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Klavier- und Cembalobauer/in

Du liebst Musikinstrumente und möchtest deine Leidenschaft gerne zum Beruf machen? Als Klavier- und Cembalobauer/in kannst du deine künstlerische Ader und deine feinmotorischen Fähigkeiten perfekt ausleben. Die Ausbildung bereitet dich auf ein traditionsreiches Handwerk vor, mit dessen Hilfe klassische und moderne Kompositionen zum Leben erwachen. Klavier- und Cembalobauer/innen stellen Klaviere, Flügel, Cembali oder andere besaitete Tasteninstrumente her. Sie planen die Instrumente, wählen die Materialien aus, fertigen die Einzelteile an, fügen sie zusammen und bauen Mechaniken, Klaviaturen und Schaltungen ein. Außerdem intonieren, stimmen und reparieren sie die Instrumente.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Duale Ausbildung

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung. Bewerbungen mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss sind gerne gesehen.  

Arbeitszeit: Die Arbeitszeit richtet sich nach dem jeweiligen Arbeitgeber oder dem Einsatzort.

Gehalt im Bereich Industrie:

  • 1. Jahr: 640–920 Euro
  • 2. Jahr: 677–956 Euro
  • 3. Jahr: 773–997 Euro
  • 4. Jahr: 811–1.046 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • In diesem Beruf musst du auch mal zupacken können, grundsätzlich ist er jedoch körperlich nicht anstrengend.
  • Ein perfekt gestimmtes Instrument zu erschaffen, erfordert Geduld und Können. Wer das kann, darf stolz auf sich sein. Glücksgefühle sind gesund!
  • Mit eingeschränktem Gehör oder eingeschränkter Motorik kannst du diesen Beruf nicht ausüben.
  • Bei manchen Arbeitsschritten (z. B. Schleifen, Lackieren) kommst du mit Staub, Klebstoffen, Lösemittel und Lacken in Kontakt. Außerdem sind einige Maschinen ziemlich laut. Mit der empfohlenen Schutzkleidung können dir Dämpfe und Lärm aber nichts anhaben.

Ausbildungsinhalte

Zunächst einmal wirst du mit den Basics vertraut gemacht. Du erfährst, wie man besaitete Tasteninstrumente nach Bauweise, Konstruktion oder nach ihrem historischen Hintergrund unterscheidet und bewertet. Dazu kommen Material- und Werkstoffkunde sowie Arbeitstechniken. Später lernst du, wie man Holz-, Klebe- und Schraubverbindungen sowie Bauteile (z. B. Rasten, Resonanzkörper, Bodenlager, Stimmstöcke, Resonanzböden) herstellt. Außerdem beschäftigst du dich mit Mechaniken, Klaviaturen, Schaltungen und Spielwerken. Natürlich erfährst du auch, wie man Oberflächen fachmännisch behandelt oder wie man die Instrumente intoniert, klanglich optimiert oder repariert. Auch der Umgang mit Kunden steht auf der Agenda.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Klavier- und Cembalobauer/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Wie stimmt man eigentlich ein Klavier?

Das Wichtigste zuerst: Bitte für diese Aufgabe nicht das Klavier zuhause oder in der Musikschule auseinandernehmen! Aber du kannst dich ja schon einmal theoretisch informieren, wie man ein Klavier stimmt. Recherchiere im Internet nach Informationen oder Videos, in denen die Arbeitsschritte dargestellt werden. Findest du das spannend und möchtest du mehr darüber erfahren? Hast du vielleicht sogar schon Vorkenntnisse? Dann könnte dieser Beruf tatsächlich deine Berufung sein.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.