten Holzmechaniker und Holzmechanikerinnen ebenfalls mit Holz – nur nicht im Handwerk, sondern in der Industrie. Hast Du schon einmal daran gedacht, wie der Joghurt in den Supermarkt und die Gartenmöbel in den Baumarkt kommen? Auf Paletten oder in Kisten! Und diese „Maßanzüge“ wurden mit Sicherheit von Holzmechanikern hergestellt. Mit Hilfe von Produktionsanlagen bauen sie auch Möbel oder Teile von Fertighäusern oder statten Läden und Wohnmobile aus. Es ist eine interessante und vielseitige Arbeit, die stets mit Holz zu tun hat. Hast du schon mal an einem frisch gesägten Brett gerochen? Dann weißt du, warum Holz etwas Besonderes ist. Wenn du gern mit deinen Händen arbeitest und gut mit Werkzeug und Maschinen umgehen kannst, bist du in diesem Beruf genau richtig. Er bietet dir hervorragende Perspektiven.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Holzmechaniker. In der Vergangenheit hatten die meisten Azubis den Hauptschul- oder Realschulabschluss.

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 640–920 Euro
  • 2. Jahr: 677–956 Euro
  • 3. Jahr: 778–997 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Bei den Sägearbeiten ist Genauigkeit gefragt – das schult deine Feinmotorik.
  • Du musst trotz vieler Maschinen kräftig mitanpacken und zum Beispiel große Paletten schieben. Das stärkt deine Muskeln und hält fit.
  • Bei den Sägearbeiten kann es laut und staubig werden.
  • Beim Umgang mit Werkzeugen und Maschinen besteht Verletzungsgefahr.

Ausbildungsinhalte

Weil die Anforderungen der einzelnen Unternehmen so unterschiedlich sind, wird der Beruf in drei Fachrichtungen ausgebildet: „Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen“, „Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen“ und „Montieren von Innenausbauten und Bauelementen“. In der Ausbildung lernst du, welche Holzarten es gibt und wie diese bearbeitet werden. Außerdem werden unterschiedliche Maschinen und Werkzeuge vorgestellt, die zur Bearbeitung benötigt werden. Du bekommst vermittelt, was bei der Verwendung von Geräten zu beachten ist und wie die Wartung funktioniert. Du erfährst, wie sich Holz zum Beispiel mit Glas, Kunststoff oder anderen Stoffen verbinden lässt. Zudem lernst du die Qualität der Holzprodukte zu messen und zu bewerten. 
Je nach Fachrichtung wirst du Möbel oder andere Fertigungsstücke per Hand und am Rechner mit spezieller Software herstellen.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Holzmechaniker/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe:  Teste dich selbst!

Ist der Job etwas für mich? Passt er zu meinen Stärken und meinem Talent? Wenn du deine Stärken und Interessen etwas genauer unter die Lupe nimmst, gelangst du bestimmt recht schnell zu der Erkenntnis – der IKK-Persönlichkeitstest unterstützt dich dabei. Du baust nicht nur das IKEA-Regal in null komma nix auf, sondern kannst selbst auch aus einfachen Dingen etwas Tolles zu zaubern? Du bist handwerklich geschickt und arbeitest sorgfältig? Außerdem interessierst du dich für Technik und Computer? Und natürlich hältst du dich körperlich fit und hast auch keine Probleme, mal etwas Schweres zu tragen? Und du hast gerne Kontakt zu Menschen? Je mehr Fragen du mit Ja beantworten kannst, umso besser. Falls das eine oder andere Nein dabei war, sollte das aber auch nicht gleich ein Ausschlusskriterium sein. Schließlich gibt es bei diesem Beruf drei verschiedene Fachrichtungen.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.