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Präzisionswerkzeugmechaniker/in

Einen eigenen Werkzeugkoffer besitzt du schon, solange du denken kannst? Du schätzt den Wert eines ordentlichen Küchenmessers und liebst es, präzise Arbeiten auszuführen? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Präzisionswerkzeugmechaniker/in genau das Richtige für dich. Manuelle und maschinelle Schneidwerkzeuge wie Fleischermesser oder Maschinenmesser für Papierschneidemaschinen stellst du in der Fachrichtung Schneidwerkzeuge her, wohingegen du in der Fachrichtung Zerspanwerkzeuge Sägeblätter oder Fräsen zur zerspanenden Bearbeitung von Holz, Metall sowie Kunststoff fertigst. Du bist für die Steuerung der jeweiligen Maschinen zuständig, achtest auf Verschleißteile und überprüfst die Funktionsfähigkeit der hergestellten Materialien. Werkle nicht einfach nur zu Hause, sondern starte mit messerscharfer Präzision in deine Zukunft.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss haben gute Chancen.

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 410–842 Euro
  • 2. Jahr: 450–885 Euro
  • 3. Jahr: 490–957 Euro
  • 4. Jahr: 535–1.012 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du hast geregelte Arbeitszeiten – gut für deinen Biorhythmus.
  • Du arbeitest in einer zukunftssicheren Branche, denn Werkzeuge werden immer gebraucht – ein beruhigendes Gefühl.
  • Mit jedem Werkstück verbesserst du deine Augen-Hand-Koordination.
  • In diesem Job besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko – arbeite mit großer Sorgfalt und sorge dafür, dass deine Impfungen immer aktuell sind.
  • Schneidmaschinen können sehr laut sein – nutze deinen Gehörschutz.
  • Du arbeitest mit ätzenden Substanzen – mit den vorgesehenen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe oder Mundschutz kann aber nichts passieren.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, wie du Schneidwerkzeuge auseinandernimmst, auf Schäden oder Verschleiß untersuchst, sie gegebenenfalls neu schleifst und wieder zusammenbaust. Du erfährst nicht nur, wie du Halbzeuge (das sind Rohmaterialformen beziehungsweise Werkstücke und Halbfabrikate der einfachsten Form) mittels verschiedener Verfahren wie Sägen, Drehen, Fräsen, Schleifen oder Feilen der Norm entsprechend herstellst, sondern auch, worauf du beim Vorbereiten von Unterlagen, bei technischen Zeichnungen oder beim Beraten von Kunden achten musst. Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich entscheidest – Schneid- oder Zerspanwerkzeuge – stehen spezifische Inhalte auf dem Lehrplan. Beispielsweise lernst du, wie du Feinbleche bearbeitest, Gewinde schneidest und Bohrungen vornimmst oder welche Schäden speziell bei Zerspanwerkzeugen auftreten können, wie du CAD-Programme (zur 3-D-Darstellung) bedienst und Skizzen anfertigst.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Präzisionswerkzeugmechaniker/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Probiere es aus

Da du in diesem Job mit scharfen Messern und hohen Temperaturen arbeitest, empfiehlt es sich nicht, zu Hause eigene Versuche durchzuführen. Am besten lernst du den Alltag eines Präzisionswerkzeugmechanikers während eines Praktikums kennen. Hier kannst du die Arbeit an großen Maschinen ausprobieren, gezielte Fragen stellen und die Materialien und Hilfsmittel unter fachlicher Anleitung unter die Lupe nehmen.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.