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Produktionsmechaniker/in Textil

Du spinnst ja! Falls du dich für die Ausbildung „Produktionsmechaniker/in – Textil“ entscheidest, ist das keine Beleidigung, sondern eine Beschreibung deiner Fähigkeiten. Denn in diesem Beruf bist du der Profi, wenn es um die verschiedenen Verfahren der Textilproduktion geht. Doch keine Sorge, du musst weder eigenhändig Socken stricken noch Spitzendeckchen häkeln. Vielmehr steuerst und überwachst du die Herstellung von Garnen, gewebten Stoffen oder Verbundstoffen an modernen, voll- oder teilautomatisierten Produktionsanlagen. Produktionsmechaniker/innen – Textil arbeiten in Webereien, Strickereien, Wirkereien und Spinnereien sowie bei Bekleidungsherstellern.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Bewerbungen mit einem mittleren Bildungsabschluss sind gerne gesehen. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung. 

Arbeitszeit: Üblicherweise arbeitest du im Schichtdienst.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 765–925 Euro
  • 2. Jahr: 815–982 Euro
  • 3. Jahr: 865–1.093 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Im Produktionsbetrieb bist du viel auf den Beinen. Fitnessprogramm also inklusive!
  • Nutze den Schichtdienst zu deinem Vorteil: Du kannst auch mal tagsüber raus an die frische Luft, wenn andere bei der Arbeit sind.
  • In diesem Job musst du zupacken können und gleichzeitig feinmotorisch geschickt sein. Mit einem ungeduldigen Charakter oder zwei linken Händen hast du es schwer.
  • Produktionshallen sind laut, zugig und auch mal staubig. Gerüche und Dämpfe von Textilhilfsmitteln (z. B. Farben) liegen in der Luft – also nichts für empfindliche Menschen.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung als Produktionsmechaniker/in - Textil erfährst du, wie man Web-, Strick-, Wirk-, Filzstoffe oder Teppiche herstellt. Das geschieht vorwiegend in großen Produktionshallen, wo du nach und nach Verantwortung für die Maschinen und Produktionsanlagen übernimmst. Du lernst auch, wie man die Produktion einrichtet, zum Beispiel indem du Maschinenteile aus- und einbaust oder die Konstruktionstechniken und Produktmerkmale bestimmst. Du gibst die notwendigen Produktionsdaten computergestützt an Maschinen oder Leitständen ein und fährst die Maschinen an. Außerdem wirst du darin geschult, die laufende Produktion zu überwachen und die hergestellten Textilien auf ihre Qualität zu prüfen. Wenn es Störungen gibt, findest du den Grund und behebst den Fehler.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Produktionsmechaniker/in – Textil (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Nähe einen Knopf an!

Nein, keine Sorge – in deinem zukünftigen Job musst du das natürlich nicht können. Aber da du in diesem Moment ja nicht an echten Produktionsanlagen trainieren kannst, ist das dennoch eine gute feinmotorische Übung. Schau mal im Kleiderschrank nach, welche Arten von Knöpfen es gibt und wie sie befestigt sind. Dann besorg dir ein Stück Stoff, verschiedene Knöpfe, passende Nadeln und Garn. Beim Einfädeln und beim Setzen der Stiche trainierst du deine Geduld und deine handwerklichen Fähigkeiten. Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.