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Physiotherapeut/in

Wenn du sportlich bist, dich für Medizin und den menschlichen Körper interessierst, Menschen gerne hilfst und vielleicht mal eines Tages dein eigener Chef sein möchtest, könnte die Ausbildung zum Physiotherapeuten gut zu dir passen. Auch ein gutes Einfühlungsvermögen spielt bei diesem Beruf eine wichtige Rolle, denn es gehört schon jede Menge Vertrauen dazu, sich von einem fremden Menschen an der Wirbelsäule herumdrücken zu lassen. Und das müssen Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen ja häufig tun. Als Physiotherapeut lernst du die anatomischen Zusammenhänge. Dieses Wissen brauchst du für die Behandlung von Patienten, die unfall-, alters- oder krankheitsbedingte Einschränkungen aufweisen. Durch gezielte Übungen unterstützen Physiotherapeuten die Verbesserung der Bewegungsabläufe und tragen mit Therapien zur Schmerzlinderung und zur Entspannung bei. 

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschu­len wählen Bewerber nach eigenen Kriterien aus.

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt (Stand: 01.05.2017): Während der schulischen Ausbildung erhält man keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung Kosten an, zum Beispiel Schulgeld, Aufnahme­ und Prüfungsgebühren. Gegebenenfalls entstehen weitere Kosten, zum Beispiel für Lernmittel, Berufskleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du trainierst deine Geschicklichkeit und deine Auge-­Hand-­Koordination.
  • Du eignest dir Fachwissen im medizinischen Bereich an, von dem du auch privat profitierst.
  • Es macht glücklich, anderen Menschen helfen zu können.
  • Um die Muskeln und Gelenke der Patienten zu lockern und zu lösen, musst du auch deine eigenen Muskeln einsetzen. Das kann mitunter ganz schön anstrengend sein.
  • Der Umgang mit überwiegend kranken Menschen kann nervenaufreibend sein.
  • Du hast viel Kundenkontakt – achte in der nasskalten Jahreszeit auf mögliche Schutzmaßnahmen.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Bewegungsapparates kennen, welche krankengymnastischen Behandlungstechniken es gibt, wie sie wirken und wie man sie anwendet. Zudem sind die unterschiedlichen Techniken und Wirkungsweisen der Massagetherapie Thema. Du erfährst außerdem, was die Grundlagen der Prävention und Rehabilitation sind und wie Krankheiten entstehen und ablaufen und wie man sie feststellt.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Physiotherapeut/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Motiviere den Patienten

Stelle dir vor, dein Patient will nach einem komplizierten Beinbruch so schnell wie möglich wieder laufen. Wie schaffst du es, einen ungeduldigen Patienten zu bremsen und gleichzeitig für Übungen zu motivieren? Kennst du Übungen, die Kraft und Ausdauer trainieren und die Muskulatur aufbauen? Oder Stabilisations- und Gleichgewichtsübungen? Vielleicht hast du Freunde oder Familienmitglieder, die verletzt waren. Motiviere sie und baue sie auf, wenn es ihnen nicht gut geht. Auch das gehört zu deinem Beruf.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.