Musikfachhändler/in

Die Schule ist geschafft – und du begeisterst dich weiter für gute Noten? Dann ist doch alles klar: Dein Herz schlägt für die Musik! Wenn Dir eine Karriere an der Oper oder im internationalen Musikgeschäft eine Nummer zu groß ist, gibt es trotzdem noch eine tolle berufliche Perspektive für dich: Werde Musikfachhändler/in! In diesem Beruf stellst du Kunden Musikinstrumente vor und spielst diese an. Du hast die aktuellen Trends auf dem Musikmarkt im Blick und kennst dich auch mit Notenmaterial sowie Urheber- und Verwertungsrechten von Musiktiteln aus. Außerdem bestellst du Waren, bedienst an der Verkaufskasse und kurbelst die Nachfrage über verkaufsfördernde Maßnahmen an. Jobs findest du in Musikfachgeschäften, im Musikversandhandel und im -großhandel.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Duale Ausbildung im Handel

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung.

Arbeitszeit: In Musikfachgeschäften gelten die im Einzelhandel üblichen Arbeitszeiten, also auch an Samstagen.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 615–785 Euro
  • 2. Jahr: 670–865 Euro
  • 3. Jahr: 790–995 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du arbeitest mal im Sitzen, mal im Stehen. Dein Körper freut sich über die abwechslungsreiche Tätigkeit.
  • Beim Anspielen der Instrumente schulst du täglich deine Feinmotorik und dein Gehör.
  • Mit manchen körperlichen Einschränkungen (z. B. Schwerhörigkeit oder Taubheit, Funktionsstörungen der Arme, Sprachstörungen) kannst du diesen Beruf nicht oder nur eingeschränkt ausüben.
  • Nach einem langen Arbeitstag im Einzelhandel hast du vielleicht nicht immer Lust auf Sport. Werde trotzdem kein Couch-Potato, sondern bleib in Bewegung!

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung deckt alle wichtigen Themenbereiche des Musikfachhandels ab: Beratung, Verkauf und Service, Marketing und Vertrieb, Einkauf und Warenwirtschaft sowie die kaufmännischen Aspekte. Du lernst die wichtigen Warenbereiche und Dienstleistungen kennen und natürlich auch, wie man Kunden fach- und bedarfsgerecht berät. Zudem wirst du im Umgang mit den Produkten geschult (Lagerung, Pflege, Bestandskontrollen, Inventuren, verkaufswirksame Präsentation). Weitere Themen sind u. a. die Preisgestaltung, betriebliche Buchungssysteme sowie Zahlungs- und Mahnvorgänge. Auch erfährst du etwas über die Vertriebswege im Musikfachhandel und darüber, welche Chancen und Risiken im E-Commerce bestehen. Auch Marktbeobachtung und Musiktrends stehen auf dem Stundenplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Musikfachhändler/in (PDF)

  • Der indische Dirigent Rupam Sarmah komponierte ein Musikstück, in dem 315 verschiedene Instrumente vorkommen.
  • Die größte spielbare Geige der Welt ist laut Guinnessbuch der Rekorde die Markneukirchener Riesengeige mit Bogen.
  • Der Markt für digitale Musikangebote wächst. Gleichzeitig entstehen immer neue Vertriebswege, z. B. Noten-Apps.

 

  • Der Liebling der Kunden, die wegen deiner Top-Beratung ein Loblied auf dich singen.
  • Gründer oder Gründerin eines Onlineshops für Musikinstrumente.
  • Jemand, der als nächstes die Prüfung als Musikfachwirt/in oder einen Bachelorabschluss im Studienfach Handelsbetriebswirtschaft anstrebt.

Dos

  • Gut gekleidet sein.
  • Von den Instrumenten berichten, die du spielst.
  • Erklären können, warum mit diesem Beruf ein Traum für dich wahr wird.

Don‘ts

  • Ungeduld als deine größte Schwäche darstellen.
  • Sagen, dass du nicht gerne mit Menschen zu tun hast.
  • Nicht zuhören können.

Gut angezogen zu sein, ist immer gut. Was „gut angezogen“ bedeutet, hängt von deinem Arbeitsumfeld ab. Berätst du Kunden, die sich für teure klassische Instrumente interessieren? Dann solltest du dich etwas konservativer kleiden als bei einer Ausbildung in einem Trend-Store.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Berate jemanden, der auf der Suche nach einem Instrument ist!

Diese Übung kannst du entweder als Gedankenspiel oder auch als praktisches Training mit einem Freund oder einer Freundin absolvieren. Stell dir beispielsweise vor, dein Gegenüber möchte Klavier spielen lernen, kennt sich aber mit diesem Instrument noch nicht aus. Recherchiere im Internet, falls du es nicht ohnehin schon weißt: Welche Klavier-Arten gibt es und wie unterscheiden sie sich preislich? Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Modelle? Dann versetze dich in den Kunden: Was musst du ihn fragen, um ihn optimal beraten zu können? Was würdest du ihm empfehlen?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.