Physiklaborant/in

Du bist ein Fan von Formeln und findest, dass Physik eine faszinierende Materie ist? Dann bist du etwas ganz Besonderes, denn Physik zählt in Deutschland nicht gerade zu den Lieblingsfächern. Mach was aus deinem Talent und werde Physiklaborant/in! In diesem Beruf schaust du auf die inneren Werte von Werkstoffen und Systemen, indem du Versuche und Messreihen durchführst. Du dokumentierst und analysierst die Ergebnisse und bereitest sie kompetent auf. Außerdem wartest du die technischen Versuchs- und Prozessapparaturen und hältst sie instand.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Bewerber mit Hochschulreife haben die besten Chancen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung gibt es nicht. 

Arbeitszeit: Das hängt von deinem Arbeitgeber ab und ob du im Labor, in einer Werkstatt oder im Büro arbeitest. Schichtarbeit ist möglich. 

Gehalt im Bereich Industrie:

  • 1. Jahr: 897–942 Euro
  • 2. Jahr: 955–1.028 Euro
  • 3. Jahr: 1.007–1.117 Euro
  • 4. Jahr: 1.058–1.195 Euro

Gehalt im öffentlichen Dienst:

  • 1. Jahr: 902 Euro
  • 2. Jahr: 956 Euro
  • 3. Jahr: 1.006 Euro
  • 4. Jahr: 1.075 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Arbeit ist körperlich nicht anstrengend.
  • Dein Wissen schützt dich auch privat vor Unfällen, z. B. mit Strom oder Chemikalien.
  • Du arbeitest in geschlossenen Räumen und oft bei künstlichem Licht. Achte darauf, in deiner Freizeit genügend Sonne und frische Luft aufzutanken.
  • Je nach Tätigkeitsgebiet, kommst du mit Elektrizität, Chemikalien oder radioaktiven Substanzen in Kontakt. Also immer und überall die Schutzvorkehrungen einhalten!

Ausbildungsinhalte

In der dualen Ausbildung zum/zur Physiklaborant/in lernst du Laborgeräte einzusetzen und den Umgang mit verschiedenen Arbeitsstoffen, wie Säuren und Salzen. Du erfährst, welche physikalischen und chemischen Methoden der Stofftrennung, - vereinigung und –reinigung es gibt. Außerdem beschäftigst du dich mit der Messung von Spannung, Widerstand und Stromstärke sowie dem Anfertigen von Schaltungen und der Montage von Geräten. Auch mikrobiologische Arbeitstechniken und Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß stehen auf dem Plan. Weitere Ausbildungsthemen sind Mechanik, Wärmeausdehnung, Strahlenschutz und die rechnergesteuerte Lösung labortechnischer Aufgaben.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Physiklaborant/in (PDF)

  • Physiklaboranten und Physiklaborantinnen arbeiten in der Regel in physikalischen Laboratorien an Hochschulen und Forschungsinstituten sowie in Unternehmen der Elektro-, Maschinenbau-, Glas- oder Baustoffindustrie.
  • Das Wort Labor ist abgeleitet vom lateinischen Verb „laborare“ (= arbeiten).
  • Die Relativitätstheorie von Albert Einstein ist das Fundament der modernen Physik.
  • Jemand, der die Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Physiktechnik absolviert.
  • Der lebende Beweis dafür, dass man im Physikunterricht doch etwas fürs Leben lernt.
  • Der erste in deiner Familie, der Physikingenieurwesen studieren will und vielleicht sogar für den Nobelpreis in Physik nominiert wird.

Dos

  • Gute Noten in Physik, Mathe und Chemie vorweisen können.
  • Hast du ein Hobby, in dem technisches Verständnis oder Feinmotorik gefragt ist? Berichte darüber!
  • Dich als verantwortungsbewussten, ordentlichen Menschen darstellen.

Don‘ts

  • Gleich nachfragen, ob es beim Gehalt noch Verhandlungsspielraum gibt.
  • Sagen, dass du zwei linke Hände hast.
  • Ungeduld und Risikobereitschaft als deine großen Schwächen nennen.

Im Versuchslabor trägst du Schutzkleidung.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Erzeuge eine Wirbelkaskade! 

Als Physiklaborant/in führst du Experimente durch und dokumentierst die Ergebnisse. Deshalb ist jetzt deine Beobachtungsgabe gefragt. Für dieses physikalische Experiment brauchst du nur ein Glas Wasser, einen Tropfen Tinte und ein Blatt Papier mit Stift. Fülle das Glas und lasse es einige Minuten stehen, bis das Wasser zur Ruhe gekommen ist. In der Zwischenzeit kannst Du schon mal den Versuchsaufbau notieren. Jetzt hältst du eine Tintenpatrone etwa fünf Zentimeter über das Glas und lässt einen Tropfen Tinte in das Wasser fallen. Beobachte genau, was jetzt passiert und schreibe auf, was du siehst.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.