Schließen

Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in

Ist das etwa ein Bandscheibenvorfall? Wurden bei dem Unfall Knochen oder innere Organe verletzt? Wächst da gerade ein Krebstumor im Körper? Diese und viele andere wichtige Fragen kann die moderne Medizintechnik zuverlässig beantworten. Röntgenaufnahmen, Computer- und Kernspintomographien machen auch kleinste Verletzungen und Krankheitsherde sichtbar – das kann manchmal sogar lebensrettend sein. Hier kommen die medizinisch-technischen Radiologieassistent/innen ins Spiel. Sie erstellen auf ärztliche Anweisung und mithilfe unterschiedlicher Verfahren hochauflösende Bilder aus dem Inneren des Menschen. Außerdem führen sie nuklearmedizinische Untersuchungen und Strahlentherapien nach einem ärztlich festgelegten Behandlungsplan durch. Suchst du einen verantwortungsvollen Beruf, bei dem du deine naturwissenschaftlichen Talente und menschlichen Stärken sinnvoll einbringen kannst? Dann bist du hier bestens aufgehoben!

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Die Berufsfachschulen wählen nach eigenen Kriterien aus. Ein mittlerer Schulabschluss ist von Vorteil. 

Arbeitszeit: In Kliniken und Krankenhäusern sind Wochenend- und Schichtdienste üblich. Auch in Facharztpraxen für Radiologie kann es wechselnde Arbeitszeiten geben.

Hier erfährst du, wie du fit bleibst bei Schichtarbeit.

Gehalt (Stand: 01.05.2017): Die schulische Ausbildung wird nicht vergütet. Es können Kosten entstehen, zum Beispiel für Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) möglich.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Dieser Beruf ist körperlich nicht anstrengend.
  • Das medizinische Wissen, das du dir in der Ausbildung aneignest, kann dir helfen, gesundheitsbewusst zu leben.
  • Du arbeitest mit Strahlung und Chemikalien. Außerdem besteht Infektionsgefahr im Umgang mit erkrankten Patienten. Halte also die Hygiene- und Schutzvorschriften strikt ein.
  • Du hast regelmäßig mit schwer kranken Menschen zu tun (z. B. Krebspatienten). Das kann psychisch belastend sein.

Ausbildungsinhalte

Die dreijährige Ausbildung findet an einer Berufsfachschule und im Krankenhaus statt. Los geht es mit Grundlagenfächern wie Mathematik, Physik, Biologie und Chemie. Auch Hygiene, Anatomie, Fachenglisch und vieles mehr steht auf dem Stundenplan. Später kommen Themen wie radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Strahlenschutz hinzu. In der praktischen Ausbildung im Krankenhaus geht es darum, unter Anleitung von erfahrenen Kollegen den einfühlsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Patienten einzuüben. Außerdem wirst du in der Bedienung unterschiedlicher Anlagen, Apparate und Geräte geschult. Du lernst, die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und Patienten z. B. Kontrastmittel zu verabreichen. Anschließend führst du die Untersuchungen und Bestrahlungen durch und dokumentierst bzw. archivierst die Ergebnisse. All diese Tätigkeiten schaffen die Grundlage für eine exakte Diagnose durch den Arzt.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Mache einen Persönlichkeits-Check!

In diesem Beruf braucht man neben einer guten Auffassungsgabe und Lernfähigkeit auch soziale Kompetenzen. Beantworte die folgenden Fragen: Erledige ich Aufgaben sorgfältig und verantwortungsbewusst? Bin ich jemand, der mit vertraulichen Informationen und Daten umzugehen weiß? Kann ich mich in andere Menschen hineinversetzen und ihre Ängste oder Bedürfnisse nachvollziehen? Bin ich belastbar, auch wenn es mal stressig wird? Kann ich professionell mit ängstlichen oder schwer kranken Menschen umgehen, ohne ihre Sorgen und Schicksale an mich persönlich heranzulassen? Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, bist du fit für diesen Job.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.