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Notfallsanitäter/in

112 – das ist in Deutschland die Nummer für medizinische Notfälle. Wird sie gewählt, springen Notfallsanitäter/innen sofort ins Rettungsfahrzeug. Innerhalb weniger Minuten sind sie vor Ort und beurteilen kompetent den Gesundheitszustand der verletzten, kranken oder hilfebedürftigen Person. Wenn nötig, rufen sie den Notarzt und führen bis zu dessen Eintreffen die medizinische Erstversorgung durch – das ist manches Mal lebensrettend. Notfallsanitäter arbeiten bei Rettungs- und Krankentransportdiensten, bei Blutspendediensten, bei der Feuerwehr oder Bundeswehr sowie als Betriebssanitäter in Unternehmen. Möchtest auch du täglich Gutes tun und Menschen in medizinischen Notlagen zur Seite stehen? Dann bist du in diesem verantwortungsvollen und spannenden Beruf gut aufgehoben.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich)

Dauer: 3 Jahre (Vollzeit), 5 Jahre (Teilzeit)

Schulabschluss: Die Berufsfachschulen legen die Auswahlkriterien selbst fest. Ein mittlerer Bildungsabschluss ist ideal.

Arbeitszeit: Notfälle können immer und überall eintreten. Schicht- und Nachtdienst sowie Bereitschaftszeiten, auch an Wochenenden und Feiertagen, gehören zum Berufsalltag.

Hier erfährst du, wie du fit bleibst bei Schichtarbeit.

Gehalt (Stand: 01.05.2017):

  • 1. Jahr: 945 Euro*
  • 2. Jahr: 1.013 Euro*
  • 3. Jahr: 1.125 Euro*

* An Einrichtungen im öffentlichen Dienst oder an Einrichtungen, die sich an den tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes orientieren

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Definitiv kein Schreibtischjob: Du bewegst dich viel und dein Körper freut sich.
  • Bei medizinischen Notfällen in deinem privaten Umfeld weißt du zum Glück, was zu tun ist.
  • Wenn du körperlich oder psychisch nicht belastbar bist, solltest du besser einen anderen Beruf wählen.
  • Das Gleiche gilt für den Fall, dass du kein Blut sehen kannst oder körperliche Berührungsängste hast. Du solltest auch nicht unter Höhen- oder Flugangst leiden, da Notfallsanitäter manchmal in Hubschraubern zum Einsatzort gebracht werden.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung ist abwechslungsreich und spannend. Der theoretische und praktische Unterricht in der Berufsfachschule wird ergänzt durch die praktische Ausbildung in Lehrrettungswachen und in Krankenhäusern. Du lernst, wie man die Lage am Einsatzort richtig einschätzt und Notfallmaßnahmen zur Gefahrenabwehr sowie die Erstversorgung der Patienten einleitet. Bei Bedarf forderst du ärztliche Hilfe an und assistierst bei der weiteren Behandlung. Außerdem wirst du im professionellen Umgang mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen geschult sowie in der Kommunikation mit den am Einsatz beteiligten Personen, Institutionen und Behörden. Du erfährst, was beim Transport kranker oder verletzter Menschen und bei ihrer Übergabe in die ärztliche Weiterbehandlung zu beachten ist. Darüber hinaus machst du dich mit den Hygiene-, Unfall- und Arbeitsvorschriften vertraut und lernst, Rettungsmittel einsatz- und betriebsfähig zu halten. Fit gemacht wirst du auch für den Einsatz im Innendienst: Hier geht es zum Beispiel um das Entgegennehmen von Notrufen und das Disponieren von Einsätzen.

 

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Notfallsanitäter/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Spiele in Gedanken eine Notfallsituation durch!

Stell dir vor, du wirst zu einem Unfall gerufen. Ein Autofahrer hat einen Radfahrer übersehen und dieser liegt nun schwerverletzt am Boden. Da du ja notfallmedizinisch noch nicht ausgebildet bist, geht es in diesem Gedankenspiel nicht um konkrete Maßnahmen, sondern um deine grundsätzliche Eignung für diesen verantwortungsvollen Beruf. Traust du dir zu, einen blutenden Menschen medizinisch zu versorgen und unter Zeitdruck lebenswichtige Entscheidungen zu treffen? Aufgeregte Angehörige zu beruhigen? Kannst du dir vorstellen, den Rettungswagen in hektischen Situationen selbst zu fahrenin denen es auf jede Minute ankommt?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.