Ofen- und Luftheizungsbauer/in

Kamine, Öfen und Heizungen sind das Beste nach der Erfindung des Feuers – findest du nicht auch? Wenn du dich für eine Ausbildung als Ofen- und Luftheizungsbauer/in entscheidest, sorgst du bald eigenhändig dafür, dass es bei dir zuhause immer schön gemütlich ist. Und da niemand gerne friert, macht dich deine Ausbildung auch für andere zu einem gefragten Experten. Du weißt dann nämlich ganz genau, wie man die unterschiedlichen Feuerstätten plant, baut und instand hält. Wenn du neben handwerklichem Geschick und einer guten körperlichen Verfassung auch noch technisches Verständnis mitbringst, kann man dich jedem Ausbildungsbetrieb wärmstens empfehlen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Ein mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss sind prima. Eine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung gibt es nicht.

Arbeitszeit: In vielen Betrieben ist neben den herkömmlichen Arbeitszeiten auch Bereitschaftsdienst üblich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 400–735 Euro
  • 2. Jahr: 450–815 Euro
  • 3. Jahr: 500–885 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Arbeit ist sehr vielseitig, so bleibst du immer in Bewegung.
  • Beim Transport und Einbau schwerer Öfen und Kamine trainierst du deine Muskeln.
  • Du hast auch auf Baustellen zu tun. Kälte, Zugluft oder Feuchtigkeit verlangen deinen Abwehrkräften einiges ab.
  • Bei manchen Arbeiten (z. B. beim Schweißen, Metallarbeiten) besteht Verletzungsgefahr.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung zum oder zur Ofen- und Luftheizungsbauer/in lernst du alle Arbeitsschritte von der Planung bis zum Einbau von Feuerstätten kennen. Dazu gehören zum Beispiel Herde und Kamine, Kachelöfen, Backöfen, Warmluft- und Elektrospeicherheizungen, Be- und Entlüftungsanlagen, Öl-, Gas- und Feststoffbrenner sowie zentrale Heizölanlagen. Du wirst in das manuelle und maschinelle Bearbeiten von Metallen, Kunststoffen und keramischen Bauteilen eingewiesen. Und natürlich erfährst du, wie man die Komponenten von Ofen- und Luftheizungsbausystemen montiert, elektrisch anschließt und installiert. Deine handwerklichen Fähigkeiten werden beispielsweise beim Versetzen oder Verputzen von Kacheln oder anderen Werkstoffen und Bauteilen geschult. Da Sicherheit oberstes Gebot ist, wirst du auch im Prüfen, Messen und Instandhalten der Anlagen fit gemacht.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte zum Beruf Ofen- und Luftheizungsbauer/in (PDF)

  • In diesem Beruf arbeitest du regelmäßig mit Schamotte – das ist ein gesteinsähnliches, feuerfestes Material, welches künstlich hergestellt wird.
  • Smart Living lässt auch im Heizungsbau grüßen: Intelligente Heizanlagen können per App aus der Ferne gesteuert werden. Dank regelmäßiger Weiterbildung sind Spaß und Erfolg im Job vorprogrammiert.
  • Schon die alten Römer hatten es in ihren Villen dank Fußbodenheizung gemütlich. Die Sklaven konnten diesen Luxus leider nicht genießen. Sie mussten das Feuer unter dem Boden schüren.
  • Jemand, der für seinen Beruf Feuer und Flamme ist.
  • Jemand, der gleich noch den Meister dranhängt und von einem eigenen Betrieb träumt.
  • Der Erfinder eines intelligenten Kamins, der sich komplett selbst reinigt und sogar selbständig Brennmaterial besorgt.

Dos

  • Mathematik, Physik und Werken/Technik als Lieblingsfächer im Gepäck haben.
  • Von handwerklichen Aktivitäten in deiner Freizeit berichten.
  • Treibst du regelmäßig Sport? Vielleicht sogar einen Teamsport? Super, unbedingt erwähnen!

Don‘ts

  • Eine Zigarettenschachtel auf den Tisch legen und sagen, dass du wie ein Schlot qualmst.
  • Als Motivation für deine Bewerbung angeben, dass man ja schließlich mit irgendetwas sein Geld verdienen muss.
  • Beim Stichwort Verputzen nur ans Essen und bei Verkleiden an Karneval denken.

Schutzkleidung ist bei bestimmten Arbeitsschritten ein Muss. Dazu  zählen Arbeitshandschuhe und Sicherheitsschuhe oder Schutzbrille und Schutzschild bei Schweißarbeiten.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Erstelle eine Fragen-Checkliste für eine Kaminplanung!

Stell dir vor, deine Eltern oder jemand aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis möchte sich einen Kamin zulegen. Stell dir weiter vor, dass du dazu nun eine Fragen-Checkliste für die Kaminplanung vorbereiten sollst. Natürlich ist das ohne Vorwissen schwierig – aber der Fragebogen muss ja nicht perfekt sein. Es geht bei dieser Übung einfach nur darum, sich in das Thema hineinzudenken. Was könntest du also deine „Kunden“ fragen und was musst du über das Haus wissen, in das der Kamin eingebaut werden soll? Kleiner Tipp: Im Internet findest du weitere Infos! 

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.