Schließen

Patentanwaltsfachangestellte/r

Wusstest du schon, dass das englische Wort „Branding“ im Zusammenhang mit Marken daher kommt, dass viele Rinder- und Pferdebesitzer ihr Eigentum mit Brandzeichen kennzeichnen? Aua! Keine Sorge, als Patentanwaltsfachangestellte/r kennst du andere Mittel und Wege, den Mandanten deiner Kanzlei zu gewerblichen Schutzrechten zu verhelfen. In diesem Beruf ist vor allem Köpfchen gefragt, denn du bist die rechte Hand des Patentanwalts. Du erstellst Anträge für Patent-, Marken- oder Gebrauchsmusteranmeldungen, ermittelst die Gebühren und reichst die Anmeldungen ein. Außerdem wertest du neu angemeldete Schutzrechte aus und bist obendrein die erste Anlaufstelle für Mandanten. Jobs gibt es in Patentanwaltskanzleien sowie in Patentabteilungen von größeren Unternehmen, Verbänden, Ämtern und Gerichten.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Duale Ausbildung im Rechtswesen

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Kanzleien entscheiden sich mehrheitlich für Bewerber mit Hochschulreife. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. 

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags zu den üblichen Bürozeiten.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 800 Euro
  • 2. Jahr: 950 Euro
  • 3. Jahr: 1.050 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Tätigkeit ist körperlich nicht anstrengend.
  • Dank der geregelten Arbeitszeiten kannst du Vereinssport, Besuche im Fitness-Studio und andere Hobbys regelmäßig einplanen.
  • Das Risiko bei den meisten Schreibtischjobs ist Bewegungsmangel. Tipp: Frag doch mal bei deiner Krankenkasse nach Gesundheitsangeboten!
  • PC-Arbeit macht die Augen müde und den Rücken schlapp. Also am besten nicht nach Feierabend am Smartphone hängen bleiben, sondern aktiv werden.

Ausbildungsinhalte

In der praktischen und theoretischen Ausbildung erwirbst du die juristischen und kaufmännischen Grundlagen im Umgang mit gewerblichen Schutzrechten. Du lernst zum Beispiel, wie sich „Design“, „Marke“ (für Waren bzw. Dienstleistungen) und „Kollektivmarke“ voneinander unterscheiden. Außerdem erfährst du, wie Anmeldungsunterlagen für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs – auch in elektronischer Form – im In- und Ausland eingereicht und Fristen überwacht werden. Expertenwissen eignest du dir auch zu diesen Themen an: rechtliche Voraussetzungen für die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr, Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs, Umschreibung gewerblicher Schutzrechte im In- und Ausland, Nichtigkeits-, Löschungs- und Verletzungsverfahren sowie Kostenberechnungen. Und natürlich wirst du kommunikativ fit gemacht im angemessenen Umgang mit Mandanten.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Patentanwaltsfachangestellte/r (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Bereite gedanklich eine Markenanmeldung vor!

Stell Dir vor, ein Mandant deiner zukünftigen Patentanwaltskanzlei möchte einen Namen für ein Bio-Müsli als Marke schützen lassen. Das Produkt soll in Deutschland und auch in anderen EU-Ländern vermarktet werden. Recherchiere im Internet: Was prüfen Patentanwälte in solch einem Fall zuerst? Wenn es für die Anmeldung grünes Licht gibt, kämst du ja dann ins Spiel. Informiere dich am besten direkt auf der Website des Deutschen Patent- und Markenamts, was nun zu tun wäre. Wie läuft so eine Anmeldung ab, was kostet sie und wie lange dauert das Verfahren? Mit diesem Vorwissen kannst du in jedem Bewerbungsgespräch glänzen.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.