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Hotelkaufmann/-frau

Während deine Mutter nervös von einem Fuß auf den anderen wechselt, weil gleich die ersten Gäste zur großen Feier eintreffen, fühlst du dich in deiner Rolle als Gastgeber oder Gastgeberin absolut wohl. Du weißt, der Caterer kommt Punkt 6, die Platzkärtchen sind verteilt und die Zimmer vorbereitet. Aufregung und Abwechslung sind für dich ein Muss, du lernst gern neue Leute kennen und unterhältst dich am liebsten in einer Fremdsprache? Dann ist die Ausbildung zum Hotelkaufmann oder zur Hotelkauffrau genau das Richtige. Hotelkaufleute haben das ganze Geschehen im Blick – damit der Betrieb im Hotel oder in einer Pension reibungslos verläuft, hast du den Terminkalender, die Warenbestände und die Personalplanung im Auge. Du koordinierst die verschiedenen Abläufe, bist freundlicher Ansprechpartner und vertrittst das Hotel auch nach außen hin mit deiner Professionalität.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit der allgemeinen Hochschulreife haben die besten Chancen.  

Arbeitszeit: Du arbeitest häufig am Wochenende, morgens, spät abends sowie an Feiertagen. Ebenso gibt es saisonal bedingte Spitzenzeiten, zu denen du oft länger arbeitest – aber keine Angst: Die Mehrarbeit gleichst du in ruhigeren Zeiten wieder aus.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 600–775 Euro
  • 2. Jahr: 670–880 Euro
  • 3. Jahr: 780–1.000 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist ständig in Bewegung, weil du vom Empfang zur Küche bis hin zum Büro wechselst.
  • Durch die vielen verschiedenen Verantwortungsbereiche trainierst du dein strukturelles und organisatorisches Denken und wirst immer besser.
  • Durch die häufig sehr frühen bzw. sehr späten Arbeitszeiten kommt dein Biorhythmus durcheinander.
  • Zu den Arbeitsspitzen oder bei Beschwerden kann es zu erhöhtem körperlichem oder seelischem Stress kommen – mit dem richtigen Ausgleich zum Job kannst du aber gegensteuern.

Ausbildungsinhalte

Du lernst, wie du an der Rezeption Gäste in Empfang nimmst, sie betreust, berätst und über mögliche Angebote informierst. Personalplanung und -beschaffung, der Empfang und die Kontrolle von Waren, das Auslösen von Bestellungen nach Prüfung der Bestände gehören ebenso zu deinen zukünftigen Aufgaben wie das Organisieren großer Konferenzen, das Planen von Speisefolgen in Absprache mit dem Restaurant sowie das Bearbeiten von Reklamationen. Dabei werden dir Techniken vermittelt, wie du fachkundige Beratungen führst, professionell in mehreren Sprachen korrespondierst und wie du mit anspruchsvollen Gästen umgehst. Hotelkaufleute bilden das Gerüst für einen einwandfreien Ablauf im Gastgewerbe, bei ihnen laufen alle Fäden zusammen. Dafür musst du dich in andere Menschen hineinversetzen können, flexibel reagieren und kontaktfreudig sein.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Hotelkaufmann/-frau (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Trainiere deine Flexibilität und Fähigkeit, Lösungen zu finden

Stell dir vor, du arbeitest in einem kleinen Hotelbetrieb, in dem vor allem Stammgäste buchen. Am Wochenende ist eine große Messe in der Stadt und alle Zimmer sind deswegen ausgebucht. Du bist aktuell für die Rezeption zuständig. Es ist ein regnerischer Tag, die Türen zur Lobby öffnen sich und der englische Gentleman, der regelmäßig bei euch wohnt, kommt herein. Er möchte gern seine Zimmerschlüssel abholen, denn er ist von der Reise ganz erschöpft und möchte schnell ins Bett. Schnell stellt sich heraus, dass hier eine Doppelbuchung vorliegt. Überlege dir, wie du in einer solchen Situation reagieren würdest. Was musst du zuerst tun? Welche Lösungen kannst du dem Gast anbieten? Mit wem musst du deine Vorschläge absprechen? Wie könnte man solche Fehler zukünftig vermeiden?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.