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Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Weintrauben aus Südafrika, Rindfleisch aus Argentinien oder Mikroprozessoren aus China – täglich werden diese und unzählige andere Waren per Schiff, Flugzeug, Bahn und LKW rund um die Welt geschickt. Eine logistische Meisterleistung, denn bis ein Produkt auf die Reise gehen kann, müssen viele Dinge geplant und in die Wege geleitet werden. Hier kommen die Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung ins Spiel: Sie sind so etwas wie die Architekten des Güterverkehrs. Sie organisieren, steuern und überwachen komplexe Servicepakete angefangen beim Transport, über Umschlag und Lagerung bis hin zur Verzollung und logistischen Zusatzleistungen. Selbstverständlich kalkulieren sie auch die Kosten für diese aufwändigen Prozesse und rechnen die Leistungen ab, sobald das Produkt wohlbehalten seinen Bestimmungsort erreicht hat. Genau deine Welt? Dann informiere dich hier über die Ausbildung und Karrierechancen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Für diesen Beruf ist keine bestimmte Schulbildung gesetzlich vorgeschrieben. Bewerber mit Hochschulreife haben die besten Chancen.  

Arbeitszeit: In manchen Betrieben, zum Beispiel in international tätigen Speditionen, sind Schicht- und Wochenendarbeit möglich.

Hier erfährst du, wie du fit bleibst bei Schichtarbeit.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 450–935 Euro
  • 2. Jahr: 510–985 Euro
  • 3. Jahr: 600–1.025 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Tätigkeit ist körperlich nicht anstrengend.
  • Du trainierst deine geistigen Fähigkeiten.
  • Es handelt sich um eine vorwiegend sitzende Tätigkeit. Mit viel Bewegung in deiner Freizeit beugst du Verspannungen vor.
  • Du arbeitest meist in geschlossenen Räumen, bei Frachtkontrollen auch in Lagerhallen, also bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit oder Zugluft. Tanke möglichst oft Sonne und frische Luft, das stärkt deine Abwehrkräfte.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung wirst du zum Profi für den Versand, Umschlag und die Lagerung von Gütern. Du erfährst alles über Logistikketten und wer daran beteiligt ist, also Auftraggeber, Fracht-, Verkehrs- und Umschlagsunternehmen, Lagerbetreiber, Versicherungen und Verbraucher. Du lernst, wie man Kunden bedarfsgerecht berät, Angebote erstellt und die Aufträge nach der Leistungserbringung abrechnet. Die dafür erforderlichen Kenntnisse werden dir in der Ausbildung vermittelt. Zum Beispiel, welche Transportmittel für welche Güter geeignet sind, welche Kosten damit verbunden sind, welche güterbezogenen Sicherheitsvorschriften oder rechtlichen Vorgaben beachtet werden müssen und wie man Verkehrsverbindungen nach verkehrsgeografischen und wirtschaftlichen Aspekten auswählt. Außerdem beschäftigst du dich mit den Vorschriften für Gefahrguttransporte, mit Maßnahmen zur Schadensverhütung und Schadensminderung sowie mit den Besonderheiten von betrieblichen Haftpflicht- und Sachversicherungsverträgen. Da die meisten Speditions- und Logistikdienstleistungen international abgewickelt werden, wirst du auch fit gemacht im Umgang mit zoll- und außenwirtschaftlichen Rechtsvorschriften.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Plane den Transport einer Ladung Kiwis!

In jedem Supermarkt bekommen wir das ganze Jahr über die exotischsten Früchte. Doch wie gelangen sie eigentlich zu uns? Organisiere doch mal in Gedanken den Transport einer Ladung Kiwis von Neuseeland zum Laden bei dir um die Ecke. Sieh dir im Internet oder Atlas an, wo Neuseeland liegt. Auf welchen Wegen könnte die Ladung zu uns kommen – und dabei frisch bleiben? Was ist beim Transport zu beachten, zum Beispiel im Hinblick auf unterschiedliche Transportmittel und die Transportdauer, Hygiene, Versicherungen und Zollvorschriften? Wie muss das Ganze organisiert werden, damit die Kiwis die deutschen Verbraucher kein Vermögen kosten? Und wie funktioniert das mit der Abrechnung? Du hast keinen blassen Schimmer? Keine Sorge – in der Ausbildung wirst du zum Profi!

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.