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Investmentfondskaufmann/-frau

„An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.“ Recht hatte er, der legendäre amerikanische Börsenguru André Kostolany. Tatsächlich ist die Finanzbranche ganz schön kompliziert. Und genau deshalb braucht man Experten, die die Finanzströme im Blick haben und einschätzen können, wie Kunden ihr Geld möglichst sicher und gewinnbringend anlegen sollten. Hier kommen die Investmentfondskaufleute ins Spiel. Sie unterstützen Fondsmanager beim Aufbau von Fonds, bei deren Verwaltung und bei der Fondsbuchhaltung. Dazu analysieren sie Wertpapiere aller Art sowie die globalen Geld- und Kapitalmärkte. Außerdem verwalten sie Kundendepots, wickeln Kundenaufträge ab und bringen sich in den Bereichen Marketing und Vertrieb ein. Hier erfährst du, warum die Ausbildung zum Investmentkaufmann oder zur Investmentkauffrau für dich eine lohnende Sache sein kann. 

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Die meisten Auszubildenden verfügen über die Hochschulreife. Du kannst dich allerdings auch mit einem anderen Schulabschluss bewerben, da es keine gesetzlichen Vorgaben hierzu gibt.  

Arbeitszeit: Die Arbeitszeiten können je nach Tätigkeitsschwerpunkt unregelmäßig sein, etwa wenn du Märkte in unterschiedlichen Zeitzonen bearbeitest oder im Falle von Handelszeitverlängerungen an den Wertpapierbörsen.

Gehalt (Stand: 01.09.2018)*:

  • 1. Jahr: 976–1.010 Euro
  • 2. Jahr: 1.038–1.060 Euro
  • 3. Jahr: 1.100-1.120 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Da du in diesem Beruf immer top-informiert sein musst, trainierst du täglich deine mentale Fitness.
  • Du musst körperlich nicht schwer arbeiten.
  • Der Beruf ist bisweilen stressig und meist bewegungsarm. Mit Sport und Entspannungstechniken in der Freizeit stimmt die Gesundheitsbilanz wieder.
  • Du arbeitest in geschlossenen Räumen. Nutze jede Gelegenheit, um draußen Sonne und frische Luft zu tanken.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung dreht sich alles ums Geld. Du lernst zum Beispiel, wie man Depots eröffnet, führt, abschließt und kontrolliert. Auch das Erstellen von Meldungen für das Depotgeschäft und das Anfertigen von Statistiken gehören dazu. Außerdem wirst du befähigt, Fonds aufzulegen, zu verwalten oder aufzulösen. Du beschäftigst dich mit Wertpapiertypen und dem Thema Anlegerschutz im Vertrieb. Dabei erfährst du beispielsweise, wie Fondsprodukte nach Risikogruppen klassifiziert werden. Zum Handwerkszeug der Investmentfondskaufleute gehören u. a. auch vergleichende Analysen von konkurrierenden Finanzprodukten, Wertentwicklungsberechnungen sowie die Bewertung von Immobilienmärkten und -standorten.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Investmentfondskaufmann/-frau (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Verfolge die Wirtschafts- und Börsennachrichten!

Investmentkaufleute haben nicht nur die Börsenkurse im Blick, sondern das große Ganze. Stell dir die Marktentwicklung als Domino-Effekt vor, bei der ein Ereignis eine Kettenreaktion auslösen kann. Nehmen wir zum Beispiel den Ölpreis. Dieser kann durch das Wetter oder politische Entwicklungen beeinflusst werden. Ist der Winter mild, wird weniger geheizt und der Ölpreis sinkt vermutlich. Gibt es eine Krise im Nahen Osten, in deren Folge weniger Erdöl nach Europa geliefert wird? Dann wird der Ölpreis steigen. Ähnlich verhält es sich mit den Lebensmittelpreisen, wenn es zum Beispiel durch Wetterturbulenzen zu Ernteausfällen kommt. Als künftiger Investmentfondsprofi verfolgst du am besten ab jetzt täglich die Wirtschafts- und Börsennachrichten. So bist du top-informiert und entwickelst ein gutes Gespür für die finanzwirtschaftlichen Zusammenhänge.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.