Immobilienkaufmann/-frau

Wie bitte? Hausaufgaben sind spannend und machen Spaß? Na klar! Zumindest dann, wenn es um die „Haus-Aufgaben“ von Immobilienkaufleuten geht. Sie sind die Profis, wenn es um das Bewirtschaften von Grundstücken, Wohnhäusern, Wohnungen und Bürogebäuden geht. Wenn du kommunikativ bist, gut organisieren kannst und dazu gerne mit Menschen und Zahlen zu tun hast, ist eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau für dich genau das Richtige. In diesem abwechslungsreichen Job kannst du deine Talente vielseitig einsetzen – am Schreibtisch und im Außendienst.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Bewerber mit Hochschulreife haben im Ausbildungsberuf Immobilienkaufmann/-frau die besten Chancen. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Arbeitszeit: Werktags, im Außendienst sind auch mal Termine außerhalb der Bürozeiten möglich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 830 Euro
  • 2. Jahr: 940 Euro
  • 3. Jahr: 1.050 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Es wird nie langweilig, weil du mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun hast.
  • Da du auch im Außendienst unterwegs bist, kannst du dich viel bewegen.
  • Keine körperlich anstrengenden Arbeiten.
  • Schreibtischarbeit gehört auch zum Job. Die kann bei falscher Haltung zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen.

Ausbildungsinhalte

Du bist kontaktfreudig, kannst gut auf andere Menschen zugehen und dich auf sie einstellen – damit wirst du in diesem Beruf garantiert punkten. Du lernst, wie man Kunden professionell berät, du führst Wohnungsbesichtigungen durch und bereitest Verträge unterschriftsreif vor. Du bist auch kompetenter Ansprechpartner für Mieter und nimmst Schadensmeldungen auf. Anschließend beauftragst du die entsprechenden Handwerker und vergewisserst dich vor Ort, ob alles zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt wurde. Im Büro jonglierst du mit einer Menge Zahlen, zum Beispiel wenn du Mietpreise kalkulierst, Betriebskostenabrechnungen oder Wirtschafts- und Finanzpläne erstellst. Außerdem erfährst du etwas über Technik, Recht, Marketing und Vertrieb. Du siehst: Hier sind echte Allrounder gefragt!

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Immobilienkaufmann/-frau (PDF)

  • Der Beruf des Immobilienkaufmanns ist nicht mit dem des Immobilienmaklers zu verwechseln. Makler vermitteln Immobilien. Immobilienkaufleute sind zusätzlich auch Manager rund ums Wohnen.
  • In Deutschland ist das Wohnen in München am teuersten.
  • Wohnen wird als „die dritte Haut“ des Menschen bezeichnet. Ja, richtig getippt: Kleidung ist die „zweite Haut“!
  • Ein gefragter Immobilien-Profi, der für Wohnqualität sorgt.
  • Jemand, der weiterkommen will – zum Beispiel mit einem Bachelorabschluss im Studienfach Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaftslehre/Business Administration.
  • Der Gründer der Baumhaus-Immobilienverwaltung „Superspecht – Klopf doch mal an!“.

Dos

  • Deine Stärken herausstellen, ohne angeberisch zu wirken: Kommunikationsfähigkeit, Kontaktfreude und Organisationstalent.
  • Ruhig und freundlich auftreten.
  • Tip-top gekleidet sein.

Don‘ts

  • Flapsige Ausdrucksweise.
  • Sagen, dass du stressige Situationen gar nicht leiden kannst.
  • Witze über nervige Kunden machen, die sich beschweren wollen.

Im Kundenkontakt ist Vertrauen sehr wichtig. Weil man nun mal vom äußeren Erscheinungsbild eines Menschen auf dessen Fähigkeiten und Arbeitsweise schließt, ist gepflegte Bürokleidung einschließlich gut geputzter Schuhe für Immobilienkaufleute ein Muss. Auch ungepflegte Fingernägel oder ungewaschene Haare gehen gar nicht.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Prüfe eure Nebenkostenabrechnung! 

Verschaffe dir einen Überblick über die Kosten, die bei dir zuhause im Zusammenhang mit dem Wohnen anfallen und wie sie abgerechnet werden. Wie hoch ist die Miete oder der ortsübliche Mietpreis in deinem Wohngebiet? Welche Nebenkosten gibt es zusätzlich zur Miete? Wie hoch sind sie und wie sind die Zahlungsbedingungen? Recherchiere im Internet: Welche Fehler können sich in Nebenkostenabrechnungen verstecken? Durch diese Übung verschaffst du dir einen guten Überblick und findest vielleicht sogar Einsparmöglichkeiten.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.