Pferdewirt/in

Für dich liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde? Du wünschst dir nichts sehnlicher, als möglichst viel Zeit mit deinen Lieblingstieren zu verbringen und für ihr Wohl zu sorgen? Mit einer Ausbildung zur Pferdewirtin oder zum Pferdewirt wird aus deinem Traum Wirklichkeit. Fünf Fachrichtungen stehen zur Auswahl: Du kannst eine klassische Reitausbildung absolvieren oder den Schwerpunkt auf Pferdehaltung und Service legen. Weitere Fachrichtungen sind Pferderennen, Pferdezucht und Spezialreitweisen. Ausgebildete Pferdewirte werden in vielen Bereichen eingesetzt. Sie arbeiten in Reitschulen und Reitvereinen, auf Reiterhöfen sowie in Pferdeausbildungsbetrieben und in Pferdepensionsbetrieben.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit der Hochschulreife. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.

Arbeitszeit: Pferde brauchen immer Zuwendung. Die Arbeitszeit ist daher flexibel, Arbeit an Wochenenden oder Feiertagen gehört dazu.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 530–630 Euro
  • 2. Jahr: 570–675 Euro
  • 3. Jahr: 640–730 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist viel an der frischen Luft.
  • Du hast viel Bewegung.
  • Du solltest keine Allergien haben (Tierhaare, Heuschnupfen).
  • Die Arbeit ist körperlich anstrengend.

Ausbildungsinhalte

Mit der Ausbildung ist es wie mit dem Reiten: Du musst dein Ziel kennen und die Richtung festlegen. Siehst du deine Zukunft im Reitsport oder in der Pferdezucht? Oder gefallen dir die Pferdehaltung und der Service am besten? Du kannst zwischen fünf verschiedenen Fachrichtungen wählen. Das Basiswissen wird in den ersten beiden Jahren vermittelt. Du lernst Verhaltensweisen von Pferden einzuschätzen und richtig mit ihnen umzugehen. Du erfährst auch wie Pferde gefüttert, gehalten und gepflegt werden. Konkret heißt das: Ran an die Heu- und Mistgabel und rein in den Stall! Du entwickelst ein Auge für den Gesundheitszustand von Pferden im Allgemeinen und den Zustand von Hufen im Besonderen. Weitere Themen sind der richtige Umgang mit Ausrüstung und Hilfsmitteln, die Bewirtschaftung von Pferdeweiden sowie der tiergerechte Transport von Pferden. Im dritten Jahr geht es dann in die Spezialisierung.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Pferdewirt/in (PDF)

  • In Deutschland gibt es knapp 3,9 Millionen Reiter. Darunter sind etwa 900.000 Pferdebesitzer.
  • Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio waren insgesamt 223 Pferde dabei, Reservepferde mitgezählt. Davon stammten 70 Pferde aus der deutschen Pferdezucht.
  • Das kleinste Pferd der Welt hieß „Little Pumpkin“ (engl.: Kleiner Kürbis). Es wurde 1973 geboren und hatte ein Stockmaß von 35,5 cm bei einem Gewicht von 9 Kilogramm.
  • Pferdewirt/in im Galopp auf dem Weg zur Meisterprüfung.
  • Jemand, der Pläne für eine eigene Reitschule schmiedet.
  • Die Hauptperson in der Neuverfilmung des Hollywood-Kultfilms „Der Pferdeflüsterer“.

Dos

  • Von deinen Erfahrungen im Umgang mit Pferden berichten.
  • Anhand von Beispielen darstellen, wie verantwortungsbewusst du bist.
  • Deinen Fleiß und deine Zuverlässigkeit hervorheben.

Don‘ts

  • Ungepflegt erscheinen: Wer würde dir in diesem Fall schon gerne seine Pferde anvertrauen?
  • Dich als Langschläfer bezeichnen.
  • Dich über Stallgeruch beklagen.

Du trägst Arbeits- oder Reitkleidung.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Ein Besuch in der Bücherei! 

Wenn du Pferde liebst, hast du sicher schon viel Erfahrung im Umgang mit Pferden gesammelt. Aber wie sieht’s mit der Theorie aus? Nimm dir ein, zwei Stunden Zeit für einen Besuch in eurer Stadtbücherei. Das kostet nichts und liefert Dir neue Einblicke in die Welt deiner Lieblingsvierbeiner. Sieh dich im Bereich der Sachbücher um (Tiere, Biologie, Tiermedizin etc.) und lass dich inspirieren. Vielleicht findest du etwas über Pferdezucht? Über Pferderassen oder über Verhaltenspsychologie bei Pferden? Welche Themen findest du besonders spannend?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.