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Podologe/Podologin

Auf deine Füße solltest du ganz besonders achtgeben, denn sie tragen dich ein Leben lang. Deshalb gehören Fußbäder und -massagen für dich zu einer gesunden Lebensweise dazu. Du bist niemand, der sich auf leisen Sohlen anschleicht, sondern gehst direkt auf Menschen zu und bist aufgeschlossen? Dann ist die Ausbildung zum Podologen/zur Podologin genau das Richtige für dich. Nach ärztlicher Empfehlung bzw. Anordnung behandelst du die Füße deiner Patienten – von vorbeugenden über pflegerische Maßnahmen bis hin zur Herstellung von Orthesen (langfristige Druckentlastungen) und Nagelprothesen.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulisch

Dauer: 2–4  Jahre (Vollzeit/Teilzeit)

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss haben die besten Chancen. Die jeweiligen Ausbildungsstätten wählen die Bewerber zusätzlich nach eigenen Kriterien aus.

Arbeitszeit: In medizinischen Einrichtungen arbeitest du im Schichtdienst.

Gehalt:

Eine schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Berufsschulen fallen Kosten wie Schulgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren an – je nachdem, ob du dich für eine öffentliche oder eine private Berufsschule entscheidest. Informationen zu Fördermöglichkeiten findest du zum Beispiel hier.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du verhilfst deinen Patienten zu mehr Lebensqualität – das macht glücklich.
  • Du musst keine körperlich schwere Tätigkeit ausführen.
  • Du weißt am besten, wie du mit deinen Füßen umgehen musst, damit es dir gut geht.
  • Unregelmäßige Arbeitszeiten können deinen Biorhythmus durcheinanderbringen.
  • Du arbeitest hauptsächlich im Sitzen – sorge in deiner Freizeit für sportlichen Ausgleich.
  • Du kommst mit Krankheitserregern und Desinfektionsmitteln in Berührung – mit den passenden Schutzmaßnahmen kann aber nichts passieren.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, wie der Bewegungsapparat des Menschen aufgebaut ist, wie die Haut arbeitet und welche Krankheiten oder Veränderungen am Fuß es gibt. Du erfährst, wie sich bestimmte Krankheiten, zum Beispiel Diabetes oder Rheuma, auf die Füße auswirken und wie du ihnen mithilfe manueller, medikamentöser oder podologischer Behandlungsmethoden entgegenwirken bzw. wie du sie lindern kannst. Wie ein podologischer Befund erstellt, eine Behandlung geplant oder ein Patient überwiesen wird, steht genauso auf dem Lehrplan wie das Anfertigen und Einsetzen von langlebigen Druckentlastungen, Nagelkorrekturspangen und Verbandsstoffen. Du lernst, welche Hygienemaßnahmen Infektionen verhindern oder bekämpfen und wie orthopädisches Schuhwerk und Einlagen helfen können.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Podologe/Podologin (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Erstelle einen Fußpflegeplan

Der Fuß ist für die menschliche Gesundheit enorm wichtig. Untersuche deinen Füße und notiere dir den genauen Ist-Zustand. Wie sehen sie aus? Gibt es Druckstellen, eingerissene Zehennägel oder viel Hornhaut? Erstelle einen 2-Wochen-Plan, um die Fußgesundheit zu fördern. Überlege dir, welche Maßnahmen hier eine Rolle spielen könnten. Ist es beispielsweise sinnvoll, barfuß zu laufen, verschiedene Fußbäder auszuprobieren oder Fußgymnastik zu machen? Hat vielleicht die Ernährung einen Einfluss auf die Schweißbildung und wie könnte man diese gegebenenfalls verringern?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.