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Restaurantfachmann/-frau

„Tischlein, deck dich!“ In dem berühmten Märchen der Gebrüder Grimm füllten sich die Teller und Gläser praktischerweise noch von ganz allein. Die guten alten Zeiten sind zwar vorbei, aber zum Glück gibt es ja heute die Restaurantfachleute. Als perfekte Gastgeber heißen sie die Gäste herzlich willkommen und zaubern leckere Menüs auf den Tisch. Sie beraten bei der Auswahl der Speisen und Getränke und sorgen durch zuvorkommenden Service dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. Anschließend erstellen sie die Rechnung und kassieren. Restaurantfachleute wirken außerdem bei vielen Tätigkeiten rund um den Restaurantbetrieb mit, zum Beispiel bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen oder im Etagenservice von Hotels. Auf Restaurantfachleute mit Fremdsprachenkenntnissen warten übrigens auch in der internationalen Gastronomie spannende Jobs.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Du kannst dich mit jeder Schulbildung bewerben. Die meisten Betriebe entscheiden sich für Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss.   

Arbeitszeit: In der Gastronomie ist Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit – ggf. auch im Schichtdienst – üblich.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 600–775 Euro
  • 2. Jahr: 670–880 Euro
  • 3. Jahr: 780–1.000 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist den ganzen Tag auf den Beinen – das hält fit.
  • In diesem Beruf entwickelst du u. a. auch deine kommunikativen Stärken weiter. So schaffst du die Basis für Erfolgserlebnisse und eine hohe Arbeitszufriedenheit.
  • Du arbeitest meist dann, wenn andere Freizeit haben. Durch die unregelmäßigen Arbeitszeiten wird es z. B. schwierig, Vereinssport zu betreiben.
  • In diesem Beruf kann es gelegentlich stressig werden – da sind gute Nerven gefragt. Tipp: Sport ist ein gutes Ventil gegen Stress!

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du alles, was ein guter Gastgeber wissen muss. Du erfährst, wie man Gäste begrüßt und sie bei der Auswahl der Speisen und Getränke berät. Du trainierst angemessenes Verhalten gegenüber Kunden, den Umgang mit Sonderwünschen oder Reklamationen. Weitere Themen sind das Reinigen, Pflegen und Herrichten des Gastraums, das professionelle Servieren sowie die Zubereitung und Präsentation von Speisen und Getränken am Tisch. Du erwirbst auch Kompetenzen, die die Abläufe im Hintergrund betreffen, z. B. den Umgang mit Warenlieferungen, Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern, das Zubereiten und Anrichten einfacher Speisen oder das eigenverantwortliche Führen einer Station. Angehende Restaurantfachleute werden auch kaufmännisch geschult und darin ausgebildet, Beratungs- und Verkaufsgespräche zu führen sowie Veranstaltungen zu managen.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Restaurantfachmann/-frau (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Kennst du die Bestecksprache?

Zu einem professionell eingedeckten Tisch gehört auch das passende Besteck. Bei mehreren Gängen gilt: Für jeden Gang wird eigenes Besteck in einer festgelegten Reihenfolge aufgelegt. Das Besteck, das zuerst benötigt wird, platziert man ganz außen. Dann folgt jeweils ein Satz Besteck für jeden weiteren Gang. So wird der Gast von „außen nach innen“ durch das Menü geleitet. Wichtig ist, dass die Messerschneide stets zum Teller zeigt, damit sich der Gast beim Aufnehmen des Bestecks nicht verletzt. Das Besteck für das Dessert oder den Käse wird nach internationalen Regeln oberhalb vom Teller positioniert. Außerdem gibt es noch den sogenannten Butterstreicher – dieses kleine Messer befindet sich auf dem Brotteller, der links steht. Für Restaurantleute ist es wichtig zu unterscheiden, wie der Gast das Besteck auf dem Teller ablegt. Was bedeutet es, wenn das Besteck „ungekreuzt“ oder „parallel mit den Griffen nach rechts unten“ auf dem Teller liegt?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.